Frage von Froehlein, 61

OP über Krankenkassen, weil BG es ablehnt?

Huhu, ich mach seit einen Autounfall/anerkannter wegeunfall vor 8 Monaten, mit der hws und Schulter rum. Die Bg hat es nach einer stationären reha abgelehnt, das die Schäden vom Unfall her kommen. Jetzt hab ich mir eine zweite Meinung bei einem Orthopäden geholt und dieser meint das die sehne an der Schulter eingeklemmt ist und ich die schulter operieren lassen soll. Kann ich das jetzt einfach über die Krankenkasse machen lassen?? Oder wie soll ich da vorgehen? ?

Antwort
von Lumbago666, 16

Lass dich vom Status deines Arbeitsunfalls nicht von einer weiteren Behandlung beeinflussen! Lass die Behandlung notfalls auch über die Kasse laufen.

Ein anerkannter Arbeitsunfall heißt nicht gleichzeitig, dass alle späteren Beschwerden auch Folge des Unfalls sind. Die BG entschädigt nur die Erkrankungen, die im wesentlichen durch den Unfall entstanden sind.

Allerdings kann die BG nicht einfach behaupten, dass Schulterschmerzen jetzt von einem Vorschaden kommen müssen. Ein Beweis muss da schon vorliegen.

Ob das in deinem Fall so ist, kann man von außen so nicht beurteilen. Du auch nicht, weil ein Vorschaden auch bestehen kann, ohne dass (vor dem Unfall) Beschwerden bestehen. Das kann unter Umständen durch eine Gewebeentnahme / MRT etc. bewiesen werden.

Da auch denkbar ist, dass der Unfall im Sinne der Entstehung oder Verschlimmerung teilursächlich für eine Veränderung der Vorschäden gewesen ist, bedarf es hier oft einer gutachterlichen Prüfung.

Solltest Du also der Meinung sein, dass die BG hier einem Irrtum unterliegt, solltest Du gegen die Entscheidung vorgehen. Hier empfiehlt sich vorab zumindest eine gute Rechtsberatung durch einen Anwalt für Sozialrecht oder einen Sozialverband (z.B. VDK).

Kommentar von Froehlein ,

Das läuft alles schon über einen Anwalt bzw wurde schon angeklagt und geht demnächst vor Gericht. 

Das kuriose ist ja das es ein Zusammenhangsgutachten gibt wo jedoch die Schulter gar nicht erwähnt wird, obwohl bei dem Gutachter Gespräch ausführlich darüber gesprochen worde. Außerdem stehen in dem Gutachten nur Verdachtsdiagnosen. Wurde aber auch angefechtet 

Antwort
von DanielaD, 25

Ja, das zahlt dann die Kasse. Vermutlich hast du ein Impingementsyndrom? Das hat nichts mit dem Arbeitsunfall zu tun

Kommentar von Froehlein ,

Warum soll das nichts mehr mit dem Unfall zu tun haben??? Ich hatte davor noch niemals schulterschmerzen oder Bewegungsprobleme. Mein Arzt hat mir das so erklärt, beim einem Autounfall mit frontal Aufprall wird der arm nach oben gedrückt und die schulter von dem Gurt nach unten gedrückt. Und das bei einer Geschwindigkeit von 120 km/h. Die schmerzen sind seit einer ambulanten reha noch schlimmer geworden und seit einer stationären reha noch schlimmer und zieht mir den ganzen arm runterzu. Desweiteren ist noch Verdacht auf läision des unteren und mittleren armplexus. Was zusätzlich schmerzen verursacht :(

Antwort
von Mahut, 39

Wenn die OP vom Arzt befürwortet ist, zahlt natürlich die Krankenkasse.

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