Frage von manni1964, 130

op ja oder nein ?

hallo zusammen,

ich habe volgenden CT Befund vorliegen ( welcher durch MRT bestätigt wurde )

Osteochondrose C5/6 und C6/7. Dorsale nach rechts betonte Diskusprotrusion mit beginnender spondylotische Abstützreaktion in beiden Etagen, jeweils mit Kontakt zum Myelon. Zudem sind die Neuroforamina rechtsbetont durch uncarthrotische Anbauten eingeengt ,it möglicher Irritation der austretenden C6- bzw. C7- Wurzel. Die übrigen Bandscheibenfächer sind unauffällig. Mäßige arthrotische Veränderungender Facettengelenke, betont bei C4/5 linksseitig. Keine knöcherne Einengung des Spinalkanals. Beurteilung: Osteochondrose mit dorsaler nach rechts betonter Diskusprotrusion, Retrospondylose und rechtsbetonter Neuroforamentstenose in den Segmenten C5/6 und C6/7 ich würde mich freuen wenn mir das jemand Überstzen könnte und etwas wegen einer mir schon angeratenen OP sagen könnte.

mfg

manni

Antwort
von StephanZehnt, 130

Hallo Manni,

Osteochondrose ist die vermehrte mechanische Belastung der angrenzenden Deck- und Grundplatten weil die Bandscheiben ihre Funktion nur noch mangelhaft erfüllen. Es kommt zu Randzackenbildung usw. Nach hinten (Rücken) sowie nach rechts betonte Bandscheibenvorwölbung mit beginnender krankhafter Veränderung der Wirbelkörper Abstützreaktion auf beiden genannten Etagen C5/6 und C6/7 jeweils mit Kontakt zum Rückenmark.

Zudem sind sind die Zwischenwirbellöcher (durch die die Nervenwurzeln verlaufen) rechtsbetont durch uncarthrotische Anbauten eingeengt (Uncovertebralgelenke) also athrotische durch Anbauten der Halbgelenke der Halswirbelsäule. eingeengt ,mit möglicher Irritation der austretenden C6- bzw. C7- Wurzel.(Nervenwurzeln). Die übrigen Bandscheibenfächer sind unauffällig. Mäßige arthrotische Veränderungender Facettengelenke (eher Uncovertebralgelenke), betont bei C4/5 linksseitig.

An der Halswirbelsäule zu operieren ist eine extrem heikle Sache! Ich würde mir zumindest einmal eine Zweitmeinung holen. Genau so wichtig ist das man die richtige Klinik findet.

http://orthopaedie-unfallchirurgie.universimed.com/artikel/erfahrungen-mit-der-k...

Also ich würde es mir sehr überlegen ob wo ich dies operieren lasse. In dem Fall kann ich Dir dann noch etwas dazu sagen!

VG Stephan

Kommentar von manni1964 ,

hallo stephan,

mir ist bewusst das es heikel ist sich an der hws operieren zu lassen, weshalb ich auch hier gefragt habe. für mich war das jetzt das erste mal das mir gesagt wurde das ein op unumgänglich sei die vorher besuchten ärzte sagten immer " da geh ich nicht dran" aber ohne einen grund dafür zu nennen. jetzt war ich in duisburg wedau in der neurochirrurgie und da war sofort klar das muss operiert werden. und irgendwie beschleicht einen ja auch das gefühl das die ja auch nur geld verdienen müssen ...... bin echt ratlos

mfg

manni

Kommentar von StephanZehnt ,

Nun ich habe mir einmal angeschaut wie viel OPs in der BG - Klinik und der Sana-Klinik gemacht worden sind. Wobei letztere Klinik nicht unbedingt den besten Ruf hat.

Evangelisches Klinikum Niederrhein gGmbH Fahrner Straße 133 47169 Duisburg

http://krankenhaus.weisse-liste.de

Dies wären Kliniken in Deiner Umgebung. Ich würde mir halt doch noch eine Zweitmeinung holen z.B. in dem Evangelisches Klinikum Niederrhein gGmbH

VG Stephan

Kommentar von manni1964 ,

na super ich bin dahin weil mein arzt mir das empfohlen hat, jetzt sehe ich das die beinahe keine erfahrung damit haben ( oder doch ?)

unsicherheit wird anstatt weniger mehr, ich dachte eigentlich wenn mein arzt mir diese nummer und adresse gibt das ich dann dort gut aufgehoben bin hmmmmm

Kommentar von StephanZehnt ,

Nun ich würde mir eine Zweitmeinung holen meinetwegen da in der Evangelischen Klinik Ich habe Dir einige Möglichkeiten genannt ihc weis nicht ob Du die Hinweise (Kompli.) gelesen hast. Bei so einer OP sind Erfahrungen auf dem Gebiet sehr wichtig. Wenn Du ein Stück darauf achtest (Erfahrung Ruf der Klinik usw. ) könnte es einiges ersparen.

Also hole Dir eine Zweitmeinung meinetwegen in der genannten Evangelischen Klinik in Duisburg. bis Bad Wildungen sind es 250 km allerdings ist die Wartezeit da bei solchen Kliniken schon etwas länger! Ja und melde Dich einmal bei dem genannten Forum an Die.....

Kommentar von manni1964 ,

Hallo Stephan, ich habe mich in dem Forum angemeldet und auch schon Rückmeldung erhalten. Leider kann man mir dort keinen guten Arzt in meiner Umgebung empfehlen. Ich werde jetzt wohl erst einmal am Montag in Wedau vorstellig und mir anhören was die mir zu sagen haben.

Ich werde dann von mir hören lassen.

mfg

Manni

Antwort
von Winherby, 98

Hallo manni,

bei diesem Befund solltest Du Dich auf keinen Fall operieren lassen. Mich wollte man auch bereits vor 4 Jahren operieren, ich habe drei Prolapse in der HWS und Uncarthrosen und Osteochondrose, dadurch natürlich erhebliche neurologische Beschwerden gehabt.

Durch manuelle Therapie, Muskellockerung, danach Muskeltraining und allg. angepasster Lebensweise sind meine Beschwerden tendentiell gegen Null, - und das ohne OP.

Aber leider schreibst Du auch nichts über Deine Symptome, die sind individuell sehr unterschiedlich. Sobald anhaltende Lähmungs- oder Taubheitserscheinungen vorliegen, dann sollte operiert werden. Bei Deiner Diagnose befürchte ich nach der OP für Dich mehr Probleme, als vor der OP, obwohl ich Deine derzeitigen Probleme nicht kenne.

Hast Du denn schon die riesengroße Palette an konservativen Behandlungen durch? Zusätzlich solltest Du eingewiesen werden in all die Möglichkeiten der Ergonomie, und dies an allen Orten. Sitzhaltung im Auto, auf´m Fahrrad, im Sessel, korrekte Schlafhaltung bzgl. Lattenrost, Matratze und Kissen, richtiges Heben, Stehen, am Arbeitsplatz, und,und und..

Kommentar von manni1964 ,

Hallo Winherby,

das einzige was man als Kassenpatient bekommt sind Schmerzmittel und KG . Und da könnte meine Wortwahl jetzt fast Entgleiten um das zu beschreiben.

Meine Beschwerden sind, Schmerzen im Nacken strahlend auf den Kopf rauf Schmerzen in den Schultern Krämpfe in den Fingern bei konzentriertem Arbeiten ( feinmotorisch) oder bei arbeiten über Kopf .... jetzt wo ich es schreibe eigentlich bei allen Arbeiten die anstrengend sind oder Konzentration erfordern, selbst bei langen Autofahrten. Kribbeln meist rechtsseitig Kopf und Gesicht Fehltritte so als verpasse ich eine Stufe immer häufiger fast egal in welcher Position ich mich befinde rechtsseitig Schmerzen im Oberarm bis in den Unterarm hinein mit Kribbeln des Zeigefingers und Daumen naja und dann ist da noch die Tatsache das ich hin und wieder einfach etwas Fallen lasse obwohl ich da kein Taubheitsgefühl empfinde. Ob jetzt Gedächtnisschwäche auch ein Symptom davon ist weiß ich nicht. Das sind die Beschwerden die meine HWS macht .

Hätte da noch LWS im Angebot sowie Hüftgelenksarthrose und Meniskus ........

Kann mir nicht einfach jemand ein neues Knochengerüst machen? :(

Kommentar von Winherby ,

Hallo manni, das kenne ich auch alles. Ich habe mit Erfolg eine Reha beantragt, gegen die Zustimmung meines Hausarztes ( ach das kriegen sie nie genehmigt, dafür waren sie bisher viel zu wenig krank, so sein Komm.) Immerhin unterschrieb er wohlwollend meinen Antrag und knapp 6 Wochen später war ich in der Reha in Bad Oeynhausen. Dort habe ich alles bekommen was möglich war, es war viel möglich.

Hier daheim, da gebe ich Dir Recht, kommt man sich wie ein Bittsteller vor. Alles in Allem muss ich sagen, das Krankeste in unserem gesamten System ist das Gesundheitssytem. Ich könnt ein Buch schreiben.

Ich bin zum Glück selbst Physiotherapeut und konnte mir selbst recht gut helfen. Auch die Kollegen in den beiden Rehaeinrichtungen in denen ich tätig war haben viel für mich getan, was aber auch auf Gegenseitigkeit beruhte. Daher auch die o. g. Meinung meines Arztes, er war ja nicht jedesmal dabei wenn ich behandelt wurde.

Nach der Reha, die ich recht beschwerdefrei verlies, konnte ich wieder arbeiten, ca. 6 Monate noch ohne Problem, die dann aber wieder langsam einschlichen. Noch weitere ca. 5 Monate gearbeitet, dann ging es einfach nicht mehr. Habe meine Erwerbsminderungsrente gegen die Widerstände der DRV durch bekommen.

Diese "Frührente" ist für Dich wohl nicht möglich, falls Du `64 geboren wurdest. Also bleibt mir nur der Rat: Bemühe Dich um eine Reha, die kann man durchaus auch ohne vorherige OP bekommen. Desweiteren kannst Du bei der KK einen Antrag auf Rehasport stellen, das ist dann eine ambulante Geschichte, die wird in einer teilnehmenden Physioeinrichtung durchgeführt, einmal pro Woche, für 1,5 Jahre lang (falls ich nicht irre). Machst Du aber eine richtige stationäre Reha, kannst Du anschließend das Programm IRENA beantragen. (IRENA = Intensivierte Reha Nachsorge ) Im Prinzip das gleiche Programm wie Rehasport. Beim Neurochirurgen würde ich mich zusätzlich um eine Verordnung für Ergotherapie und Beratung bemühen, bleib hartnäckig bis Du die Verordnung hast. Denn die häufigen Fehlhaltungen in allerlei täglicher Tätigkeit, sind mit ein wichtiger Grund für Erkrankungen am Bewegungsapparat der zivilisierten Gesellschaften. Daher ist Aufklärung und Übung für korrekte Körperhaltung eminent wichtig. Vorsichtiges Muskeltraining ist ab einem gewissen Grad der Besserung auch wichtig. Nur wohl jetzt noch nicht, die Beschwerden sollten durch o.g. Maßnahmen erstmal deutlich abklingen. Da daff man nichts über´s Knie brechen.

So, wieder mal lang geworden mein Schrieb, alles Gute, hoffe, dass ich etwas helfen konnte, Winherby

Kommentar von manni1964 ,

ich habe gelesen das die Osteochondrose eine anerkannte Berufskrankheit ist, zb. für Bergleute. Da ich von 1979 bis 1994 beim Bergbau beschäftigt war ( 11 Jahre unter tage als Schlosser) sollte ich evtl. mal nachhaken was da für mich möglich ist.

Kommentar von Winherby ,

Ja klar, mach das, hak mal nach. Bist Du denn überhaupt derzeit arbeitsfähig? Wohl kaum und Krankengeld gibs auch nich ewig. LG

Kommentar von manni1964 ,

mein arzt hat mir freigestellt ob ich arbeiten gehe oder nicht ...... ich hab mich für das arbeiten entschieden er sagte dann wohl noch er würdemich sofort raus nehmen wenn es garnicht mehr gehen sollte oder mir danach wäre

Antwort
von manni1964, 114

Hallo zusammen,

so ich habe meinen nächsten Termin in Wedau gehabt und zu meinem glück sagte die NC das ein OP nun doch nicht nötig sei da wir hier lediglich 2 vorwölbungen haben und das Rückenmark noch nicht geschädigt sei. Desweiteren sagte sie anhand der Bilder das da ja auch noch ein Spalt ist wo die Nerven rausgehen. Eine Op würde sie nun erst anraten wenn Lähmungserscheinungen auftreten, bis dahin soll ich gucken das ich mit Schmerzmittel wie Tramal klar komme.

mfg Manni

Kommentar von StephanZehnt ,

Nun Manni ich weis nicht ob man da sagen kann noch einmal Glück gehabt (?). Hier Jemand zu einer OP an der Halswirbelsäule zu raten ist nicht mein Ding. Ich habe eine Bekannte die hat sich operieren lassen und seitdem nur noch eins kennt richtig heftige Schmerzen. Mir blieb bei einer Nekrose nicht viel ..... Ich weis nicht ob man Dir in der Schmerzambulanz auch mehr anbietet wie ein Schmerzmittelrezept.

Ich würde einmal nachfragen ob sie auch Kurse wie Progressive Muskelentspannung nach Jacobson anbieten. (Bücherei - Buchhandel) . Ob Du mit Tilidin evtl. besser klar kommen würdest Bei Tramal wird es einem eher einmal schlecht In wie weit bei den vielen Problemen ein Schmerzschrittmacher sinnvoll ist müsste man vor Ort entscheiden. In wie weit Du schon auf dem Amt warst und eine GdB / MdE beantragt hast ?

http://www.betanet.de/betanet/soziales_recht/?q=erwerbsminderungsrente

mfg Stephan

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