Frage von Schluter1899, 33

Oma (74) krebskrank, einige Fragen

Hallo Community, vorab: Hierbei handelt es sich um meine Oma (74) . Um ihre Geschichte zu erzählen, sind einige Zeilen nötig. Allerdings müsst ihr die Geschichte kennen, um etwas über den Fall sagen zu können. Alles begann vor 2,5 Jahren mit Bauchschmerzen, die ab und zu kamen und wieder gingen sowie mit Durchfall am Tag der Bauchschmerzen. Meine Oma ging zu ihrem Hausarzt und der sagte, dass sie zur Darmkrebsvorsorge gehen soll. Kolonoskopie gemacht, alles in Ordnung. Die Symptome blieben aber und sie begann, Gastrologen, Gastroenterologen, Internisten und sonstige zu besuchen, die machten von Gastroskopie bis CT alle Untersuchungen und einige von ihnen sagten etwas von einer Darmentzündung. Sie darf nun keine laktosehaltigen Produkte essen und muss Tabletten einnehmen, dann vergeht es. Tatsächlich wurden die Schmerzen viel besser, bis das Ganze, nur schlimmer, vor 5 Monaten wiederkam. Die bekannten Symptome plus leichtes Fieber plus Nachtschweiß und ab und zu Probleme mit dem Stuhlgang, weil dieser so hart war (mal Durchfall, mal harter Stuhl) . Sie ging ins Krankenhaus, um der Sache auf den Grund zu gehen. Dort machte man Kolonoskopie und fand wieder nix. Sie wurde aber zur weiteren Untersuchung ins Uni-Klinikum geschickt. Dort hat man alle Untersuchungen wiederholt und bei der CT lag folgender Befund vor: „Verwachsung des Darms mit beiden Nieren aufgrund von parallel zueinander verlaufenden Wandernieren, zusätzlich Abszess mit Durchmesser 1,6 cm umgeben von einer Zyste, Darm im Verwachsungsbereich vollständig perforiert“. Also natürlich OP, alles gut gelaufen, sie wurde nach Hause entlassen. Zwei Wochen lang war alles gut, doch die Symptome kamen wieder. Zusätzlich hat man bei der OP Gewebeproben zur Untersuchung entnommen, die Ergebnisse waren auch da. Leider hat der sehr kluge Arzt, der operiert hat, einen Krebstumor im Darm übersehen, der schon auf die Niere Metasthasen gestreut hat, weil Darm und Niere ja verwachsen waren. Zwei Tage später im Uni-Klinikum: OP, Tumore entfernt, Ileostoma angelegt und 27 Gewebeproben entnommen. Die Wunden wollten jedoch nicht heilen (weder die von der ersten, noch die von der zweiten OP) . Daraufhin stellte der Oberarzt das Prednison 5 mg ein, was sie bis jetzt genommen hat, um die Wundheilung zu verbessern. Zusätzlich dazu hatte sie sich noch Pemphigus eingeholt. Die Dermatologin im Uni-Klinikum ließ ihr Sulfamethoxazol geben, weil der dumme Oberarzt meinte, die Wunde würde super heilen. Zusätzlich verschrieb der Oberarzt Prednison 30 mg, obwohl die Wunde ja schon bei 5 mg nicht heilte. Schließlich kam die Dermatologin zur Oma, um sich ihren Zustand und die Wunde anzuschauen. Sie nannte den Oberarzt Idiot, weil dieser nicht einmal wusste, dass der Oma Piperacillin/tazobactam gegeben wurde (in die Wunden war ein Krankenhauskeim eingedrungen, aber gegen diesen Keim wirkte nur Sulfamethoxazol) . Dieses Mittel gab der Oberarzt aber nicht, obwohl es die Dermatologin empfohlen hatte. Fortsetzung im Kommentar

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Antwort
von Schluter1899, 27

Fortsetzung: Nachdem diese dem Oberarzt die Hölle heiß gemacht hat, verschwand der Keim nach 2 Tagen, weil das Sulfamethoxazol wirkte. Endlich wurde sie aus dem Krankenhaus entlassen, der Oberarzt weigerte sich jedoch, ihr auf Kosten der Krankenkasse einen privaten Krankenwagen zu beschaffen, der sie in 35 Grad Hitze nach Hause bringt. Er meinte, wir sollen noch zwei Tage abwarten, dann wird es kühler und man könne sie im Taxi (!) nach Hause bringen, obwohl sie so schwach war, das sie im KH kaum 10 Minuten sitzen konnte und nach Hause sind es vom Klinikum 32 km. Die Krankenschwestern, die den Oberarzt nicht leiden konnten und meine Oma aber mochten, beschaffte ihr den kostenlosen Krankenwagen. An dem Tag, wo sie das KH verließ, hatte es jedoch geregnet und die Oma flog 1 m vom Krankenwagen entfert vor dem KH hin. Also wieder rein, Röntgen gemacht, Hüftbruch. Der war aber Gott sei Dank ziemlich leicht, eine OP wurde nicht benötigt. Am nächsten Tag war sie daheim mit meinen Tanten (die wohnen mit im gleichen Haus, können die Oma also versorgen) . Heute, 7 Wochen nach allem, läuft die Oma schon ohne Hilfe mit Krücken, die Hüfte ist wieder vollständig verwachsen (Röntgenaufnahme) und in einer Woche läuft sie nur noch mit 1 Krücke, in 3 Wochen ohne Krücken (sie probiert schon das Laufen ohne Krücken macht sogar schon 5 Meter oder so) . Am 8.9. geht sie zum Onkologen, der hat gesagt, er will Xeloda 150 mg verabreichen, weil die Oma für eine andere Chemo zu schwach ist (1,56 groß, wiegt 40 kg) . Die erste Wunde ist komplett verheilt, die zweite zu 85 %. Von Tag zu Tag geht es ihr besser und sie macht alles selber (von Essen kochen bis hin zu skypen an ihrem Laptop) . Meine Fragen: 1. Kann es sein, dass sie durch das Ilestoma nicht zunimmt? 2. Was meint ihr von dieser Chemo (die wird in Tabletten verabreicht) ? 3. Wie schätzt ihr die verbliebene Lebensdauer für meine Oma ? 4. Die Ärzte sagen, dass Stoma kann man erst in 6 Monaten pouchen, warum? 5. Müssen alle Wunden komplett verheilt sein, damit die Chemo beginnt? 6. Was meint ihr vom Oberarzt? Ist das zumutbar, dass so ein Arzt im Uni-Klinikum ist? Danke im Vorraus und MfG Schluter1899

Antwort
von StephanZehnt, 19

Hallo Schluter,

ein Text liest sich besser wenn man schon einmal einen Absatz macht!

Nun schreibst Du das die erste Wunde komplett verheilt, die zweite zu 85 %. und sie ist bereits wieder mobil. Nun gehört zu den Nebenwirkungen bei den beiden Antibiotika u.a. Hautausschlag in dem Fall Pemphigus eine Blasenbildente Hauterkrankung. Nun müssen die Ärzte schon klar sein was sie für Antibiotika bei Krankenhauskeimen verabreichen. .

1 Kann es sein, dass sie durch das Ilestoma nicht zunimmt?

Dieser künstliche Darmausgang (Dünndarm) hat schon als Folge das man abnimmt. Man sollte aufpassen bei Ballaststoffen. Da müsste man schon einmal die Kalorienzahl etwas erhöhen. Allerdings ist das nicht so einfach bei Getränken ist u.U. schnell der Beutel voll.(erst der Dickdarm entzieht das Wasser). Die Gewichtsabnahme ist allerdings nach so einer schweren Erkrankung nicht ganz unüblich!

2 Was meint ihr von dieser Chemo (die wird in Tabletten verabreicht) ?

Was das Xeloda 150 mg angeht würde ich an Deiner Stelle noch einmal mit dem Onkologen sprechen.

3 Lebenszeit der Oma

dazu können wir hier sehr wenig sagen weil wir nicht wissen wie sonst der Allgemeinzustand der Oma ist - ob sie evtl. noch andere Probleme hat z.B. Alterszucker.

4 Du schreibst von einer künstlich angelegten Gewebetasche....? Soll das Ilestoma ständig ...

Nun dazu müsste erst einmal das Andere verheilt sein.

5 die Chemo ist eine weitere körperliche Belastung dies müsste man mit dem Arzt abklären wenn man dann mit der Chemo beginnt.

6 wir haben deutlich zu wenig Einblick um hier Ärzte einschätzen zu können. Vor allem weil doch Niemand unbedingt mit einem Arzt tauschen würde. Den nicht nur das Thema Antibiotika ist schwierig Resistenzen. Lange Arbeitszeiten......

Nun wenn man sieht das Deine Oma nicht nur ein Problem hatte .

VG Stephan

Antwort
von elliellen, 15

Hallo!

Erst einmal finde ich es toll, dass deine Oma sich nach all den Strapazen wieder so schnell erholt hat, jedenfalls den Umständen entsprechend.

Zu deiner Frage zur Chemo: Sie ist äußerst belastend für den Körper und ich würde davon auch abraten. Das Immunystem eine älteren Dame ist ohnehin nicht mehr sehr gut und eine Chemo würde für ihren Körper sehr schädlich sein.

Du findest über die umstrittene Chemo einiges im Netz:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/10/27/chemotherapie-das-falsche-...

Ihr solltet am besten für die Oma eine gute ganzheitliche Krebsklinik in der Nähe suchen, in der sie liebevoll behandelt werden kann. Bei richtiger Behandlung hat sie sicher gute Chancen, noch lange zu leben. Recherchiere am besten weiter im Netz über alternative Krebsbehandlung.

Alles Gute

Kommentar von beamer05 ,

Zu deiner Frage zur Chemo: Sie ist äußerst belastend für den Körper und ich würde davon auch abraten

Xeloda ist eine vergleichsweise sehr verträgliche und dennoch gegen Darmkrebs häufig sehr wirksame Chemotherapie.

Das musst du zwar nicht wissen, aber dann solltest du dich mit solchen unqualifizierten Kommentaren vll. mal zurückhalten.

Und eine Chemotherapie z.B. mit Xeloda IST eine durchaus "richtige Behandlung", die die Chancen auf ein längeres gutes Leben verbessert. Keiner behauptet, dass das immer perfekt funktioniert, aber sehr häufig tut es das, was natürlich überhaupt nicht zu den -auch hier- gerne verbreiteten Verschwörungstheorien passt.

Tägliche Erfahrung hier und von vielen der Kollegen u.a. im Tumorboard.

Dem Fragesteller sei empfohlen, nach der unerfreulichen Krankenhausgeschichte vll. einen kompetenten niedergelassenen Onkologen zu konsultieren, quasi als Zweitmeinung.

Kommentar von elliellen ,

Ich glaube nicht, dass du hier beurteilen kannst, was qualifiziert ist und was nicht. Du solltest dich eher mit deinen Kommentaren zurückhalten, denn sie verunsichern nur den Fragesteller.

Ich glaube nicht, dass die Fragestellerin den Rat benötigt, ihren Arzt zu fragen, darauf wäre sie schon selbst gekommen. Im übrigen ist es auch weitaus besser, sich da anderweitig zu informieren, und zwar in verschiedene Richtungen.

Über die sehr umstrittenen Chemotherapien findet man genug Infos im Netz, dort kann sich die Fragestellerin gerne selbst informieren.

Kommentar von Wolfram1959 ,

@beamer: Keine Chemo ist schonend für den Körper. Hast du mal überlegt, wann Krebs beginnt? Genau. Wenn das Immunsystem nicht intakt ist. Und was ist die Nebenwirkung einer Chemo? Sie fährt das Immunsystem noch weiter runter. Nicht gerade sinnvoll, nicht wahr?


Liebe schulter1899: Schaut euch, wie @elliellen oder @sachsenmadel schon schrieben, nach ganzheitlichen Krebszentren um, denn deine Oma strebt doch sicher eine Heilung an und keine Lebensverbesserungsmaßnahme.


Ach und noch etwas: Dass die Chemo den Körper vergiftet ist eine Tatsache, die nicht mal Ärzte verneinen und keine Verschwörungstheorie!

Kommentar von pferdezahn ,

Googlt Mal gruendlich ueber Chemotherapie, und wie oft sie verbessert wurde (?), Die Chemo hat einen Heilungserfolg von laecherlichen 2,5% und nicht mehr, wurde von der Pharma nicht wesentlich verbessert und nur beibehalten wegen des riesigen Umsatzes (sehr gute Geldquelle). Die Chemo wurde schon in KZ's an Juden getestet, und bis heute hat sich daran nichts geaendert, was auch im Sinne der Pharmalobby ist, denn es werden ja noch Millionen damit verdient. Der Pharmalobby ist es gleich, wie viele krebskranke durch die Chemo geheilt werden, interessant fuer sie ist nur der Millionenumsatz.

Kommentar von pferdezahn ,

Googlt Mal gruendlich ueber Chemotherapie, und wie oft sie verbessert wurde (?), Die Chemo hat einen Heilungserfolg von laecherlichen 2,5% und nicht mehr, wurde von der Pharma nicht wesentlich verbessert und nur beibehalten wegen des riesigen Umsatzes (sehr gute Geldquelle). Die Chemo wurde schon in KZ's an Juden getestet, und bis heute hat sich daran nichts geaendert, was auch im Sinne der Pharmalobby ist, denn es werden ja noch Millionen damit verdient. Der Pharmalobby ist es gleich, wie viele krebskranke durch die Chemo geheilt werden, interessant fuer sie ist nur der Millionenumsatz.

Antwort
von Sachsenmadel, 11

Alles Gute für deine Oma. Man staunt manchmal, was ein Mensch alles ertragen und aushalten kann. Hoffentlich geht es jetzt aufwärts. Den Arzt sollte man verklagen, dazu braucht man aber am besten eine private Haftpflichtversicherung. Zur Chemo: vom Alter her finde ich es nicht unpassend. Viele Ärzte schwören darauf. Von einer Bekannten kenne ich auch etwas das Ganzheitliche Verfahren gegen Krebs statt Chemo. Aber das muss man selbst bezahlen und es kostet viel Geld. Wenn man es hat, dann kann man es empfehlen. So um die 10 Tausend Euro. Manchmal übernimmt die KK ein Teil der Kosten.

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