Frage von sonne123, 121

Notwendigkeit Krankentransport bei der KK vor Inanspruchnahme genehmigen lassen?

Hallo ihr Lieben,

meine Mutter hat seit einigen Tagen schlimme Blasenbeschwerden in Form von Schmerzen, häufiges Wasserlassen und Abgeschlagenheit. Nachdem ich gestern schon mal beim Hausarzt war, habe ich nun heute falls sich der Zustand noch weiter verschlechtern sollte vorsorglich fürs Wochenende eine Einweisung ins Krankenhaus sowie einen Krankentransportschein geben lassen (Krankentransport fachlich, welchen ich dann im Falle eines Falles über die Leitstelle anfordern soll) ......Muß so ein Transport von der KK generell vorher genehmigt werden oder kann ich mich darauf verlassen, das der Hausarzt für einen Transport sein OK gegeben hat? Ich hoffe, das sie es schafft, denn Montag früh haben wir einen Urologen Termin als Akutpatientin.

Danke und ein möglichst stressfreies Wochenende wünsche ich euch. Liebe Grüße

Anzeige
Antwort
von expermondo, 5

Hallo sonne123,

Schau mal bitte hier:
Krankenkasse Krankenhaus

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von RHWWW, 112

Hallo,

die Ausführungsbestimmungen wurden vor kzrzem verschärft. Danach sind auch Krankentransporte vorab von der Krankenkasse zu prüfen. Am besten per Fax oder Mail an die Krankenkasse senden.

Wenn man vorher keine Möglichkeit hatte, eine Genehmigung vonm der Krankenkasse einzuholen, kann das nicht zum Nachteil des Versicherten sein. Ob das hier vorliegt, kann ich nicht beurteilen.

Toi, toi, toi, dass der Transport nicht erforderlich wird.

Gruß

RHW

Kommentar von sonne123 ,

Das habe ich befürchtet. Wie lange soll denn so eine Genehmigung dauern? Ich denke, das ein Telefonanruf bei der Hotline nicht ausreichend ist und alles schriftlich vorliegen muß. Soll der Patient dann noch 2 oder 3 Tage abwarten bis die KK ihr Ok gibt? Was ist wenn so ein Fall am WE eintritt? Die AoK ist ganz sicher nicht besetzt. Man fordert doch nicht aus Lust und guter Laune einen Transport an, vor allem wenn es dem Patienten schon schlecht geht.... Alles in allem für mich unverständlich. Meine Mutter (81)  hat PS 1 und bedingt durch ihr Übergewicht und überstandenen Infarkt vor 5 Jahren nicht mehr so mobil, das wir sie selbst ins KH fahren könnten. Wenn es ihr gut gehen würde, ginge es gerade noch so, aber selbst da ist es schon schlecht. Bisher hält sie es mit Schmerztabletten noch aus und hoffe das ich die Einweisung umgehen kann. Warum muß alles noch komplizierter gemacht werden, als es so schon ist.. Für alles muß man kämpfen. Solange man alt und gesund ist, ist alles ok, aber wehe du brauchst Hilfe. Verlaß dich drauf und du bist verlassen....

Danke für deine Antwort, ein schönes Wochenende und liebe Grüße 

Kommentar von RHWWW ,

Wenn ein sofortiger Transport erforderlich ist, handelt es sich um einen Rettungstransport, der nicht genehmigt werden muss. § 60 SGB V

Wenn die Krankenkasse zwischen Ausstellung der Verordnung und Durchführung des Transports nicht erreichbar ist (auch nicht perTelefon/E-Mail), ist eine Genehmigung entsprechend § 13 Absatz 3 SGB V nicht erforderlich.

In allen anderen Fällen am besten schnellstmöglich die Krankenkasse kontaktieren und auf eine schnelle Entscheidung dringen. Es gibt auch Krankenkassen, die am Wochenende rund um die Uhr erreichbar sind. Eine gute Hotline hat in besonderen Situationen auch besondere Kompetenzen.

 

Kommentar von sonne123 ,

Danke für deine hilfreiche Antwort. Gut zu wissen im Falle eines Falles. Liebe Grüße 

Kommentar von RHWWW ,

Hallo,

Danke für den Stern!

Noch eine Ergänzung:

Wenn der Arzt auf der Verordnung A oder B angekreuzt hat, braucht man nie eine Genehmigung. Nur bei C ist eine Genehmigung erforderlich.

Wenn man die Verordnng in der Arztpraxis bekommt, am besten sofort prüfen, ob auch genau euiner der 3 Buchstaben angekreuzt ist.

Gruß

RHW

 

Kommentar von alegna796 ,

Mein Hausarzt hat mir nach der Untersuchung, als er  der Meinung war, dass ich nicht mehr selbst ins Krankenhaus fahren könne, sofort einen Taxischein ausgestellt. Die KK hat das ohne jegliche Beanstandung bezahlt.

Kommentar von RHWWW ,

Hallo Alegna,

ja, bei einer stationären Behandlung (Buchstabe A auf der Transportverordnung) braucht der Krankentransport vorher nicht genehmigt zu werden.

Gruß

RHW

Kommentar von StephanZehnt ,
Antwort
von Renate1903, 87

Du hast eine Einweisung und einen Krankentransportschein, mehr brauchst Du nicht. Dein Hausarzt sieht die Notwendigkeit des Transports ein, daher ist keine separate Genehmigung der Krankenkasse notwendig. Wenn Deine Mutter wieder aus dem Krankenhaus entlassen wird, soll sie gleichfalls um die Ausstellung eines Transportscheins dort direkt bitten.

Bei einem stationären Aufenthalt oder ambulanten Operationen, nach denen der Patient nicht gehfähig ist, zahllt immer die Kasse. Bei ambulanten Untersuchungen nicht. Sollte Deine Mutter in einem solchen Fall keine Möglichkeit haben, dorthin zu kommen, muß sie auf Verwandte/Freunde/Taxi etc. zurückgreifen.

NACH vorheriger Genehmigung zahlen Kassen nur Fahrdienste, die Chenmotherapiesitzungen oder Dialysebehandlungen umfassen, das ist in der Regel aber kein Problem. Gute Besserung für Deine Mutter.

Antwort
von alegna796, 86

Der Krankentransport muss von der Kasse nicht genehmigt werden. Das entscheidet der Arzt. Allerdings muss man die 10 € Zuzahlung tragen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community