Frage von coeurdours,

Nochmal Frage zu meinen Ängsten.

Ich hatte bereits hier eine Frage gestellt nämlich ob das mit meinen Ängsten noch normal ist. Zurzeit ist es so da gibt es eigentlich keine Minute in der ich nicht an meine Angst denke bzw an das wovor ich angst habe. Mir fällt fast jede Woche etwas neues ein an dem ich mich festklammere. Ich brauch nur etwas hören was einem mal passiert ist oder was passieren könnte wenn und schon spielt meine Fantasie verrückt. Wenn ich mich dann richtig hinein steiger, fängts an damit dass ich anfange zu weinen oder zitter.. also ich werde dann fast hysterisch .. wie kann sowas überhaupt enstehen ? Also das man so krankhaft ängstlich wird?

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo coeurdours,

Schau mal bitte hier:
Psyche Angst

Antwort
von Nelly1433,

Hier wird es sehr gut erklärt:

Angst-Entstehung Normalerweise verfügt jeder Mensch über die Bereitschaft, Angst zu erleben. Ob und wann diese Bereitschaft zu richtiger Angst wird, ist dagegen von Person zu Person unterschiedlich. Einige Menschen verkraften auch Extremsituationen (wie lebensgefährliche Unfälle, Entführungen, Vergewaltigungen, Misshandlungen), ohne anschließend unter vermehrter Angst zu leiden; andere wiederum trauen sich nicht mehr unter Menschen, nachdem sie sich durch eine für andere banal wirkende Bemerkung tödlich gekränkt fühlten. Vermutlich liegt das persönliche Ausmaß an "Angstbereitschaft" teilweise schon bei der Geburt fest ("Temperament"). Dabei ist unter "Angstbereitschaft" die Art und Weise zu verstehen, wie ein Mensch auf neue, ihm unbekannte Reize reagiert (z.B. durch eine Alarmreaktion im Sinne von Angst oder durch neugieriges, vielleicht sogar lustvolles Untersuchen des neuen Reizes).

Ob sich die Angstbereitschaft vergrößert, gleich bleibt oder abnimmt, hängt wesentlich davon ab, wie die wichtigsten Bezugspersonen des Kindes mit eigenen und fremden Ängsten umgehen. Wenn es den Bezugspersonen gelingt, dem Kind Vertrauen in sein eigenes gutes Funktionieren und das Funktionieren der Welt zu vermitteln, wird es möglicherweise zu einem überwiegend mutigen (gelasseneren) Menschen heranwachsen. Handelt es sich dagegen um Bezugspersonen, die selbst mit großer Unsicherheit und Angst auf Neues reagieren, wird dies auch das Kind prägen. Nach heutiger Ansicht erlernen Kinder schon in den ersten Tagen und Monaten ihres Lebens "Kompetenz im Umgang mit Gefühlsregungen". Gelingt es den Bezugspersonen, ein erregtes (ängstliches) Kind zu beruhigen, spürt das Kind, dass sich Erregungszustände regulieren lassen. Ohne eine solche (wiederholte) Erfahrung bleibt es körperlichen Erregungen (Symptomen) möglicherweise lebenslang hilfloser ausgeliefert. Später reichen oft geringfügige Anlässe, um das ohnehin schon hohe Erregungsniveau so weit zu steigern, dass es in massive Angst umschlägt. Dann müssen Ärzte und Therapeuten durch "beruhigendes Einwirken" die Betroffenen gleichsam "nachschulen". In den Familien Angstkranker findet man oft eine regelrechte Angst-Tradition, die sich über mehrere Generationen hinweg erstreckt.

Wenn Menschen mit hoher Angst- bzw. Erregungsbereitschaft nicht gelernt haben, sich selbst zu beruhigen, können auch schon leichtere Reize (Schwindel, Herzrasen, Atemnot, Muskelschwäche, Kribbeln, Missempfinden, "Kloß im Hals", Schweißausbrüche, schmerzhafte Muskelverspannungen) Angst und Unsicherheit auslösen. Dafür genügen mitunter bereits Hungergefühle (!), kleinere Infekte, innere Anspannung oder schlichtweg Bewegungsmangel, die vom Betreffenden als eigentliche Ursachen nicht erkannt werden. Schnell stellt sich die katastrophisierende Vorstellung ein, schwer erkrankt zu sein, möglicherweise sogar sterben zu müssen oder verrückt zu werden. An dieser Stelle könnten gelassene und Vertrauen spendende Bezugspersonen mitunter den beginnenden Teufelskreis (= Link, bitte anklicken!) noch durchbrechen. Statt dessen werden aber oft Notärzte oder Krankenhäuser bemüht, die der Situation einen noch dramatischeren Anstrich verleihen und die Gefährlichkeit des Geschehens scheinbar unterstreichen. Da die medizinischen Autoritäten in aller Regel die Angst nehmen können (notfalls mit Hilfe einer Beruhigungsspritze), schnappt die Falle zu. Bei erneuten Ängsten werden sich die Betreffenden noch rascher in ärztliche Behandlung geben, zugleich werden sie aber auch immer abhängiger von anderen.

Neben dieser für "psychosomatische" Ängste typischen Entwicklungsgeschichte gibt es auch Ängste, die durch ein Ereignis ausgelöst werden, das bei den meisten Menschen Angst erzeugen würde (Naturkatastrophen, schwere Verkehrsunfälle, Entführungen, Misshandlungen, Vergewaltigungen). Ängste diesen Ursprungs sind meist Teil einer sogenannten posttraumatischen Belastungsstörung.

Der Ursprung mancher Ängste bleibt mitunter auch verborgen, etwa wenn der auslösende Reiz durch Zufall mit einem anderen Angstereignis gekoppelt wurde, ohne dass man sich im Nachhinein daran erinnert. Wer Zeuge eines furchtbaren Unfalls war, kann beispielsweise im weiteren Verlauf seines Lebens auf das Läuten von Kirchenglocken mit starker Angst reagieren, wenn im Augenblick des Unfalls solche zu hören waren. Ähnlich kann sich Angst mit der Farbe rot verknüpfen, wenn ein Unfallauto eine solche Farbe hatte.

Bei Menschen mit hoher Angstbereitschaft tendieren Ängste dazu, sich zu verstärken. Denn diese Personen suchen regelrecht nach Bestätigung ihrer Sorgen. Fast alles war passiert, passt dann in das Angstschema und bestätigt die (scheinbare) Richtigkeit der Angsterwartung. Auch Vermeidung fördert Ängste, da die hilfreiche Erfahrung, Ängste bewältigen zu können, immer seltener wird.

Bitte weiterlesen unter http://www.angst-auskunft.de/AAA_Angst-Entstehung_Panik-Entstehung.htm - Hier gibt es auch Tests.

Antwort
von AlmaHoppe,

Hallo...

Angst hat jeder mal im Leben.Steht das Gefühl der Angst aber bei Dir dermaßen im Vordergrund,dass das alltägliche Leben in vielen Bereichen stark eingeschränkt ist,ist die Angst wahrscheinlich krankhaft. Angststörungen können sich zum Beispiel durch eine Verhaltenstherapie deutlich bessern!

Auf jeden Fall kann Dir geholfen werden.Je länger aber eine Angststörung besteht,desto schwieriger wird die Therapie.Daher würde ich Dir raten so schnell wie möglich einen vertrauenswürdigen Arzt aufzusuchen.Versuche auf keinen Fall die angstauslösende Situation zu vermeiden um die Angst in den Griff zu bekommen.Das ist keine Dauerlösung.

Also so schnell wie möglich zum Arzt und herrausfinden um welche der vielen Angststörungen es sich bei Dir handeln könnte!

Meine Vermutung(keine Diagnose denn ich bin Laie) das es sich bei Dir um eine " Generalisierte Angststörung" handeln könnte würde ich anhand Deiner Beschreibung schließen ! Denn bei dieser Art der Angsstörung wird das ganze Leben von einer dauerhaften Angst bestimmt !!! Und das scheint mir bei Dir ja der Fall zu sein !!!

Alles Gute von AH

Antwort
von Pantomimien,

Ich versuche es mal zu erklären. Wenn man denkt, werden im Gehirn chemische Stoffe ausgeschüttet. Diese wandern mit ihrer Botschaft zu den Zellen und bewirken dort die von dir festgestellte Reaktion. Es kann entweder Freude sein, Angst, Erregung und so weiter. Du kannst einen Gedanken im Kopf formulieren und der Körper reagiert darauf. Nur mal so zum Spaß: Denk an ein leckeres Essen oder an eine heisse Liebesnacht. Dein Körper wird reagieren, auch wenn du es nur denkst. Und so ist es auch mit deinen Angst Gedanken. Wenn du so denkst, dann hast du Angst. Ganz klar. Du hast es also mit viel Übung im Griff, diese Gedanken nicht mehr zu denken. Das ist schwer, zugegeben, aber es geht. Auch hier ist es wie überall im Leben Üben Üben Üben. Versuche bewusst positiv zu denken und jedesmal wenn du einen Angst Gedanken hast, dann schieb einen anderen Gedanken davor um dich abzulenken. Jedesmal. Und irgendwann werden die Angstgedanken wirklich weniger werden.

Antwort
von Amsel1,

Das mag schon sein das du ein ängslicher Mensch bist .also mehr Angst hast als andere.Hast vielleicht mal unbewusst was schlimmes erlebt.

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