Frage von Lexi77, 143

Nochmal Bauchspiegelung?

Hallo zusammen!

Mein Bauch macht mir trotz starker Schmerzmittel zur Zeit wieder zunehmend Probleme. Seit Ende Dezember werden die Schmerzen wieder allmählich immer schlimmer. Das sind richtig stechende, ziehende Schmerzen und die sind wie bisher genau an einer Stelle im linken Oberbauch lokalisiert. Im Moment sind die Schmerzen wieder extrem stark (auf der Skala von 1-10 im Bereich von 8-9). Besonders werden die Schmerzen durch Bewegung und Belastung verstärkt. Ich werde sogar nachts wach, wenn ich mich im Bett umdrehe, weil das so weh tut. Und wenn die Schmerzen ganz stark sind, dann wird auch der Bauch an dieser Stelle für eine kurze Zeit ganz hart. Vor lauter Schmerzen wird mir auch immer zwischendurch übel.

Erstmals aufgetreten waren die Schmerzen ja im letzten Jahr nach einer schweren Bauchfellentzündung (die war im Januar). Danach hatten sich massive Verwachsungen gebildet und die Schmerzen ausgelöst. Als die Verwachsungen im Juni operativ entfernt waren, waren auch die Schmerzen weg. Aber leider nur für 2 Monate, danach ging das ganze wieder los. Wieder die gleichen Schmerzen und wieder genau an derselben Stelle. Deshalb entschieden sich die Ärzte da nochmal zu einer Laparoskopie um zu sehen, ob das wieder Verwachsungen sind. Die wurde Ende August gemacht. Nach Aussage der Ärzte waren nur ganz geringe Verwachsungen zu erkennen. Mein Gastroenterologe meinte auch, dass die Schmerzen eigentlich nichts mit der PEG zu tun haben können.

Nach der letzten OP waren die Schmerzen auch nur leicht gebessert und wurden nach und nach auch wieder stärker. Ich bin ja schon in schmerztherapeutischer Behandlung und medikamentös eingestellt (aktuell Targin (Oxycodon ret.,) 3x/tgl.; zusätzlich Oxycodon akut bis zu 3x/tägl. als schnellverfügbares Medikament). Ich mache selber auch Entspannungsübungen und bekomme auch Osteopathie. Auch Wärme habe ich schon versucht, aber die verschlimmert das noch. Akupunktur hat leider auch nicht geholfen. Ultraschall, und CT wurde gemacht, da hat man aber nichts gesehen, ebenso Magen- und Darmspiegelung.

Alle sind jetzt irgendwie ratlos. Aber sowohl meine Schmerztherapeutin als auch der Osteopath sind der festen Überzeugung, dass da irgendwas sein MUSS, da der Schmerz eben so genau und punktuell lokalisierbar ist. Und sie können auch fühlen, dass da irgendwie eine Verhärtung oder sowas ist. Am Montag stand dann auf einmal die Aussage im Raum, dass man eigentlich nochmal reinsehen müsste, um zu sehen, was da in meinem Bauch los ist. Aber das würde ja wieder OP bedeuten (auch wenn das so deutlich keiner gesagt hat). Und ich will nicht schon wieder operiert werden, hatte ja im letzten Jahr 4 OPs, die Letzte (Schilddrüse) erst im Dezember. Und es heißt ja auch, dass jede neue OP die Gefahr von neuen Verwachsungen erhöht... Aber andererseits wäre ich froh, wenn die vielleicht endlich finden würden, woher die Schmerzen kommen.

Was meint ihr denn? Würdet ihr euch nochmal operieren lassen? Oder lieber eher nicht?

Danke und LG

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von bobbys, 122

Liebe Lexi,

wenn man solche schmerzen hat,wie du sie hier beschreibst trotz der guten Schmerzmittel,sollte man auf jeden Fall nach schauen lassen. Man sollte auch an seine Lebensqualität denken ,zumal du doch schon sehr viel davon einbüßen musstest. Ich würde auch nicht mehr lange damit warten ,denn so wie du es beschreibst kann da in kürzester Zeit ein Akutes Abdomen draus werden inclusive Bauchfellentzündung. Letztendlich entscheidest du ,aber du solltest es genaustens abwägen.

LG bobbys

Kommentar von Lexi77 ,

Danke dir für deine Antwort. Ja du hast recht, die Lebensqualität leidet schon deutlich. Immer wenn man was vor hat, muss man sich vorher fragen "schaff ich das überhaupt?". Ganz zu schweigen von Dingen, die man aufgrund der Schmerzen nicht machen kann.

Wie kommst du auf die Vermutung, dass sich eine Bauchfellentzündung daraus entwickeln kann? Das will ich auf keinen Fall! Es ist ja heute auf den Tag genau ein Jahr her, dass ich die schlimme Bauchfellentzündung hatte und die Ärzte gerade noch rechtzeitig reagiert und mich operiert haben. (Heute ist also quasi mein 2. Geburtstag).

Heute sind die Schmerzen wieder sehr schlimm. Aber ich wollte heute nicht zum Krankenhaus, weil da übers Wochenende ja sowieso normalerweise nichts läuft. Und die Schmerztherapeutin konnte ich nicht erreichen. Deshalb war ich dann nochmal beim Hausarzt und der hat mir noch ein schnellwirksames starkes Schmerzmittel verschrieben. Er meinte, wenn das helfen würde, könnte ich mir das Krankenhaus ggf. sparen. Aber bei dem Preis, den mir die Apothekerin sagte, verging mir der Schmerz fast automatisch! :-o 467 €!!! Das ist ja echt Wahnsinn... "Schön", wenn man solche Beträge immer erst mal selber bezahlen muss. Aber wenn es wenigstens hilft, wäre mir das noch egal. Aber das bleibt jetzt abzuwarten. Aber wenn es spätestens Montag nicht besser ist, werde ich mich wohl überwinden müssen und ins KH gehen müssen... :-(

LG, Lexi

Kommentar von bobbys ,

Hallo Lexi ,ich komme darauf weil du ja geschrieben hast das du sehr starke schmerzen hast und dein Bauch "Hart" wird .Dies ist sehr charakteristisch für eine Bauchfellentzündung(Peritonitis) durch die vermehrte Abwehrspannung kann es dann zu einem sehr harten Bauch kommen ,das Akute Abdomen.Die Bauchfellentzündung ist ein Symptom ,ich empfehle dir darauf zu achten ob eine Abwehrspannung vorliegt und dein Bauch Bretthart wird ,das kann an einer Stelle beginnen. Und Alles Gute ,vorallem Gesundheit zum 2.Burzeltag von mir .LG bobbys

Kommentar von Lexi77 ,

Hallo Bobbys, aber müsste nicht als Auslöser für eine Bauchfellentzündung irgendeine Entzündung vorliegen? Meine Blutwerte wurden gerade letzte Woche bestimmt und die Entzündungswerte waren alle in Ordnung. Nur Hb, Hkt und Eisen waren etwas erniedrigt (ist bei mir aber bekannt und kommt öfter vor). Wenn mein Bauch so hart wird, dann hält das auch immer nur kurz an. Also wenn ich dann in so einer Situation zum Arzt oder Krankenhaus fahren würde, dann wäre das bis ich dann drankomme auch schon wieder weg...

Kommentar von bobbys ,

nein das kann von jetzt auf gleich kommen ,deshalb akutes Abdomen auch wenn die Werte letzte Woche noch okay waren.Du solltest dich jetzt nicht verrückt machen ,sondern es einfach nur mal im Hinterkopf haben ,falls sich dein Zustand rapid verschlechtert.LG

Kommentar von Lexi77 ,

O.k. danke. Ich habe mich jetzt sowieso entschieden das Wochenende - wenn möglich - abzuwarten und irgendwie zu überstehen und mich dann Montag morgen gleich mit der Schmerztherapeutin (die ist an der Klinik in die ich sowieso gehen würde) in Verbindung zu setzen. Aber deinen Tipp werde ich auf jeden Fall im Hinterkopf halten. Danke! LG

Kommentar von bobbys ,

Gern geschehen:)

Kommentar von bobbys ,

Vielen Dank für den Stern:)

Kommentar von Lexi77 ,

Gern geschehen ;-)

Antwort
von walesca, 98

Hallo Lexi!

Ich werde sogar nachts wach, wenn ich mich im Bett umdrehe, weil das so weh tut. Und wenn die Schmerzen ganz stark sind, dann wird auch der Bauch an dieser Stelle für eine kurze Zeit ganz hart. Vor lauter Schmerzen wird mir auch immer zwischendurch übel

Solche Beschwerden kenne ich eigentlich nur aus meiner Zeit mit dem Zwerchfellbruch! Da hatte sich der Magen öfter darin festgeklemmt und tat dann höllisch weh. Trotz Magenspiegelungen wird so ein Bruch oft übersehen, denn nicht alle Ärzte achten darauf. Lexi, sprich Deinen Gastrologen doch bitte auch mal auf diese mögliche Spur an! Dies möchte ich Dir nur als einen Denkanstoß nennen. Wenn absolut niemand etwas Konkretes findet, wäre ggf. ein Test mit Bioresonanz sinnvoll. Schau mal in meinen Tipp. Damit bin ich schon so manchen Beschwerden auf die Schliche gekommen!! "Kopf hoch und nicht aufgeben!!"

http://www.gesundheitsfrage.net/tipp/chronische-infekte-unklare-beschwerden-bio-... (bitte alle Ergänzungen lesen!)

Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute! LG walesca

Expertenantwort
von StephanZehnt, Community-Experte für Schmerzen, 90

Hallo Lexi,

wenn die Chance besteht das man endlich das Problem findet, würde ich Dir schon zur OP raten. Denn so wie Du es im Moment beschreibst ist es auch kein Leben! Es ist ja nicht nur das man durch die Schmerzen körperliche Probleme hat.. So etwas geht auch massiv an die Psyche.

Nun aber letztlich kannst nur Du ja oder nein sagen! Ich kann Dir nur die Daumen drücken das dies endlich abgeklärt wird!

Alles Gute Stephan

Kommentar von Lexi77 ,

Danke für deine Antwort. Wenn man mir versichern könnte, dass es nach einer möglichen OP besser ist, dann würde ich das wahrscheinlich trotz aller Bedenken sofort machen lassen. Aber leider - so sagte es auch die Schmerztherapeutin - kann mir keiner garantieren, dass es nach einer erneuten Bauchspiegelung auch wirklich besser wäre...

LG, Lexi

Kommentar von StephanZehnt ,

Hallo Lexi ,

ich habe auch einmal eine OP abgelehnt da ging es aber nicht ganz um so schwerwiegende Dinge wie bei Dir. Es ist leider so das wir selten in solchen Fällen eine Garantie bekommen. Da bleibt zumeist nur die Hoffnung das es besser wird. Ja und Hoffnung kann schon viel sein.

Nun Gestern habe ich wieder einmal Domian angeschaut WDR da hat eine Frau angerufen... Brustkrebs nach zwei, drei Operationen wollte sie einmal eine alternative Behandlung versuchen. Nun es hat sich verschlechtert ..sie hat inzwischen Knochenmetastasen.

Nun ich hoffe das es bei Dir doch vorwärts geht ...

LG Stephan

Antwort
von Irene1955, 66

Ich kann gut verstehen, dass du so langsam "die Schnauze voll" hast von OPs. Und es ist natürlich auch richtig, dass jede OP weitere Verwachsungen verursachen kann (!) - aber in deinem Fall würde ich auch dafür plädieren.

Alternativ könntest du noch die Meinungen von anderen Ärzten einholen. Schließlich hat jeder so seine Fachbereiche und was der eine nicht so genau weiß, ist für den anderen möglicherweise vollkommen klar. Das müsstest du entscheiden. Denn eine neue "Ärzterunde" bedeutet natürlich auch, dass du wahrscheinlich noch eine ganze Weile länger mit diesen Schmerzen leben müsstest - was natürlich auch eine ganz schöne Belastung ist.

Wie auch immer du dich entscheidest, ich drücke dir die Daumen, dass dein Leidensweg bald ein Ende haben wird und es dir wieder gut geht!

Kommentar von Lexi77 ,

Danke auch dir für deine Antwort. Die Idee mit Meinungen von anderen Ärzten hatte meine Schmerztherapeutin zuerst auch, meinte aber dann, dass das auch keine optimale Lösung wäre. Wie sagte sie so schön "wenn man zwei Ärzte fragt, bekommt man 3 Meinungen" ;-) (und das aus dem Mund einer Ärztin...) Und der Zeitfaktor ist in der Tat nicht unerheblich, bei den Wartezeiten, die man teilweise bei den Ärzten hat, sogar als Privatpatient.

Sie hatte ja auch daran gedacht, mich nochmal dem Chirurgen, der mich im August operiert hatte vorzustellen. Der ist an derselben Klinik. Ich denke, das wäre auch ein perfekter Fachmann, der steht nämlich auch auf der Focus-Liste der Top-Ärzte für die Bauchchirurgie. Aber da war ich ja im November auch schon und da meinte er noch, er hätte da im August bei der Spiegelung nicht maßgebliches gesehen und könne sich nicht vorstellen, dass da jetzt was wäre. Aber andererseits müssen die Schmerzen ja irgendwo herkommen...

Mal sehen, wie ich das Wochenende überstehe und Montag werde ich auf jeden Fall wieder die Schmerztherapeutin kontaktieren.

LG

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