Frage von kelly77, 305

Nickelallergie? Zahnspange???

Guten Abend,

leider habe ich trotz loser Zahnspange in der Kindheit einen etwas "störrischen" Eckzahn und einen ebenfalls leicht aus der Reihe tanzenden Schneidezahn. Ich habe mich jetzt erneut zu einer Zahnspange entschlossen. Da für mich aus beruflichen Gründen nichts Sichtbares in Frage kommt schwanke ich zwischen Lingualtechnik und Invisalign.

Übermorgen habe ich meinen nächsten Termin beim KFO und muss meine Entscheidung mitteilen. Grundsätzlich würde ich momentan zur Lingualtechnik tendieren, da das etwas schneller geht und ich mich nicht so auf die Tragezeit pro Tag konzentrieren müsste, aber jetzt ist mir eingefallen, dass ich als Kind eine Allergie auf Nickel hatte. Seitdem merke ich eigentlich nichts mehr und ich muss sagen, obwohl ich recht viel Modeschmuck trage. Ist der Modeschmuck inzwischen einfach nur nickelfrei oder kann es sein, dass die Allergie "überwunden" ist? Kann ich mir eine linguale Zahnspange trotz Nickelallergie verpassen lassen oder ist das Risiko einer allergischen Reaktion zu hoch?

Mir ist das mit der Allergie blöderweise erst jetzt in den Sinn gekommen, weshalb sich ein Allergietest beim Hautarzt nicht mehr ausgehen wird. Ich werde das Ganze mit meinem KFO zwar noch besprechen, aber da ich keine ärztliche Zweitmeinungen mehr einholen kann, würde ich mich hier über alle Meinungen, Infos, etc. freuen! Danke schon mal!

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Nelly1433, 271

Es scheint wirklich immer noch Nickel in Zahnspangen Verwendung zu finden. Allerdings soll er keine Allergien auslösen. Trotzdem würde ich sicherheitshalber mit dem Zahnarzt darüber sprechen.

Nickel in Zahnspangen – erhöhte Allergiegefahr?

Datum: 05.07.2012 | Kategorie: MedizinVon: T.K.

Täglich gelangen Nickelionen aus der Zahnspange in den Mund und werden vom Körper aufgenommen. Doch begünstigt dieser Transfer auch den Ausbruch einer Nickelallergie? Eine aktuelle Studie gibt nun Entwarnung.

Eine statistische Erhebung der Initiative proDente e. V. hat es unlängst bestätigt: Die Attraktivität eines Menschen wird primär anhand gepflegter Zähne beurteilt (43,5 %). Ein strahlendes Lächeln wird mit Vitalität und Gesundheit assoziiert und gilt ferner auch im Berufsleben als vorteilhaft. Wen wundert es da, dass sich rund 70 Prozent der deutschen Bevölkerung mindestens einmal im Leben einer kieferorthopädischen Behandlung mittels Zahnspange unterziehen, um vorhandene Kiefer- oder Zahnfehlstellungen zu korrigieren?

Doch Vorsicht: Die zahnmedizinischen Apparaturen enthalten bis zu 50 Prozent Nickel. Zudem können täglich 22 bis 40 Mikrogramm Nickel in die Mundhöhle abgegeben werden. Erhöht das Tragen einer Zahnspange also die Wahrscheinlichkeit, an einer Nickelallergie zu erkranken? Dermatologen der Klinik für Dermatologie und Allergologie der Dr. Horst Schmidt Kliniken in Wiesbaden gingen nun genau dieser Frage nach.

Nickelallergie: Kein erhöhtes Risiko durch Zahnspangen

In einer klinischen Studie untersuchten die Mediziner 30 Zahnspangenträger sowie 140 Probanden ohne entsprechende kieferorthopädische Behandlung in der Vorgeschichte auf eine Nickelallergie – getestet wurde zum Beginn der Studie sowie nach einem Jahr. Das Ergebnis: Nach zwölf Monaten litten etwa 23 Prozent der Zahnspangenträger an einer Nickelallergie, jedoch ohne entsprechende Symptome im Mundraum aufzuweisen. In der Kontrollgruppe wurden rund 20 Prozent der Teilnehmer positiv auf eine Nickelallergie getestet. Somit konnte kein erhöhtes Sensibilisierungsrisiko durch das Tragen einer Zahnspange nachgewiesen werden, lautete das Fazit von Prof. Dr. Christiane Bayerl, Wiesbaden, auf dem 6. Allgemeinmedizin-Update-Seminar im Mai 2012.

Angesichts dieser besorgniserregenden Zahlen, die etwa jedem vierten bis fünften Jugendlichen eine Nickelallergie attestieren, lassen sich jedoch eindeutige Mängel in der Umsetzung der EU-Direktive zur verminderten Verwendung von Nickel vermuten. Hier gilt es, bestehende Lücken zu schließen und eine konsequente Durchführung zu gewährleisten – zum Wohle der Gesundheit.

Quelle: http://www.nickelfrei.de/wissenswertes/medizin/singleview/article/nickel-in-zahn...

Antwort
von Mahut, 180

Ich denke mal das in Zahnspangen kein Nickel verarbeitet wird, es wird bestimmt ein Chirurgenstahl verarbeitet, aber du hast ja geschrieben, das du das noch mit deinem Arzt besprechen willst.

Antwort
von DrDelventhal, 160

Ich empfehle die Behandlung zu verschieben bis durch einen Allergietest geklärt ist, ob tatsächlich eine Nickelallergie vorliegt und in der Zwischenzeit sich erkundigen, ob es garantiert nickelfreie Zahnspangen gibt.

Im Modeschmuck darf schon seit längerem kein Nickel mehr verwendet werden.

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