Frage von menssana, 33

Nichtkleinz. Lungenkarzinom plus Lymphangiosis

Hallo, es geht um eine Patientin, 84 Jahre. Anfang letzten Jahres wurde die Diagnose "Nichtkleinzelliges Lungenkarzinom" gestellt und mittels einer Strahlentherapie behandelt. Vor wenigen Tagen wurde Ihr dann im Rahmen einer Nachuntersuchung mitgeteilt, dass ein gleichgroßer (Wortsperre: Name) bei neu aufgetretener Lymphangiosis ermittelt worden wäre. Metastasen wurden keine bemerkt. Schlecht differenziertes nicht-verhorntes Plattenepithelkarzinom G3, Tumorstadium cT2a cN0(CT) MO, IASLC-Stadium I B, Karnofsky-Index 70%, mittlerer Allgemeinzustand, ansprechbar und zu allen Qualitäten orientiert Dauer-Diagnosen: COPD Gold-Klasse 2, Zustand nach Mitralklappenrekonstruktion in 03/10, Paroxysmales Vorhhofflimmern, Nephrektomie rechts in 1978, Zustand nach Radiojod-Therapie bei Hyperthyreose, Kardiovaskuläre Risikofaktoren: arterielle Hypertonie Sowohl die behandelnden Ärzte im Krankenhaus, als auch die Patientin selber, scheinen nicht sicher zu sein, ob nun eine OP plus nachfolgender Chemotherapie angebracht ist. Meine Fragen: a) was raten die Experten hier im Forum? b) welche alternativen Heilmethoden kommen evtl. in Frage? Für Antworten: vielen Dank im Voraus!

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von elliellen, 20

Hallo!

Im fortgeschrittenen Alter ist Krebs leider keine Seltenheit. Ich weiß nicht, ob sie eine Angehörige der Patientin sind, dann kann ich nur raten, in der Nähe ein Krebszentrum für ganzheitliche Onkologie aufzusuchen, dort könnte von den Ärzten eine auf sie abgestimmte Bahandlung besprochen werden. Gerade bei älteren Menschen muß gut überlegt werden, welche Behandlung am verträglichsten ist. Dass keine Metastasen vorhanden sind, ist schon mal gut. Von einer Chemotherapie würde ich abraten, diese ist sehr umstritten und würde bei der Dame sicherlich eine unnötige Tortour sein. Chemotherapien können nicht zwischen bösartigen und gesunden Zellen unterscheiden und vergiften so den gesamten Körper, nicht selten sterben Menschen an der Chemo und nicht am Krebs.

Auch eine REHA nach der Behandlung kann ich sehr empfehlen. Am besten in einer Klinik für ganzheitliche Medizin. Durch gezielte Immunstärkung, Ernährungsumstellung und weitere Anwendungen wird die Chance auf Heilung erhöht und Rezidive werden so oft vermieden.

Alles Gute

Hier habe ich mal einen Tip dazu hineingestellt:

http://www.gesundheitsfrage.net/tipp/krebs-sollte-ganzheitlich-betrachtet-und-be...

Kommentar von menssana ,

Vielen Dank für die Antwort! Krebszentren gibt es hier in der Nähe (Herne und Uniklinik Essen). Eine onkologische Praxis, die angibt, ganzheitlich zu behandeln habe ich gerade im Internet gefunden. Werde gleich mal dort anfragen. Viele Grüße, M.

Kommentar von elliellen ,

Das ist gut. Ich wünsche ganz viel Kraft, das braucht man. Ich habe es selbst vor einiger Zeit bei meiner Mutter erlebt, aber es lohnt sich, wenn man als Angehöriger alles durchforstet, das beste heraussucht, auch wenn man ab und an an den eigenen Grenzen angelangt ist. Am Ende lohnt sich der Aufwand meistens und das ist es, was zählt. ALLES LIEBE für euch

Kommentar von menssana ,

Vielen Dank für deine Mühe. Das ist wirklich sehr nett und hilfreich. Für mich bleibt jetzt noch das größte Problem: meine Mutter zu überreden das sie zu dem Thema in der onkologischen Praxis mitkommt. Viele Grüße und alles Gute, M.

Antwort
von GeraldF, 17

Das kann man trotz der umfangreichen Information, die Sie liefern, nicht aus der Ferne beurteilen.

Bezieht sich das aktuelle Tumorstadium IB auf das Rezidiv, also den jetzigen Zustand, oder haben Sie hier das Stadium bei Diagnosestellung vor einem Jahr angegeben ? Formal wird bei einem Tumorstadium IB bei einem NSCLC ein radikal operatives Vorgehen empfohlen, aber es kann Faktoren geben (bzw. gegeben haben), die dieses Vorgehen praktisch unmöglich machen. Wie gesagt, von hier aus kompetent nicht zu beantworten.

Kommentar von menssana ,

Vielen Dank für die Antwort! Das aktuelle Tumorstadium IB bezieht sich auf den jetzigen Zustand, Ich habe es aus dem Krankenhaus-Entlassungsbericht von vor wenigen Tagen abgeschrieben.

Antwort
von Trequanda, 15

Hallo menssana,

die ganzen Befunde sind ja nun eine echte "Wundertüte"... und ich kann verstehen, daß bei der Vielzahl der Probleme die Frage einer Op mit nachfolgender Chemo schwer zu beantworten ist. Anbetrachts des Alters der Patientin könnte man auch überlegen, das Ganze sein zu lassen. Erfahrungsgemäß ist die Stoffwechselaktivität im hohen Alter deutlich reduziert und damit auch das Tumorwachstum. Eine alternative Behandlung finde ich allerdings auch gut, aus meiner Sicht würde ich sie zu einem TCM-Therapeuten schicken, der auch Kräutermedizin anwendet. Gute Therapeuten findest Du unter: www.agtcm.de (Therapeutensuche). Alles Gute!

Antwort
von brido, 12

Die Patientin ist vermutlich schon mit allem eingedeckt was die Schulmedizin zu bieten hat, ich wäre mir (ihr) keine falschen Hoffnungen machen.

Antwort
von rosaglueck, 9
  • Misteltherapie
  • Schilddrüseneinstellung mit SD-Hormon Thyroxin

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