Frage von Stef85, 78

Neuer Partner mit Anpassungsstörung, was kann ich tun?

Ich hoffe mir (31) kann jemand helfen. Ich bin seit 7 Wochen mit meinem Partner (35) zusammen. Und bisher waren wir sehr glücklich, einfach frisch verliebt. Er sagte mir kurz nachdem wir zusammen gekommen sind, dass er an einer Anpassungsstörung leidet, die er aber sehr gut unter Kontrolle hat. Über Weihnachten haben wir meine Familie besucht. Dies ist jetzt 5 Tage her. Zuletzt haben wir uns am 26. morgens gesehen. Er hat mir erzählt, dass er in den letzten Tagen sehr schlecht schläft und war Mittwoch so kaputt, dass er unsere Verabredung auf den nächsten Tag verschoben hat und sagte mir, er würde direkt nach dem aufstehen zu mir kommen. Ich habe nichts von ihm gehört am nächsten Tag. Er sagt mir dann, sein Akku war leer und er war mit seiner Mutter unterwegs und würde später noch zu seinem Kollegen fahren. Ich war sehr traurig und enttäuscht. Nun schrieb er mir heute, dass er mehr Luft brauch und es ihm zu eng wird. Ich weiß einfach nicht wie ich mich verhalten soll. Er fehlt mir einfach. Ich bin nicht in einer Partnerschaft um alleine zu sein. Ich würde ihm einfach gern helfen. Vielleicht hat jemand Erfahrungen mit einer ähnlichen Situation. Ich kann nicht einfach nichts tun.

Antwort
von Winherby, 67

Da scheint ihm der Familienbesuch wohl nicht gut bekommen zu sein, war wohl noch zu früh für ihn.

Dass Du in einer Partnerschaft nicht allein sein willst ist verständlich, aber wenn Du ihn wirklich liebst, dann gib ihm doch noch etwas Zeit. Ihn zu etwas zu drängen, dass er aus seinem Empfinden heraus nicht mag, wäre wohl das Falscheste und würde seine Störung sicher verstärken.

An Deiner Stelle würde ich mich vorerst nicht mehr bei ihm melden, er wird das in seiner Krankheit als aufdringlich empfinden. Wenn er Dich wirklich liebt, wird er sich bei Dir melden.

Ob er wohl in Therapie ist? Falls nicht, dann solltest Du ihn mal dazu animieren. Aber das klär besser erst später, wie gesagt, Dich erst mal nicht melden, auch wenn dann Sylvester für Dich traurig verläuft, da muss Du dann durch. Wünsche Dir Erfolg und ein frohes Neues, lG

Kommentar von Stef85 ,

Vielen Dank für deine Antwort. Muss mich dann echt zurück halten, was mir nicht leicht fallen wird. Dank für deine ehrliche Meinung. Viele Grüße und einen guten Rutsch. 

Kommentar von Winherby ,

Gerne geschehen. 

Du wirst ihm am besten helfen können, indem Du ihm den Freiraum gibst, den er in seiner Erkrankung offensichtlich braucht. Wenn ihr euch dann wieder seht, bitte ihn doch ganz liebevoll zu einer Therapie zu gehen. Wenn Du sehr rücksichtsvoll sein kannst, könntest DU sogar seine beste Therapie sein. 

Das heisst aber nur dann, wenn er sich eben nicht von Dir eingeengt fühlt. Also Tag und Nacht dauernd beieinander sein, wird wohl nicht gehen.

Falls Du die ständige Nähe aber brauchst, dann ist diese Beziehung vermutlich aussichtslos, denn dann wären Eure Bedürfnisse diametral entgegengesetzt. Alles Gute.

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