Frage von Braunbaer23, 94

Neue Waffen gegen Haarausfall?

In meinem Bekanntenkreis sehe ich es schon langsam. Ich bin bislang noch davon verschont, aber die besten genetischen Karten habe ich auch nicht. Wie sieht es aus mit dem Thema Haarausfall? Gibt es inzwischen neue Erkenntnisse oder Methoden, um es einzudämmen oder aufzuhalten?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von reyna, 71

Mit der Frage setzt man sich in meiner Familie gerade auseinander. In der Erzeuger-Generation, um genau zu sein.

Ich kann nicht wirklich verstehen, warum man sich deswegen so verrückt macht. Aber vermutlich ist es genau umgekehrt, wenn die Männer damit klarkommen müssen, dass Frauen sich für jeden Ausflug mit großer Mühe hübsch machen :)

Mein Vater hat in den letzten Jahren einige Mittelchen probiert, die der Luftigkeit etwas vorbeugen sollen. Aktuell zieht er im Moment eine Haartransplantation in Erwägung. Hab selber etwas nach dem Thema recherchiert und den Link gefunden: http://hair-clinic-med.de/behandlung/haartransplantation/

Anscheinend funktioniert das ja. Da werden Haare vom restlichen Körper auf den Kopf verpflanzt und wachsen da weiter. Aber natürlich hängt es auch wieder von der Beschaffenheit der Haare, der Haut und den Ursachen des Haarausfalls ab. Aber das ist ja immer so..

Antwort
von rupper, 16

Hallo Braunbaer,

es gibt ja einfach verschiedene Arten des Haarausfalls. Dass man ca 100 Haare am Tag verliert, ist auch normal und nicht krankhaft. Ich habe selber auch kein volles Haar, aber das ist - wie du bereits ansprichst - ja auch genetisch bedingt. Da kann es einfach sein, dass durch die hormonelle Zusammensetzung eine Empfindlichkeit der Haarwurzeln entsteht und diese geschädigt wird und dann natürlich ausfällt und nicht neu gebildet wird. Das ist bei den Betroffenen dann unterschiedlich ausgeprägt und leider sind davon auch eher Männer betroffen (Quelle: http://moheb.hamburg/haarausfall/)

Anderseits gibt es aber auch Haarausfall als Krankheit. Hier sind dann eher Erkrankungen der Haut oder auch Infektionen der Kopfhaut für den Haarausfall schuld. Aber auch Stoffwechselerkrankungen wie Probleme mit der Schilddrüse oder Vitaminmangel (gibt ja viele dieser Haut-Haare-Nägel-Präparate) können Schuld sein, wenn die Haare ausgehen.

Auch wenn es in der Werbung unzählig verschiedene Produkte gibt, so musste ich selbst bereits feststellen, dass man sich einfach durchprobieren muss. Denn was allgemein als hilfreich und toll gilt, ist halt einfach nicht immer das Wundermittel schlechthin - sofern es überhaut wirkt. Wenn der Haarausfall aber in nicht mehr normalem Rahmen ist, dann sollte man doch eher mal den Spezialisten aufsuchen und sich checken und evtl ein Medikament verschreiben lassen. Meine Vorrednerin hat ja auch bereits von Finasterid und Minoxidil gesprochen, denn diese können wirksam eingesetzt werden. Das finde ich dann eine gute Sache, denn unter Haarausfall können die Betroffenen ganz schön leiden und ich finde es verständlich. 

Antwort
von evistie, 44

Dies dürfte der aktuelle Stand sein:

"Ist der Haarverlust genetisch bedingt, stehen ... verschiedene Behandlungsmethoden zur Verfügung. Meist müssen die Medikamente jedoch über einen längeren Zeitraum angewendet werden, bis ein Ergebnis erzielt wird. Zudem lässt sich der Haarverlust durch die Mittel nur aufhalten, nicht aber beheben. Werden die Medikamente abgesetzt, kehrt in der Regel auch der Haarausfall zurück.

Finasterid stoppt den Haarausfall

Finasterid ist ein Wirkstoff, der zunächst zur Behandlung von gutartigen Prostatavergrößerungen eingesetzt wurde. Da sich bei einigen Patienten durch die Einnahme der Haarwuchs verbesserte, wurden anschließend eigene Präparate gegen Haarausfall entwickelt.

Finasterid sorgt dafür, dass Dihydrotestosteron (DHT) nicht in seine aktive Form umgewandelt wird, indem es das verantwortliche Enzym blockiert. Da erblich bedingter Haarausfall auf einer zunehmenden Empfindlichkeit gegen DHT beruht, kann der Haarverlust auf diesem Weg gestoppt werden. Manchmal verdichtet sich das Haupthaar durch die Anwendung des Mittels sogar wieder.

Minoxidil und 17α-Estradiol

Ähnlich wie Finasterid wurde Minoxidil zunächst nicht gegen Haarausfall, sondern gegen Bluthochdruck eingesetzt. Als ein verstärkter Haarwuchs als Nebenwirkung entdeckt wurde, wurden auch hier eigene Präparate gegen Haarausfall entwickelt. Das Mittel wird in Form einer Tinktur direkt auf die Kopfhaut aufgetragen – Tabletten mit Minoxidil sind nur zur Behandlung von Bluthochdruck geeignet.

Produkte mit 17α-Estradiol können sowohl bei Männern als auch bei Frauen gegen erblich bedingten Haarausfall eingesetzt werden. Der Wirkstoff sorgt genau wie Finasterid dafür, dass Testosteron nicht in DHT umgewandelt wird. 17α-Estradiol wird meist in Form von Haartinkturen angewendet, mögliche Nebenwirkungen sind Juckreiz und Hautrötungen."

Mehr zum Thema: http://www.gesundheit.de/krankheiten/haut-und-haare/haarausfall/gegen-Haarausfal...

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Am besten stellst Du Deine Frage noch einmal, wenn es bei Dir so weit ist. Vielleicht hat man ja bis dahin neue und revolutionierende Erkenntnisse gewonnen... :o)

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