Frage von nonameneeded, 22

Nervöse Herzbeschwerden - Ursache?

Hallo! Ich habe seit ca. 2 Jahren Probleme mit Atemnot, Herzrasen und einem "Engegefühl", das mittlerweile fast täglich auftritt, vor allem beim Versuch einzuschlafen. Bei zahlreichen Arztbesuchen (EKG, Belastungs-EKG, Langzeit-EKG) sind außer gelegentlichen, harmlosen Herzrhythmusstörungen nichts festgestellt worden. Auch ein Blutbild und der Besuch bei einem Lungenfacharzt hat nichts besonderes gezeigt, worauf auf "etwas psychisches" spekuliert wurde. Die Beschwerden krieg ich mit Baldrian und ruhigem Atmen meist innerhalb 30min - 1h in den Griff, was den Verdacht auf eine psychische Ursache ja bestätigt. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, was das sein sollte, da ich keine psychischen Probleme, Depressionen etc. habe - was also könnte der Auslöser der Anfälle sein?

Kurz zu mir: ich bin 22, weiblich, 162m groß und 49kg schwer. Im großen und ganzen gesund; eine Schilddrüsenunterfunktion wird mit L-Thyroxin 100 behandelt, der letzte TSH-Wert lag, wenn ich mich richtig erinnere, bei 3,09

Antwort
von dinska, 16

Es ist nicht immer möglich, die Ursache von Funktionsstörungen zu finden. Da du schreibst, dass du deine Probleme mit ruhigem Atmen in den Griff bekommst, könnte ich mir vorstellen, dass du insgesamt zu flach atmest und verkrampft bist. So kann dein Körper nicht genug Sauerstoff bekommen und es können Störungen auftreten. In erster Linie würde ich dir raten auf die Bauchatmung umzusteigen, man atmet in den Bauch hinein und zieht den Atem bis unter die Flanken. Beim Ausatmen zieht man den Bauch zur Wirbelsäule zurück. Auch progressive Muskelentspannung kann hilfreich sein, kann man ganz einfach nach einer CD erlernen und ausüben.

Antwort
von Gruselweib, 12

Das was du da beschreibst hört sich nach psychosomatischen Störungen an, die von einem Psychotherapeuten bestimmt behandelt werden könnten. Du bräuchtest eine Überweisung vom Hausarzt und ein Erstgespräch. Dann wird bei der Krankenkasse ein Antrag gestellt und nach dessen Genehmigung kannst du die Therapie beginnen. Ich halte es für notwendig, dass du eine Psychotherapie machst, um deine Angststörungen, Depressionen und psychischen Probleme in den Griff zu bekommen.

Antwort
von GeraldF, 12

Nach klassischer psychoanalytischer Ansicht liegt der Konflikt im Verborgenen und sucht sich quasi über das Symptom seinen Weg "an die Oberfläche". Es ist also durchaus üblich, dass Ihnen keine Probleme bewusst sind. Sie brauchen jemanden, der Ihnen die richtigen Fragen stellt.

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