Frage von Kiel30, 24

Nervenschmerzen durch Psyche

Ich habe seit Jahren großflächig Nervenschmerzen. Teilweise vertrage ich die Kleidung auf der Haut nicht mehr. Am schlimmsten betroffen sind Rücken und Arme. Körperlich wurde ich auf Herz und Nieren untersucht. Dazu kommen einseitige Lähmungserscheinungen die je nach Stressgrad mal mehr mal weniger stark ausgeprägt sind. Ich weiß das es psychisch bedingt ist. Das Problem ist das es trotz stationären Therapien und Gesprächstherapien nicht besser wird sondern von Jahr zu Jahr immer ein wenig schlechter. Vielleicht gibt es hier jemanden der das selbst hat oder einen hilfreichen Rat geben kann wie man dem vielleicht entgegenwirken kann.

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Kiel30,

Schau mal bitte hier:
Psyche Psychologie

Antwort
von Pershing,

Meine Mutter hat mal von einer Patientin erzählt, die konnte 3 Monate keine Kleidung tragen und musste nackt im Patientenzimmersitzen. Es war eine rheumatische Erkrankung, ich bin mir nicht sicher ob es vielleicht sogar Lupus war.. (Weil meine Mutter auch Lupus hat).. Wurdest du schon rheumatisch untersucht?

Kommentar von Kiel30 ,

Wenn man 3 Monate keine Kleidung mehr tragen kann hat man auch nichts mehr zu lachen. Also ich hab positive Rheumawerte und bekomme auch Schübe in Form von rheumatoider Arthritis aber komischerweise auch nur in für mich hohen Stresssituationen. Lupus wurde schon getestet aber das war negativ. Vor 3 Woche hatte ich auch wieder "Stress" und das endete mit Hörsturz und Sinustachykardie

Kommentar von Hooks ,

Gegen die beiden letzten kannst Du Magnesium nehmen (gutes aus der Apotheke, das andere wirkt nicht!) - das sollte man eh immer bei Stress! Es wird für Adrenalin gebraucht!

Gegen Rheuma hlift Lebertran, 1 EL gekühlt direkt vor dem Essen genommen. Habe selbst, wenn ich L nehme, keine Rheumaschmerzen und seitdem auch keinen neuen Schub mehr gehabt.

Kommentar von Kiel30 ,

Das werde ich mal ausprobieren. Danke für den Rat!

Antwort
von Hooks,

http://www.vitalstoff-lexikon.de/index.php?PHPSESSID=296dfa1558d08575e8f2470af01...

psychisch bedingt ist gut. Sechs der B-Vitamine verorgen Haut und Nerven gleichzeitig, und wenn es an diesen Co-Enzymen fehlt, wird die Haut oder Nerven unter Streß schlimmer. Denn Streß verbraucht die B-Vitamine. Lies DIr den Link mal gut durch, und wenn DU meinst, das paßt, dann besorg DIr ein gutes Komplex, die findest Du unter Medizinfuchs.de. Aber möglichst viele der 8 B-Vitamine sollten drin sein!

Mein Mann bekam mal gegen Nervenschmerzen (Gürtelrose) das von ratiopharm, 3x täglich 1 Kapsel. War gut. Ich nehme es seitdem immer, wenn ich nasche oder Weißmehl esse, weil das für den Kohlenhydratstoffwechsel gebraucht wird.

Kommentar von Kiel30 ,

Danke für deine Antwort. Ich bin seit 15 Jahren in Behandlung und ich weiß deswegen das es psychisch bedingt ist weil ich bereits mehrfach von Kopf bis Fuß grundlich untersucht wurde und diese Aussage kam von 4 unabhängigen Neurologen und 3 Psychiatern und ich denke die wissen dann schon wovon sie reden. Meine Probleme konzentrieren sich ja nicht ausschließlich auf die Nerven sondern ich habe generell mit der Haut Probleme. Wenn ich in Stresssituaionen komme wird mir schlecht, schwindelig das geht bis zum Kreislaufkollaps mit und ohne Erbrechen und stressbedingte Lähmungserscheinungen. Ich hatte kürzlich einen Hörsturz und lag drei Tage später mit einer Sinustachykardie im Krankenhaus. Das klingt nicht unbedingt nach Vitamin B-Mangel. Die Symptome die auf einen Thiaminmangel hinweisen treffen auf mich nur bedingt zu. Die Oberärztin von der Neurologie hat mir erzählt sie hatte Patienten die waren taub, blind und querschnittsgelähmt ohne das es auf körperliche Defizite rückschließen lässt. In meiner letzten Therapie hat ein Therapeut bei einer Patienten ein altes Trauma ausgegraben die Dame ist zusammengeklappt und liegt seither im Koma oder nehmen wir mal Depressionen die können so ausgeprägt sein das es zu einer Atemlähmung kommt und Depressionen können auch von einem Vitaminmangel abhängig sein aber in den meisten Fällen deckelt es doch andere Probleme. Trotzdem Danke!

Kommentar von Hooks ,

Natürlich klingt das nach Vitamin-B-Mangel! Du hast nicht richtig gelesen:

Zu den klinischen Symptomen eines Thiaminmangels zählen:

  • Psychische Labilität in Form von Konzentrationsschwäche, Reizbarkeit, Depressionen und Angstzuständen [17]
  • Tachycardie – Herzrhythmusstörungen mit gesteigerter Herzfrequenz, anhaltende Pulsbeschleunigung auf über 100 regelmäßige Schläge pro Minute, ohne dass ein vermehrter Bedarf an Herzpumpkraft besteht [5, 14, 15, 19, 20]
  • Veränderungen im Elektrokardiogramm [17]

Neurologische Symptome

  • Gliedmaßenataxie – neurologische Störung der üblichen Bewegungsabläufe und der Gleichgewichtsregulierung [7, 9]
  • Atrophie der Extremitätenmuskulatur, Muskelschwäche [1, 7, 8, 9]
  • Lähmungen [7, 9]

Depressionen können mit Vitamin D, B1 und Östrogen zusammenhängen. So etwas würde ich erst mal testen, bevor es an die harten Medis mit Nebenwirkungen geht.

Kommentar von Hooks ,

Folgende Befindlichkeitsstörungen/Erkrankungen werden durch einen Vitamin B12-Mangel verstärkt bzw. ausgelöst: Schwindel, eingeschlafene Hände und Füße, zittern, unruhige Beine, Ameisenlaufen in den Extremitäten oder Gleichgewichtsstörungen. Auch Muskelschwäche oder -steifigkeit können ein Mangelanzeichen sein. Ebenso Müdigkeit, Unkonzentriertheit, Verwirrtheit, Stimmungsschwankungen, Antriebslosigkeit, Ungeduld und/oder Gereiztheit, Schleiersehen, Aphten im Mund (kleine, runde Mundschleimhautstellen) die die Nahrungaufnahme schwer machen, Zungenbrennen.

Haarausfall, blasses Aussehen, Krämpfe, Schlafstörungen, Unfruchtbarkeit bei Mann und Frau sowie Kopfschmerzen und Sehschwäche können auf einen Vitamin-B12-Mangel hinweisen. Allerdings können hier auch andere Vitamin- oder Mineralstoffmängel vorliegen. Konsultieren Sie hierzu Ihren Behandler.

Kommentar von Hooks ,
Kommentar von Hooks ,

Mangelsymptome Cobalamin (Vitamin B12)

Ein Vitamin-B12-Mangel führt zu folgenden klinischen Problemen:

  • Blässe,
  • Müdigkeit,
  • Schwindel und
  • Herzschwäche ausgelöst durch eine megaloblastäre Anämie.

Diese Anämie (Blutarmut) ist durch eine Störung der Bildung der Erythrozyten (roten Blutkörperchen) bedingt.

  • Neurologische Symptome wie Missempfindungen,
  • Gangunsicherheit,
  • Fallneigung im Dunkeln und
  • Störungen der Tiefensensibilität und
  • Lähmungen.

Auch können psychische Krankheitsbilder und eine reversible Demenz auftreten. Diese Symptome können auch bei völligem Fehlen von Blutbildveränderungen auftreten, so dass man sich bei der Diagnose nicht auf den Befund eines normalen Blutbild verlassen kann.


Vielleicht wäre ein B-Komplex mal nicht schlecht.

Antwort
von bethmannchen,

Da du ja schon weißt, dass es psychisch ist, kann ich dir nur dringend raten, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten. Was dir fehlen wird sind so gut wie alle B-Vitamine, Vitamin D3, Magnesium und vielleicht auch Kalium. Fehlen diese Stoffe, geht die Psyche baden und man bekommt alles mögliche an Missempfindungen, körperliche wie psychische.

Antwort
von Hooks, 24

Habe noch etwas gefunden zur Sinustachycardie:

Kardiovaskuläre Symptome

  • Herzrhythmusstörungen [7, 9]
  • Sinustachykardie – vom Sinusknoten („Schrittmacher des Herzens“) ausgehende gesteigerte Herzfrequenz auf über 100 regelmäßige Schläge pro Minute [7, 9, 17]

und zwar hier:

http://www.vitalstoff-lexikon.de/index.php?PHPSESSID=296dfa1558d08575e8f2470af01...

Antwort
von Hooks,

Seit 15 Jahren wirst Du nun psychisch behandelt - und es wird nicht besser. Da würde ich doch mal anfangen, die Therapie zu wechseln! Zumindest mal auszuprobieren, ob es besser wird, wenn man körperliche Ursachen in Betracht zieht...

Dafür spricht gerade die Verschlechterung, denn wenn Dir Stoffe fehlen, die Du nicht zuführst - dann wird es einfach je länger desto schlechter.

Du hast jetzt soviele Ärzte probiert, und keiner konnte Dir helfen. Wie wärs mal mit Umdenken? "noch mehr" von dem, was nicht hilft - ist irgendwie keine so gute Therapie.

Antwort
von rulamann,

Lies mal diesen Link:

http://www.schmerzmessen.de/fileadmin/schmerzmessen/PDF/Was_tun_wenns_brennt.pdf

Ich wünsche dir auf jeden Fall GUTE BESSERUNG!!!!!

Kommentar von Kiel30 ,

Danke!

Antwort
von Shivania, 19

Sie gehören erstmal in fachliche Psychotherapie!

Sie sagen, dass die Beschwerden psychisch bedingt sind - wurden denn die Auslöser bereits eliminiert? Sonst kann es ja nicht besser werden...

Ohne die genauen Lebenshintergründe und psychischen Zusammenhänge zu kennen ist es gar nicht möglich, einen fachlichen Rat zu geben. Beginnen Sie eine Psychotherapie und lassen sich begleiten - das könnte auch eine längere Therapie werden. Ein einziger Rat hier wird nicht viel ändern können...

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