Frage von watschel, 283

Nervenschaden nach H^üfttep

Hatte vor 13 Mon. Hüfttep-seit 11 Mon (nach Weglassen der Gehhilfen)schlechtes Laufen bemerkt.Nach etlichen Untersuchungen Befund vom Neurologen;Leichte Lähmung beider Beine und Polyneuropathie (alles erst seit OP) Nun wurde mir gesagt,an dem Zustand ändert sich nichts mehr-also immer weiter humpeln,Fahrrad fahren geht. Nehme Gabapentin gegen Kribbeln und Empfinungsstörungen. Hat Jemand Erfahrung? Danke Watschel!

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Antwort
von Mennomania, 283

Bei einer Hüft-TEP sind neurologische Komplikationen bzw. Nervenverletzungen sehr selten, da im eigentlichen OP-Gebiet lediglich kleinere Hautnerven liegen, die durch den Schnitt in Mitleidenschaft gezogen werden könnten. Darüber hinaus werden die OP-Zugänge (also die Lage des Schnittes) so gewählt, dass es zu möglichst wenig Gewebeverletzungen kommt.

Da die Lähmung bei Dir ja auf beiden Seiten besteht, kann man das künstliche Hüftgelenk als Ursache eher ausschließen. Für eine Polyneuropathie gibt es ja auch noch andere Ursachen, siehe z.B. hier: http://www.schoen-kliniken.de/ptp/medizin/nerven/schmerzen/polyneuropathie/

Kommentar von watschel ,

Vielen Dank für die Antwort! Diese leichten Lähmungserscheinungen und das Kribbeln bis in die Zehen habe ich definitiv erst nach der OP! Ich kann nicht gut laufen-denke der Muskel bekommt keinen normalen Reflex von einem Nerv,denn beim gehen wird der Muskel fest-als ob einen Stock im Oberschenkel habe.Im Kranken haus sagte man mir letztens,mein Gehen wird nicht besser! Der Neurologe kann sich labortechnisch die Polyneuropathie nicht erklären? Wo liegt des Rätsels Lösung? Die Seltenheit hat mich dann wohl erwischt,Anderen geht es zwar viel schlechter als mir,aber mein Zustand seit 12 Mon. ist schlimmer, als vor der OP. Es grüsst Watschel.

Kommentar von Mennomania ,

Wenn die Lähmungserscheinungen tatsächlich eine Folge der Hüftoperation sein sollten, würde dies aber nicht das beidseitige Auftreten der Polyneuropathie erklären. Diese Erkrankung entsteht primär auch nicht infolge einer akuten Nervenverletzung, sondern wird eher durch chronische Faktoren verursacht.

Eine intraoperative Verletzung, beispielsweise des Nervus ischiadicus, würde lediglich zu einer einseitigen Symptomatik führen. Auch eine Einklemmung durch zu hohen Muskeltonus (z.B. im Bereich des M. piriformis) würde keine beidseitigen Lähmungserscheinungen erklären.

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