Frage von homer092, 62

Nasennebenhöhlen-OP machen oder nicht?

Hallo, ich habe in letzter Zeit häufiger Nebenhölenentzündungen. (dieses jahr bestimmt schon 4-5x). Bn auch generell sehr infektanfällig, gerade die oberen Atemwege, Hals, Rachen, Nase etc.

Mein Hausarzt hat mich letztes Jahr mal zum HNO geschickt dort gab es Antibiotika und erstmal abwarten.

Da es dieses Jahr nicht besser wurde und nochmal HNO. Dieser hat nun ein CT machen lassen und festgestellt, dass die Nasenscheidewand stark verkrümmt ist, außerdem die Nasenmuschel vergrößert und noch irgendwo ein Lufteinschluss ist.

Neben den besagten Infekten habe ich noch folgende Beschwerden die meiner Meinung auch damit zusammenhängen könnten: - Ich kriege schon ewig schlecht Luft durch die Nase, habe das selbst lange Zeit nie gemerkt, wurde aber manchmal drauf angesprochen dass ich so laut / stark schnaufen würde. - Beim Fahrrad fahren / Sport fällt mir immer wieder auf seit einiger Zeit, dass ich ab einer gewissen Belastung (schon bei normalem fahrrad fahren) automatisch durch den Mund atme, zwinge ich mich durch die Nase zu atmen kriege ich zu wenig Luft). - Nachts schnarche ich wohl, insbesondere auf dem Rücken - Bin gerade morgens oft erschöpft, fühle mich etwas "krank", Halsschmerzen, trockener Mund/Rachen - Habe oft ein knacken im Ohr beim Schlucken z.B. Mir hat ein HNO mal gesagt das könne von Belüftungsproblemen kommen wäre aber nicht schlimm. Der jetzige HNO sprach auch von Belüftungsproblemen von den besagten Problemen.

Mein HNO hat mir nun zur OP geraden, Nasenscheidewandkorrektur + Nasenmuschelverkleinerung. Er sagte das sollte einige Probleme beheben, auch wenn es keine Garantie dafür gibt, er denkt schon dass es helfen könnte.

Mir wurde nun aber von vielen Leuten davon abgeraten weshalb ich völlig verunsichert bin. Durfte mir mehrfach anhören das wäre alles sehr weit hergeholt und die OP würde nichts an den besagten Problemen ändern und wenn nur minimal.

Kann mir hier jemand Tipps / Erfahrungen etc. geben? Was würdet ihr machen? Ist die OP sinnvoll oder eher nicht?

Ich war eigentlich voll und ganz überzeugt und hatte keine Zweifel an der Sinnhaftigkeit der OP, wurde nun aber völlig verunsichert.

Danke für eure Antworten.

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Antwort
von evistie, 36

Wie Dein Arzt Dir ganz richtig sagte, gibt eine OP leider keine Garantie, dass alle Deine Beschwerden verschwinden werden. Auf der anderen Seite ist die OP bzw. die Zeit danach, ehe alles verheilt ist, auch nicht gerade angenehm.

Von dieser Warte aus gesehen, solltest Du erst alles andere versucht haben. Beispielsweise die Tipps, die Dir @Hooks gegeben hat.

Ich habe gottlob nur eine Deiner Baustellen (verkrümmte Nasenscheidewand, vergrößerte Nasenmuscheln). Die Nasenmuscheln habe ich per Laser verkleinern lassen (auf lange Sicht erfolglos), gegen eine Begradigung der Nasenscheidewand habe ich mich entschieden, da der "Leidensdruck" einfach nicht hoch genug war.

Wenn ich, wie Du, ständige Infektionen im HNO-Bereich hätte, müsste ich erneut über eine OP nachdenken. Aber wie gesagt, ich würde erst alles mögliche andere versuchen.

Eines meiner "Gegenmittel" sind die von @Hooks erwähnten abschwellenden Nasentropfen. Ich kann Dir versichern, dass ich trotz jahrelangen Gebrauchs (allerdings nur in Baby-Stärke und so selten wie möglich) bisher keine Dauerschäden davongetragen habe. Versuche, ob sich dadurch Deine Infektionsrate senken lässt! Der Gedanke dahinter ist, dass Nebenhöhlenentzündungen immer wieder aufflackern können, so lange dort - mangels freier Nase -  infektiöse Schleimreste nicht vollständig entfernt werden können.

Normalerweise empfehle ich bei derartigen Entscheidungen (OP - ja/nein) immer eine ärztliche Zweitmeinung. Aber in Deinem Fall fürchte ich, wird die Zweitmeinung nicht anders sein als das, was Du schon gehört hast: dass es leider keine Garantie dafür gibt, dass die Operation auch wirklich erfolgreich ist.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall gute Besserung und die richtige Entscheidung!

Antwort
von StephanZehnt, 28

Hallo Homer,

das Problem mit der schiefen Hasenscheidewand (Septum) haben sehr viele.

Nun kann man dadurch sicher sehr viele fragen, was würdest Du in dem Fall tun. Jeder würde Dir einen anderen Rat geben.  Also würde ich in dem Fall einmal sehen

- Nebenhölenentzündungen. (dieses Jahr bestimmt schon 4-5x)

- schlecht Luft durch die Nase,

- Bin gerade morgens oft erschöpft (wenn man ins Geschäft mit dem Auto fährt Sekundenschlaf..).

-  Nachts schnarche ich wohl

Also wenn Du Dich operieren lässt könnten sich ein Teil der Symptome deutlich verbessern. Der Nachteil ist wenn man vorher in regelmäßigen Abständen Spray oder Nasentropfen genommen hat ist die Möglichkeit hoch das man bedingt durch die trockene Schleimhaut  doch eher einmal leichtes Nasenbluten hat.

Das heisst man müsste die Nase nach einer OP trotzdem noch regelmässig pflegen das heisst  Nasendusche und Meerwasserspray. (die Lösung für dei Nasendusche auf ein Liter Wasser 9 g  normales Haushaltsssalz (also insgesamt eine 0,9 % Lösung).

Wenn man jetzt über Jahre Luft durch den Mund geholt hat ist die Umstellung schon etwas schwierig.  Allerdings würde dies die Bronchien etwas schützen.

Die richtige Atemtechnik u.U. mit Lippenbremse usw..

Ich würde Dir zu einer OP raten der Hintergrund Deine Probleme könnten sich mit der Zeit auch noch verschlechtern. Dazu evtl. noch eine genervte Ehefrau  Die das schnarchen bescheiden findet.

Also entscheide was für >Dich gut ist. Wenn Du 100 Leute fragst gibt es 100 Antworten. Ob Dir das zum Schluss etwas nützt ?

Gruss Stephan

Kommentar von evistie ,

Hasenscheidewand

;o)

Kommentar von StephanZehnt ,

Oh Sorry das sollte natürlich Nasenscheidewand  heissen!  Danke für den Hinweis!

Kommentar von evistie ,

Das hab ich mir fast gedacht...! :o))

Antwort
von keindrama86, 9

Hallo hommer092

ich kann jetzt guten Gewissens sagen.... lass dich operieren... wenn man schon so viel Beschwerden hat... nur kurz meine Geschichte -> hatte exakt die selben Bescherden wie du, 5 jahre lang gelitten, alles mögliche ausprobiert und mich im Februar 2016 endlich zur einer OP entschlossen... bereue jetzt dass ich es nicht früher machen lies,,, weil durch die ständige Entzündung hat es irgenwann angefangen Etagenwechsel zu machen -> sprich, auch immer wieder Bronhitis dazugekommen (habe inzwischen Asthma) + immer öfter Kehlkopfentzündung (habe inzwischen eine Stimmbandlähmung) und alles hat immer mit der Sinusitis angefangen... es muss ja nicht bei jedem so schnell und so ausarten, aber ich hätte mir das vielleicht alles ersparen können wenn ich die OP paar jährchen früher gemacht hätte. Ah und dass mit der Milch stimmt fei, nur ich spüre es stärker mit den Bronchen dass es wieder extrem verschleimt ( leider liebe ich Milchprodukte viel zu sehr) 

Antwort
von Hooks, 28

Ich habe auch eine verkrümmte Nasenscheidewand und ständig Sinusitis. (Ich weiß, wie Du Dich fühlst!) Inzwischen habe ich gelernt, damit umzugehen.

Meine Tips: Als allererstes die Milch und deren Produkte (!) weglassen. Butter geht bei mir, Sahne mit 30% auch, die saure mit 10% verstopft wieder. Den Tip habe ich aus den Büchern "Erkältungen müssen nicht sein" und "Allergien müssen nicht sein" von Dr. M. O. Bruker. Es funktioniert wirklilch! Allerdings empfhielt er zusätzlich eine vitalstoffreiche Vollwertkost. Gehäufte INfekte sprechen für eineMilcheiweißunverträglichkeit.

Ob Milch weglassen alleine reicht, mußt Du ausprobieren, ich habe gleichzeitig Vitamin-B-Komplex und Magnesium eingenommen; früher nahm ich sehr viel rohes und gekeimtes Getreide (B) zu mir und ganz viel Gemüserohkost (Mg), auch Mandeln und verschiedene Nüsse (beides). Das schaffe ich heute alles nicht mehr, deshalb die VItalstoffe extra, das geht auch.

Wenn Deine Nase trotzdem verstopft, mußt Du sofort abschwellende Nasentropfen nehmen, die Säuglingsdosierung reicht da meist. Die kann man jahrelang nehmen, sagte mir eine Ärztin, wenn man nur immer Bepanthen Nasensalbe dazu nimmt als tägliche Nasenpflege. Wenn ich außer Haus bin, trage ich immer die Tropfen bei mir, denn einige Stunden mit "Nase dicht" reichen bereits für eine neue Sinusitis.

Durch die Tropfen bleibt die Eustach'sche Röhre offen, das ist diese Belüftung. Wenn es knackt im Ohr, halte die Nase zu und puste kräftig bei geschlossenem Mund, bis es wieder knackt. Das müßte einige Zeit helfen.

Übrigens verschlimmern ständige Antibiotika-Gaben dieSache, weil Deine Abwehr dadurch geschwächt wird. Nach AB-Kur solltest Du eine Darmflora-Aufbau-Kur machen, ich nehme dazu Darmflora Plus select von Dr. Wolz, bei medizinfuchs.de gibts online Apotheken.

Du mußt bei einer Sinusitis herausfinden, was die Sache "knackt", also die Wende herbeischafft, ohne ein AB nehmen zu müssen. Dazu gehören viele Kräuter, Tees und Wasserbehandlungen. Aber uach das führt nichtimmer zur Wende. Einmal waren es bei mir der Knoblauch, in KArtoffelbrei versteckt, einmal der Brennesselbrei, mit Obst roh püriert und gut gekaut (!).

Gute Besserung!

Ach ja, und ich würde erstmal alles andere versuchen, bevoir ich mich unters Messer begebe...


Kommentar von evistie ,

Ich habe auch eine verkrümmte Nasenscheidewand und ständig Sinusitis.

Wie kann das noch sein, @Hooks, wenn Du alle Deine guten Ratschläge selber anwendest?

Kommentar von Hooks ,

Tscha, manchmal klappt das eben nicht. Das ist der Unterschied zwischen Theorie und Praxis.

Bei Besuch vergessen zu fragen, was im Essen ist; Kaffee unterwegs mit falscher Sahne getrunken, Nasentropfen leer oder Rucksack im Auto gelassen... oder bei Schnupfen zu lange geschlafen (ich wache zwar oft wegen verstopfter Nase auf, aber nicht immer).

Aber immerhin beschränkt sich das jetzt auf 1-2x im Jahr, davor war es alle naslang.

Kommentar von evistie ,

Welch nettes Wortspiel: "Alle naslang Sinusitis..." :o)

Kommentar von Hooks ,

Ja, nicht wahr? Ist doch gelungen ;-)

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