Frage von Lexi77, 460

Narbe nässt - Entzündung?

Hallo!

Ich habe irgendwie Probleme mit meiner Narbe von der Portimplantation. Die OP ist jetzt 11 1/2 Wochen her. Seit ein paar Tagen ist die Narbe stark gerötet, juckt die Narbe immer wieder und tut auch weh. Vor allem, wenn ich dran komme tut es ziemlich weh. Im unteren Bereich ist sie auch etwas verhärtet, bzw. unten drunter ein harter "Knubbel" zu spüren. Am Mittwoch beim Wechsel der Portnadel, als der Bereich großzügig desinfiziert wurde, hat das auch ziemlich doll gebrannt, obwohl vorher nicht besonderes zu sehen war, außer der Rötung. Nachdem wieder alles "verpflastert" war, habe ich gesehen, dass das so aussah, als ob da ein kleiner Riss in der Narbe wäre. Meine Therapiemanagerin, die die Nadel gewechselt hat, hat nichts dazu gesagt. Ich habe sie allerdings auch nicht drauf angesprochen, weil ich zuerst dachte, dass es an der Stelle brennt, wo die Nadel drin war.

Gestern meinte dann meine Manualtherapeutin, dass die Narbe nicht so gut aussehen würde.

Das Problem ist, dass immer ein Pflaster auf der Narbe sein muss, da ja die Portnadel fixiert werden muss. Deswegen kann ich die Narbe halt auch nicht z.B. mit Narbensalbe einschmieren. Aber ohne Pflaster geht es eben nicht. Deswegen sieht das auf dem Foto auch etwas komisch aus, weil da das (Dusch-)Pflaster drauf ist. Ich habe auch unterschiedliche Pflaster in der letzten Zeit gehabt, es kann also eigentlich nicht am Material liegen...

Heute morgen war es jetzt so, dass unter dem Pflaster an der Narbe irgendwie Wundsekret ausgetreten war. Das sieht man leider auf dem Foto nur minimal.

Grundsätzlich ist die Narbe eher breit zugeheilt, also es war immer eine recht breite rote Narbe (im Vergleich zu einigen anderen Narben (Bauch, Schilddrüse), die man schon nach kurzer Zeit kaum noch sah), aber bis vor ca. 1 Woche hatte ich keinerlei Probleme damit.

Habt ihr eine Idee, was ich da machen könnte? Wie gesagt, auf das Pflaster kann ich nicht verzichten. Wenn der Port richtig halten soll, dann darf es ja auch nicht zu knapp sein...

Danke und viele Grüße, Lexi

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Beavis99, 455

Hallo Lexi, ist der Bereich um die Narbe erwärmt? Wenn ja könnte das auf eine evtl Infektion in Zusammenhang mit der Rötung, Schwellung, Schmerz hinweisen. Es gibt sogenannte Hydrocolloidpflaster. Für normale, d.h. frische Wunden sind Hydrokolloidpflaster nicht gedacht ,da sie eine sog. feuchte Kammer bilden. Dadurch steigt die Infektionswahrscheinlichkeit an. Sie werden bei chronischen Wunden (z.B. offenen Beinen) im Rahmen des sog. Wundmanagements angewendet. Diese Pflaster werden in der Pflege benutzt & bleiben einige Tage auf der Wunde. Ob das Pflaster für Dich geeignet ist, kann ich nur aufgrund des Fotos leider nicht gut beurteilen. Da solltest Du Deine Therapiemanagerin fragen, diese haben oft eine Zusatzausbildung im Wundmanagement. Beim Pflasterwechsel immer gut darauf achten, dass die Desinfektion komplett getrocknet ist.Sehr gute Erfahrungen haben wir in der Klinik mit schwarzem Tee gemacht.Dafür starken schwarzen Tee kochen, abkühlen lassen. Dann die Narbe mit dem Tee betupfen,- am besten mit (sterilen) Kompressen. Wenn alles wieder getrocknet ist- Pflaster drüber. Hast Du ein "normales" Tegaderm auf der Narbe?

Kommentar von Lexi77 ,

Danke! Ja das ist ein Tegaderm-Pflaster.

Kommentar von Lexi77 ,

Das Problem ist nur, dass ich da mit schwarzem Tee nichts ausrichten kann, da ich ja an die Narbe nicht ran komme, da ja immer das Pflaster drüber klebt. Und ich trau mich ehrlich gesagt nicht, das abzumachen, weil ich Sorge habe, dass dann die Nadel verrutscht oder raus kommt.

Kommentar von StephanZehnt ,

Dann musst Du wohl oder übel einmal mit Deiner Therapiemanagerin (Wund..) darüber sprechen um damit klar zu kommen.

http://www.naturideen.de/schwarzer-tee-zur-wundheilung.html

Kommentar von Beavis99 ,

Aber vielleicht könntest Du den Tee schon vorbereiten & es dann gemeinsam mit Deiner Therapiemanagerin machen :)

Expertenantwort
von StephanZehnt, Community-Experte für Schmerzen, 337

Hallo Lexi,

ich schätze mit Tegaderm™ Absorbent (Transparenter Hydroaktivverband) oder Tegaderm™ Alginate Ag wirst Du inzwischen schon das Richtige haben.

Bei stark nässenden Wunden kann man auch eine DryMax Extra Wundauflage benutzen. Wen sie weniger nässt kann dies auch eine DracoHydro ultra odgl. sein. Aber das kann man nur vor Ort entscheiden was in Deinem Fall sinnvoll ist.

Bei leicht nässenden Wunden könnte man am Wundrand noch ein wenig Zinksalbe verwenden. Ob schwarzer Tee oder medizinischer Honig

Bei schwereren nässenden Wunden gibt es noch andere Möglichkeiten http://www.die-wunde-verbindet.de/Download/Moeglichkeiten_der_Wundversorgung_Art...

VG Stephan

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