Frage von mitch89, 72

Nahezu tägliche Bauchmuskelverkrampfungen! Ursache?

Hallo zusammen,

ich leide schon seit längerer Zeit unter starken Bauchmuskelverkrampfungen, die nahezu täglich auftreten – mal stärker, mal schwächer. Umso entspannter und abgelenkter (z.B. bei der Arbeit) ich bin, desto besser wird es. Als ich vor wenigen Tagen seit langem mal wieder Schwimmen war (ca. 30 Minuten Brustschwimmen), waren die Verkrampfungen (die ich während des Schwimmens nicht wahrgenommen habe) etwa 2 bis 3 Stunden danach besonders stark. Ich kam nicht mehr von der Couch hoch und musste mich nach vorne gebückt ins Bett schleppen. Besonders stark ist der Schmerz direkt unter dem Bauchnabel – insbesondere dann, wenn ich dort mit einem Finger leicht drücke. Auch strahlt der Schmerz häufig nach unten, in den Bereich der Prostata und Hoden.

Eine Vielzahl von Untersuchungen (Besuch beim Orthopäden, Osteopathen und Urologen; CT der Wirbelsäule, MRT der LWS, HWS und des Darms; Magenspiegelung, Blut- und Urinuntersuchung) in den vergangenen Wochen hat leider keine Schmerzursache (z.B. Bauchmuskelzerrung) ausfindig machen können. Stattdessen heißt es: das Ganze sei sicherlich stressbedingt und ich soll es mal mit autogenem Training versuchen. Dabei habe ich doch gar keinen bzw. nur gelegentlich Stress. Hat jemand eine Idee, wie ich diese nahezu täglichen Schmerzzustände in den Griff bekomme? Und könnte es eventuell sein, dass eine Lebensmittelunverträglichkeit Lösung des Problems ist?

Beste Grüße und schon mal Danke für Eure Unterstützung. Mitch

Anzeige
Antwort
von expermondo, 5

Hallo mitch89,

Schau mal bitte hier:
Schmerzen Bauch

Antwort
von dinska, 39

Ich kann dir nur zu regelmäßigen Bauchmassagen raten. Mir persönlich hilft die Bauchselbstmassage sehr gut.

Man legt die Hände auf den Unterbauch beginnt mit der rechten Hand in Richtung Daumen zu kreisen, dann links und zum Schluss mit beiden Händen, dann die linke unter den Nabel mittig auflegen, die rechte darüber und wieder so kreisen, zum Schluss die Hände nochmal wechseln.

Immer 10 bis 15 mal langsam mit der von dir gewünschten Intensität kreisen. Mache das ein bis zweimal täglich.

Auch Atemübungen können sehr hilfreich sein. Die Hände auf den Bauch legen und tief unter die Hände in den Bauch einatmen, die Luft etwas halten und dann ganz langsam aus den leicht geöffneten Lippen wieder auslassen, dabei den Atem ganz lang ziehen.

Du kannst auch wenn du eingeatmet hast, den Atem nach oben in Richtung Brust ziehen und wieder zurückschieben, dann erst ausatmen. Dadurch wird der gesamte Bereich besser beatmet und mit Sauerstoff versorgt.

Antwort
von Lexi77, 58

Hallo!

Umso entspannter und abgelenkter (z.B. bei der Arbeit) ich bin, desto besser wird es.

Damit gibst du dir doch selber schon einen Hinweis auf eine mögliche Lösung, zumal ja offensichtlich alle Untersuchungen ohne Befund waren: versuche mal Entspannungsverfahren anzuwenden. Das kann autogenes Training sein, was dir ja die Ärzte offensichtlich auch schon empfohlen haben, das kann aber z.B. auch progressive Muskelentspannung nach Jacobson sein oder Yoga oder was dir halt liegt. Ich persönlich komme z.B. mit autogenem Training nicht klar aber die PME hilft mir gut.

Hast du es auch schon mal mit Wärme versucht? Wenn ich starke, schmerzhafte Verspannungen im Rücken oder der HWS habe, dann hilft mir ein Körnerkissen immer wahre Wunder. Versuche doch auch mal, ein Körnerkissen o.ä. auf deinen Bauch zu legen, ob es dann besser wird. Wärme entspannt die Muskulatur. 

Viel Erfolg! Viele Grüße, Lexi

Kommentar von mitch89 ,

Hallo Lexi,

erstmal vielen Dank für deine schnelle Antwort! :)

Wärme hilft zwar, aber leider nur kurzfristig.

Habe mich nun für einen achtwöchigen PME-Kurs angemeldet, der einmal die Woche stattfindet. Wäre also vermutlich sinnvoll, die dort erlernten Übungen auch in den Alltag einzubauen und regelmäßig anzuwenden. Ich überlege zudem, an einem Yoga-Kurs teilzunehmen.

Eine Frage noch: Würdest Du mir empfehlen, vorsichtiges Bauchmuskeltraining zu machen und/oder Wirbelsäulengymnastik? Bin zwar sehr schlank, aber habe länger keinen Sport mehr gemacht - außer hin und wieder mal Jogging bzw. schnelles Spazieren gehen. Zudem sitze ich acht Stunden am Tag im Büro.

Da ich vor kurzem nach einer halben Stunde Brustschwimmen besonders starke Schmerzen hatte, bin ich nun sehr ängstlich, was Sport betrifft. Aber langfristig betrachtet kann es ja nur sinnvoll und hilfreich sein, oder?

Gruß,

Mitch

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community