Frage von RoyalRobinS, 99

Nach Sturz vom Pferd immer wieder starke Rückenschmerzen

Hey:) kurz zu Anfang: im Nov 2013 bin ich (jetzt 15 und bin nicht übergewichtig) vom Pferd gefallen. Hab seitlich einen Abgang gemacht und bin unglücklich mit dem Genick aufgekommen und dann auf den Rücken geknallt. Bin damals sofort wieder weiter geritten. Ein paar Stunden später hatte ich schließlich so derbe Rückenschmerzen, dass ich mich kaum noch bewegen konnte, nicht mehr stehen, sitze konnte usw oder nach rechts & links gucken konnte und einfach nur irgendwie im Bett lag (so, dass es möglichst wenig weh tat). Am nächsten Tag sind wir zum Arzt gefahren, wo mein kompletter Rücken geröntgt wurde & wegen einer nicht eindeutigen Stelle an den Halswirbel wurde ich am nächsten Tag ins MRT gesteckt. Dort wurden die Halswirbeln untersucht, aber es wurde nichts gefunden. War alles nur stark geprellt, verstaucht usw... Außerdem soll sich damals so ein "Nervenschlauch" an der Wirbelsäule stark zusammen gezogen haben. Habe gut 3 Monate Krankengymnastik mit allem drum und dran bekommen. Kurz danach fingen die Rückenschmerzen wieder so stark an, dass ich kaum noch was machen konnte, hatte dann wieder Kr.gymnastik. Um's kurz zu fassen: Seitdem war ich nicht mehr bei der Kr.gymnastik habe aber zwischendurch immer mal wieder sehr starke Rückenschmerzen (ich achte darauf, dass ich immer möglichst gerade stehe usw, weil ich keine Lust auf wieder so welche Rückenprobleme haben, sitze auch nicht den ganzen Tag vorm Computer o.ä & bewege mich viel, ausser wenn ich eben in der Schule bin, da ist ja ausser Sport nicht viel mit Bewegung). Mein ganzer Rücken tut dann immer total weh. Unter größerer Belastung fühlt sich mein Rücken im Bereich der Lendenwirbel so an, als ob er gleich durch brechen würde. Außerdem knackt mein Rücken bei manchen Bewegungen sehr, so dass ich danach z.B nicht mehr nach links gucken kann. Bei mir springen wohl andauernd Wirbel immer so ein bisschen daneben (wurde bei der Kr.gymnastik auch mehrfach eingerenkt, weil die so nen bisschen daneben waren). Sagen mir auch alle. Nun habe ich seit einer Woche wieder zum Teil derbe Rückenprobleme. Wieder mein ganzer Rücken. Die Schmerzen ziehen sich an den Seiten am Nacken bis zum Kopf hoch habe auch zwischendurch ziemliche Kopfschmerzen. Zum Teil kann ich kaum sitzen/ stehen, weil alles eben so extrem weh tut oder nach links und rechts gucken & mein Rücken fühlt sich zum Teil eben wieder so an als ob er zusammen brechen würde... Wenn meine Eltern mir die Wirbelsäule mit den Fingern rauf fahren, spüren die, dass Wirbel am Nacken wohl ziemlich daneben hängen. Hab,wenn ich mich nach vorne bücke auch einen Hubbel dort, der schon sehr ab steht. Das ist auch eine der Stellen, die extrem weh tut. Seit zwei Tagen fühlt sich mein halber Nacken & meine halbe rechte Schulter iwie taub an. War auch wieder beim Arzt. Hab Ibuprofen bekommen (mehr wurd nicht gemacht) & Mo soll mein ganzer Rücken geröntgt werden.Bin mittlerweile am verzweifeln. Was könnte das seien? Halte das nicht mehr aus:( LG

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Antwort
von walesca, 66

Hallo RoyalRobinS!

Ja, so einen heftigen "Abflug" vom Pferd haben meine beiden Enkelinnen auch schon öfter mal gemacht. Dann ist meine Tochter sofort mit ihnen zu einer guten Osteopathin gegangen, die sämtliche Wirbelblockaden wieder ganz sanft aufgelöst hat. Bei so einem Sturz wird die Wirbelsäule oft von oben bis unten stark gestaucht, was dann - auch noch Wochen später - zu den von Dir genannten Beschwerden führen kann. Solche Blockaden sind oft auf den Aufnahmen kaum zu erkennen, aber ein guter Osteopath kann sie mit den Händen ertasten!! Lass Dir vom Arzt/Orthopäden am besten mal "Manuelle Therapie" verordnen. Damit gehst Du zu einem Osteopathen, der möglichst große Erfahrungen mit der Halswirbelsäule hat, da dieser Bereich ja ganz besonders empfindlich ist!! Nur KG mit ein wenig Einrenken reicht nicht aus!!! Meine Osteopathin rechnet die Osteopathie i.d.R. als Manuelle Therapie ab. Sie sagt, es sei unwesentlich, welche Art manueller Therapie sie dabei anwende!! Sprich den Therapeuten einfach mal darauf an. Hier noch ein Tipp dazu:

Manuelle Therapie oder Osteopathie? Wo ist da derUnterschied?

1) Manuelle Therapie Dies ist eine Zusatzausbildung fürPhysiotherapeuten. Es zielt darauf ab, Blockaden und Bewegungseinschränkungenim Bereich des knöchernen Bewegungsapparates (Wirbel und Gelenke) zu lösen. Sowerden z.B. die Wirbel und Gelenke wieder mobilisiert. Manche Physiotherapeutenergänzen diese Therapie dann noch mit einer Lockerungsmassage der umliegendenMuskulatur. Diese Manuelle Therapie ist eine von den Krankenkassen anerkannteTherapieform, deren Kosten auch mit ärztlicher Verordnung übernommen werden.

2) Osteopathie Die Osteopathie ist eine darauf aufbauende,aber noch sehr viel weiter gehende Therapieform (und Ausbildung). Sie teiltsich in weitere 3 Bereiche auf, die sich aber alle ergänzen. Diese Therapie hatsich erst in den letzten 5-10 Jahren bei uns durchgesetzt und wird daher(leider!) noch nicht von den Krankenkassen als ebenso wirksam anerkannt!

a) osteoartikulärer Bereich Hier wird die Mobilisation derWirbel und Gelenke untersucht und behandelt, unter der Berücksichtigung derweiteren Zusammenhänge mit den Muskeln und Nerven. So können Blockaden in derHalswirbelsäule z.B. Auswirkungen in den Armen oder Händen haben (undumgekehrt!).

b) visceraler Bereich Hier werden die Zusammenhänge vonOrganen und Gewebestrukturen untereinander oder mit der Wirbelsäuleberücksichtigt. Viele Organe und Gewebe stehen durch netzartige Bindegewebe(Faszien) miteinander in Verbindung. Ist ein Teil davon verspannt, so wirktsich das auch „am anderen Ende“ negativ aus. So kann z.B. eine Lungenkrankheitzu Rückenschmerzen in der Brustwirbelsäule führen. Oder Verwachsungen am Darmmachen sich am Zwerchfell bemerkbar. Auch diese Wechselwirkungen können mit derOsteopathie festgestellt und sehr gut und positiv beeinflusst werden.

c) cranio-sacraler Bereich Hier wird derphysiologische Zusammenhang zwischen dem Schädel und dem Kreuzbeinberücksichtigt. Diese wird durch eine der Hirnhäute (Dura Mater) dargestellt.Dieses System hat eine rhythmische, unwillkürliche Beweglichkeit und es kannauch hier zu Beweglichkeitsstörungen kommen. Z.B. durch Verletzungen oderOperationen, Störungen im Augen- oder HNO-Bereich, bei Kiefergelenkbehandlungenoder durch Wachstums-Asymmetrien oder geburtsbedingte Verformung des Schädelsbei Säuglingen. Mit der osteopathischen Behandlung werden hier Dysbalancenam/im Kopf behandelt und sehr günstig beeinflusst, die z.B. zu Kopfschmerzen,Schwindel, Hörsturz, Tinnitus oder auch zu akuten und chronischen Nasennebenhöhlen-oder Mittelohrentzündungen führen können.

Antwort
von StephanZehnt, 51

Oh je eine Königliche ... darf ich da als Normalsterblicher überhaupt???

Nun gut Du bist also auf Deinen Rücken geknallt  Halswirbelsäule usw.. es wird heftige Blutergüsse gegeben haben udgl..

Nun hat der Arzt Dir etwas von einem Nervenschlauch und das er sich stark zusammengezogen hat In dem Fall hat er von dem Duralsack besser Dura Mater gesprochen. Das ist die äußere Hirnhaut des Rückenmarkes es gibt auch eine innere und dazwischen läuft das Liquor  (Hirnwasser).

Nun der Arzt hat wenn ich das richtig einordne von einer so genannten Duralsackkompression gesprochen. Das dies auch beim Rückenmark angekommen ist kannst Du Dir in etwa vorstellen. Von irgendwelchen Bänder (Ligament) oder Faszien (Bindegewebshüllen um unsere Muskeln) möchte ich da erst gar nicht anfangen die da bei so einem Sturz auch so ein klein wenig in Mitleidenschaft gezogen werden.

Also beim nächsten Arztbesuch würde ich das an Deiner Stelle einmal aufgreifen Nervenschlauch zusammengezogen. Nicht richtig verstanden und müsste ich da evtl. einmal zu einem Neurologen! (bisher bin ich da immer am besten gefahren - keine Ahnung Herr / Frau Doktor erklären sie mir das bitte einmal). 

Nun schreibst Du von Krankengymnastik. OK das sind irgendwelche Übungen. für den Rücken man kann sich z.B. ein Theraband kaufen (Latexband) und der Physiotherapeut sagt OK wenn sie etwas zu Hause machen wollen diese Übungen. Allerdings nie in den Schmerz hinein..  Nun schreibst Du von der Schulter Hubbel und Schmerzen.

Ja und mein Arzt hat mir Ibuprofen verschrieben. Ibuprofen ist ein NSAR also ein Mittel gegen Rheuma bzw. Entzündungen (bei der Einnahme NSAR Magenschutz besorgen wie Pantozol udgl..). Nun Ibuprofen hilft bei leichten bis mittelstarken Schmerzen.

Der Unfall ist jetzt schon reichlich ein Jahr her innerhalb eines Jahres können Schmerzen chronisch werden also sollte man schon in eine Schmerzambulanz gehen. Es gibt Progressiven Muskelentspannung nach Jacobson; (Buchhandel Bücher CDs  usw..).

Ein verspannter - verhärteter bedeutet Schmerzen darum solltest Du auch eine Massage bekommen. Ich weis nicht was Du bekommst Krankengymnastik (ja) Physiotherapie (Massage ?) Wärme (?) es gibt so Moorpackungen die man in heißen Wasser oder Microwelle erwärmen kann. Ich weis nicht ob Wärme Dir in dem Fall gut tut müsste man probieren.falls noch nicht bei einer heißen Rolle (Physio) würdest Du wahrscheinlich durch die Decke gehen.

Du hast geschrieben ..möglichst gerade stehe usw,...Ich hoffe Du sitzt nicht den ganzen Tag wie eine 1 auf dem Stuhl. Das würde gerade zu die Schmerzen fördern. Ob solche Ballkissen (ca. 20 €) etwas bringen wie in Deinem Fall?

Es gibt einige wenige Kliniken die sehr viel Erfahrung haben (nun  Prof  Dr. Med. Jürgen Harms   arbeitet nun leider  in einer Privatklinik in Heidelberg. )

Es wäre schwierig wenn ich Dir eine Klinik in Süddeutschland nenne und Du auf Helgoland oder so wohnst?

VG Stephan

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Antwort
von Kimono, 65

Gehe auf jeden Fall nochmals zum Orthopäden. Lass Dich von ihm auch auf Haltungsschäden hin begutachten, denn Du hast mit Deiner - aufgrund der Schmerzen - eingenommenen Schonhaltung auch andere Bereiche stark beansprucht. Das ist letztlich ein Teufelskreis, den es aufzulösen gilt. Fehlhaltungen führen zu Schmerzen und Schmerzen führen zu Fehlhaltungen/Schonhaltungen.

Manchmal helfen schon ein paar Einlagen, damit z. B. das Becken wieder richtig steht und somit auch die Wirbelsäule entlastet wird. Eventuell musst Du auch eine Orthese/Bandage für den Rücken tragen.

Das kann aber nur ein Orthopäde feststellen und dann entsprechend verordnen. Du bist ja teilweise noch im Wachstum. Da sollten sich Fehlhaltungen auf keinen Fall manifestieren. Deswegen wirst Du wahrscheinlich auch recht problemlos Physiotherapie und dergleichen verschrieben bekommen.

Antwort
von gerdavh, 51

Was die Ursachen für diese starken, immer wieder kehrenden Schmerzen sind, kann ich natürlich auch nicht sagen. Aber an Deiner Stelle ginge ich zu einer Osteopathin.Das wird inzwischen leider von einigen Krankenkassen nicht mehr so starke bezuschusst, also besser vorher erkundigen, was Eure Kasse dazu zahlt. Gute Besserung. lg Gerda


Antwort
von Beavis99, 51

Hallo,

das letzte MRT & Röntgen ist ja schon etwas her. Von daher solltest Du unbedingt nochmal zum Orthopäden gehen & die Schmerzen abklären lassen.Dann kann noch eine Einheit KG sicher nicht schaden & spezielle Rückengymnastik. Frag mal diesbezüglich bei Deiner KK nach. Der Ostheopath ist auch eine gute Idee, weil Du da ganzheitlich behandelt wirst. Wird von den KK unterschiedlich bezuschusst, einfach mal nachfragen.

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