Frage von devinn, 102

Nach Antibiotika Halsbeschwerden und Asthma

Hi,

Ich musste vor 3 Monaten, für 3 Wochen Antibiotika (Doxycyclin) nehmen und noch während der Einnahmezeit habe ich davon eine leichte Rachen und Mandelentzündung bekommen. Schleimhautreizungen/entzündungen werden in der Packungsbeilage unter "gelegentlich" aufgefüht also habe ich mir keine großen Sorgen gemacht und dachte das wenn ich das Antibiotikum absetzte, die Beschwerden abklingen. Fehlanzeige, die Halsbeschwerden sind bis heute nicht weg!

Ich war bei 2 verschiedenen HNO's die beide Abstriche machten. Der erste Abstrich war negativ auf alles. Beim letzten Abstrich, der über 10 Tage brüten durfte, wurde "mäßig viel" Candida Albicans gefunden. Ich habe daraufhin Anti-Pilzmittel (Ampho-moronal) bekommen aber es hat nicht gewirkt. Mein HNO geht nicht mehr davon aus das mein Problem Candida ist da ich auch keine klinischen Anzeichen habe. Andere Ursachen die mein HNO auschließt sind Reflux, Nasenatmungsprobleme, Allergien.

Zurzeit mache ich eine Neuraltherapie aber ich weiß nicht ob es was bringt.

Ich nehme auch zwei probiotische Mittel, Symbioflor 1 und Dr.Wolz Darmflora Plus obwohl ich eigentlich keine Darmprobleme habe. Mein HNO und Hausarzt meinen aber das es einen Versuch wert ist.

Vor ein paar Wochen ist auch noch ein allergisches Asthma dazu gekommen. Das hatte ich das letze mal so stark vor 5 Jahren. Dann wurde es immer besser weil ich eine Hypersensibilisierung gemacht habe. Ich musste mir sogar wieder ein Asthmaspray kaufen weil ich morgens oft verschleimt und kurzatmig aufwache. Die Halsentzündung nervt aber am meisten.

Ich glaube das Antibiotika hat mein Immunsystem stark geschwächt oder zu irgendeiner Mangelerscheinung geführt. Ich fühle mich aber ansonsten körperlich gut und bin erst 22 Jahre alt.

Ein großes Blutbild wurde auch schon gemacht es gab keine erhöhten Entzündungswerte und nicht was auf Bakterielles hindeutet. Das einzige was dabei rausgekommen ist, ist ein erhöter Eosinophile Wert was für Allergien spricht. Toll, das wußte ich auch so schon.

Leider wurden bei dem Blutbild nicht alle Spurenelemente und Vitamine getestet.

Könnte ich tatsächlich eine Mangelerscheinung haben? Ich habe gelesen das Doxycyclin ein "Tetracycline" ist und zu Zinkmangel führen kann. Könnte das die Ursache für meine Beschwerden sein? Hat vieleicht sonst noch jemand Ansatzpunkte für mich?

So langsam nervt mich die ganze Halsgeschichte doch sehr. :c

Antwort vom Arzt online erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zu Ihrer Gesundheitsfrage. Kompetent, von geprüften Ärzten.

Experten fragen

Antwort
von Hooks, 79

vitalstoff-lexikon.de/Vitamin-B-Komplex/Riboflavin-Vitamin-B2-/Mangelsymptome.html

Halsschmerzen sind ein bekanntes Symptom bei Mangel an Vitamin B2. Durch das Antibiotikum ist Deine Darmflora gestört und sie kann nun die Vitamine nicht richtig aufnehmen. Du kannst nun versuchen, den gesamten B-Komplex (die Bs arbeiten alle zusammen) zuzuführen (ratiopharm, lichtenstein, biovea - such über medizinfuchs.de), aber vielleicht mußt du auch Darmbakterien einehmen, damit der Darm erst wieder richtig arbeitet. Das mußt Du ausprobieren. Mir hat Darmflora plus select geholfen (auch medf), aber vielleicht kennst du ja auch ein anderes Mittel dafür. probier es aber erst mal aus. Vitaminmangel wird meist nicht getestet, das muß man auf eigene Faust probieren.

Gute Besserung!

Manchmal hilft bei Halsschmerzen auch Goldrute. Die blüht doch gerade in vielen Gärten. Ich habe mir Tinktur gemacht, 3-4 Wochen das Kraut in Doppelkorn gesteckt und dann abgesiebt. man kann es aber sicher auch einfach so essen. Viel trinken dabei!

http://heilkraeuter.de/lexikon/goldrute.htm

auch Spitzwegerich ist sehr hilfreich, ich nasche ab und zu ein Blatt, wenn ich draußen eins finde.

Antwort
von Friedelgunde, 92

Ich hatte im Freundeskreis jetzt gerade erst einen Fall von chronischer Halsentzündung. Die Frau hat sehr darunter gelitten, weil sie abends zum Schluss nicht mal mehr sprechen konnte (Stimme weg, extremer Reizhusten, Schmerzen, etc... ). Am Morgen war es bei ihr dann meist wieder besser ... und verschlimmerte sich im Laufe des Tages, etc.

Auch bei ihr wurde von den HNO-Ärzten nichts gefunden, die konnten ihr also nicht weiterhelfen. Naja, langer Rede kurzer Sinn: nach einigem Recherchieren kam sie dann darauf, dass ihre Nasen- und Rachenschleimhaut zu trocken war. Sie hat dann Coldastop-Nasenöl für die Nase und GeloRevoice-Tabletten für den Hals besorgt, für zwischendrin auch noch Emser-Pastillen. Bereits am ersten Tag der Maßnahme war alles deutlich besser und nach wenigen Tagen komplett abgeheilt. Jetzt nimmt sie die Tabletten immer dann, wenn der Hals wieder zu kratzen anfängt, ansonsten geht es ihr prima.

Vielleicht ist ja eine angegriffene Rachenschleimhaut auch bei dir die Ursache. Einen Versuch wäre es wert, oder?

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community