Frage von Anselm, 29

Muss ich für einen Behandlungsplan vom Zahnarzt zahlen?

Hallo, meine Tochter war beim Zahnarzt, hatte 2 Zähne plombieren lassen, eine abnehmbare Prothese mit einem Vorderzahn machen lassen,(wurde von uns dann auch bezahlt 330.00 euro), dann hat der Arzt ein Röntgen Bild gemacht und ein Gespräch wegen Implantat geführt, nach paar Wochen ist ein Behandlungsplan gekommen. Die Summe war ziemlich hoch 7.740 für ein Implantat mit Knochenaufbau und zwei Kronen auf die Zähne welche plombiert wurden?Das war uns zu Teuer, wir haben 2 Tage vor dem Termin angerufen und abgesagt , weil wir wollten uns ne zweite Meinung hohlen. Nach Paar Tage bekommen wir eine Rechnung von 700.00 euro für seinen Aufwand mit Laborkosten us.w. Müssen wir die Rechnung zahlen? Mann hat doch das Recht auf zweite Meinung? Und wir haben 48 Stunden vor dem Termin abgesagt. Wie gehe ich jetzt vor? Was muss ich machen? Bleibt mir keine andere Wahl, wie die 700.00 euro zahlen oder das alles trotzdem durchziehen und 7.000 zahlen? Oder kann ich mich da wehren? Brauch ich einen Anwalt, weil die Summen ja nicht klein sind?

Antwort
von mariontheresa, 18

Wie ist deine Tochter denn versichert? Die gesetzliche Krankenkasse bezahlt bei Füllungen im Frontzahnbereich eine Kunststofffüllung, im Seitenzahnbereich eine Amalgamfüllung. Soll es auch hier eine Kunststofffüllung sein kann der ZA sie komplett privat nach der Gebührenordnung Zahnärzte  (GOZ) berechnen, oder er rechnet mit der Kasse deren Anteil ab und der Patient bezahlt einen Aufpreis. Grund: Arbeitsaufwand und Materialkosten sind höher. Eine Kunststoffprothese zum Ersatz von einem Zahn  (soll in die Lücke das Implantat?) wird etwa zur Hälfte von der Kasse bezahlt. Solch eine provisorische Prothese kostet den Patienten etwa 150.00 -200.00€ Eigenanteil. Bei einer endgültigen Prothese mit Metallbasis sind es etwa 350.00€. Für eine Prothese erstellt der ZA einen Heil- und Kostenplan, dafür darf er nichts berechnen. Ein Implantat ist eine rein private Leistung. Hier berechnet der ZA wieder nach GOZ. Wie er den Preis kalkuliert ist seine Sache. Bei einer privaten Behandlung kann er für das Beratungsgespräch und die Röntgenaufnahmen eine Rechnung stellen. Laborkosten kann er nur berechnen wenn er z.B. Abformungen genommen und Gipsmodelle angefertigt hat. Dafür 700.00€ zu berechnen halte ich für zu hoch. Wegen der Privatrechnung kannst du dich erst mal bei der Landeszahnärztekammer ( jedes Bundesland hat eine eigene) beraten lassen. Dort wird man auch die Frage beantworten, ob es sinnvoll ist einen Rechtsanwalt einzuschalten. 

Antwort
von givemore, 7

Würde mich erstmal an eure Krankenkasse wenden, was die dazu sagen. Dann gibt es noch einen Patienteninformationsdienst bundesweit.Die Kosten für das Röntgen werden  normalerweise von eurer KV übernommen.

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