Frage von astrid1976, 340

MRT WAS BETEUTET DAS GENAU

Habe seid mein 16. Lj beschwerden mit der Lws x Bandscheibenvorfälle, 2004 L4/L5 Op, jetzt wieder aktue Schmerzen auf grund dessen ein aktuelles Mrt gemacht nur jetzt habe ich Angst, weil der Befund mir nichts sagt das es wieder schlimmer ist und nicht wieder op bevor steht. Bitte um Hilfe.

Diagnose: Es zeigt sich eine flach s-förmige Skoliose (rechtskonvex ander oberen LWS, linkskonvex am lumbosakralen Übergang). Weiters zeigt sich eine Retrolisthese L5/S1 (max. 0,3). Die Endplatten sind bei L4/L5 und L5/S1 geringgradig unregelmäßig begrenzt. Es zeigt sich jewiels ein begleitendes Knochenmarködem. Die Intervertebralgelenke sind geringgradig unregelmäßig begrenzt. Im Segment L3/L4 zeigt sich eine breitblasige Diskusprotrusion mit einem kleinen vertikalen Anulusriss. Eine Nevenwurzeltangierung ist nicht eindeutig erkennbar. Bei L4/L5 zeigt sich ein flacher medianer Diskusprolaps mit einem kleinen nach kaudal verlagerten Sequester. St.p. Hemilaminektomie rechts in diesem Segment. Es zeigen sich geringgradige epidurale Narbenbildung am Abgang der Nervenwurzel L5 rechts. Eine eindeutige Nervenwurzelkompression ist in diesem Segment nicht erkennbar. Auch kein Nachweis einer Vertebrostenose. Im Segment L5/S1 zeigt sich eine breitbasige Diskusprotrusion. Es zeigt sich hier auf Recessushöhe bilaterale Stenosen an den Neuroforamina mit möglicher Irritation zur Nervenwurzel L4 beidseits.

Danke im voraus lg Astrid

Antwort
von StephanZehnt, 237

Hallo Astrid,

als ich Deinen Bericht durchgelesen habe - geringgradige epidurale Narbenbildung am Abgang der Nervenwurzel L5 rechts war mir klar wo auch die Ursache Deiner Beschwerden zu suchen ist.

Also Diagnose flach s-förmige Skoliose (rechtskonvex (nach rechts gebogen) an der oberen LWS ( oberen Lendenwirbelsäule ) , linkskonvex (nach links gebogen). am lumbosakralen Übergang (Übergang Kreuzbein zur Lendenwirbelsäule). Keine Angabe des Cobbwinkels darum Ausprägung der Skoliose ? Weiter zeigt sich eine Retrolisthese L5/S1 (max. 0,3) (Gleitwirbel Verschiebung nach hinten).

Die Endplatten sind bei L4/L5 und L5/S1 geringgradig unregelmäßig begrenzt. Es zeigt sich jeweils ein begleitendes Knochenmarködem Es gibt degenerative Veränderungen der Wirbel hier Endplatten die Folge u.a. ein Knochenmarksödem. Die Intervertebralgelenke (Facettengelenke bzw. Zwischenwirbelgelenke) sind geringgradig unregelmäßig begrenzt auch hier gibt es eine degnerative Veränderung). Im Segment L3/L4 (Lendenwirbel 3 und 4) zeigt sich eine breitblasige Diskusprotrusion (Bandscheibenvorwölbung) mit einem kleinen vertikalen Anulusriss ( Riss im Faserring also äußere Bandscheibe). Wenn der ganz gerissen ist ergibt das eine Bandscheibenvorfall Prolaps

Eine Nevenwurzeltangierung (Berührung der Nervenwurzel) ist nicht eindeutig erkennbar. Bei L4/L5 zeigt sich ein flacher medianer Diskusprolaps (Bandscheibenvorfall in der Mitte (median) ) mit einem kleinen nach kaudal (zum Fuss hin) verlagerten Sequester(abgestorbenes Gewebe oder Knochen also eine Nekrose.. ...) St.p. Hemilaminektomie (Entfernung eines Teils der des Wirbelbogens) rechts in diesem Segment

Es zeigen sich geringgradige epidurale Narbenbildung am Abgang der Nervenwurzel L5 (Lendenwirbelsäule) . rechts

(Narbenbildung im Epiduralraum - direkt um das Rückenmark herum liegen die Hirnhäute. Über der äußeren Hirnhautschicht liegt eine Schicht aus Bindegewebe und Fettgewebe. Diese Schicht wird auch als Epiduralraum bezeichnet.

Eine eindeutige Nervenwurzelkompression (Druck auf die Nervenwurzel) ist in diesem Segment nicht erkennbar. Auch kein Nachweis einer Vertebrostenose (Wirbelkanalenge) Im Segment L5/S1 zeigt sich eine breitbasige Diskusprotrusion.(Bandscheibenvorwölbung).

Es zeigt sich hier auf Recessushöhe (Recessus Hohlraum ) bilaterale (links und rechts) Stenosen (Engen) an den Neuroforamina (Zwischenwirbellöchern) in denen die Nervenwurzeln verlaufen) mit möglicher Irritation zur Nervenwurzel L4 beidseits.

Zur besseren Veranschaulichung eine von den vielen Seiten http://www.neuro24.de/r5.htm

Ich habe einmal "die Probleme" etwas dicker geschrieben. Du hast nichts über Deine Schmerzsituation udgl. geschrieben. Da der genannte Prolaps median also in der Mitte ist muss er nicht zwangsläufig auf die Nervenwurzeln drücken die rechts und links sind (Wirbel).

Wenn es noch Fragen gibt halt noch einmal schreiben. Fine

VG Stephan

Kommentar von astrid1976 ,

Danke für deine Antwort.

Naja Schmerzen sind immerzu da, im Augenblick nur über die LW, als ob ich einen Unfall gehabt hätte und alles tief blau wäre. Ab und zu ziehender Schmerz Links ins Knie.

Vor einer Woche hatte ich noch den typischen Reißschmerz in den Lendenwirbeln hinabziehend in den linken Fuß bis zum Zeh und rechts ziehend bis zum Knie. Gefühlsstöhrungen leicht im Gesäß und am rechten Bein.

Dann ließ es auf einen Tag nach und jetzt fängt es wieder an, mit steigerung von Tag zu Tag. Der ganze Rücken krampft schon weil ich durch die Schmerzen natürlich nicht aufrecht gehen kann und daduch eine leichte Beckenschiefstellung auf Grund der Schmerzen habe .

LG Astrid

Kommentar von StephanZehnt ,

Nun Astrid Du hast die Skoliose das heißt auf die Lendenwirbelsäule die sehr stark belastet ist wird durch die Skoliose fehlbelastet das führt zu einer verstärkten Degeneration der Wirbel / Bandscheiben im Anfang und Ende des Skoliosebogens

Ich weis nicht genau aber wenn auf beiden Beinen stehst, stehst Du sicherer als auf einem Bein. Bei der Skoliose eine kleinere Fläche (Wirbel) mehr Gewicht übernehmen. (http://forum.skoliose-op.info/).

Nun hast Du geschrieben - möglicher Irritation zur Nervenwurzel L4 beidseits.... Die Nervenwurzel L4 versorgt z.B. Ischias (und beim Mann dazu die Prostata) Nun wird Dir der Ischias schon etwas sagen er gehört zum Plexus lumbosacralis einem Nervengeflecht was Beine usw. versorgt.

Du solltest einmal mit einem Neurologen darüber sprechen über den "Ischias". Du solltest einmal in eine Schmerzambulanz gehen um chronische Schmerzen zu vermeiden (Schmerztagebuch führen einen Vordruck findest Du oben rechts über suchen Halt noch meinen Namen dazu schreiben).

Mit der Physiotherapeutin und Orthopäden einmal über den Beckenschiefstand sprechen. Ich weis nicht wieviel der beträgt aber dies kann Probleme bis hin zum Kiefer oder gar Kopfschmerzen bedeuten wenn es ganz arg ist, also nicht nur drei Millimeter. Bei sehr heftigen Schmerzen wenn auch Targin nicht mehr hilft gibt es noch zwei Möglichkeit ...Aber das wenn es gar nicht mehr geht. So das muss erst einmal genügen sonst kostet es Dich einen Kaffee wegen dem Plexus lumbosacralis kannst Du ja einmal im Internet ..! VG Stephan

Kommentar von gerdavh ,

Ich möchte mal an dieser Stelle @stephanzehnt ein öffentliches Kompliment machen. Keiner macht sich bei derartigen, wirklich schwierig zu beantwortenden Anfragen soviel Arbeit mit Recherchen wie Stephan. Danke.

Kommentar von StephanZehnt ,

Danke für Deine Kommentar Gerda. Ich bin schon froh wenn überhaupt geantwortet wird. Ein Orthopäde macht dies mit Links ...Da ich kein Linkshänder bin ..bei mir dauert es etwas länger.

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