Frage von Rotkehlchen, 138

MRT vom Knie

Guten Abend,

wegen starker Schmerzen im Bein und im Knie habe ich eine MRT vom Knie gemacht bekommen. Da dies heute war und ich erst in einigen Tagen zum Orthopäden kann, um den Befund zu besprechen, habe ich versucht, hier im Internet zu verstehen, was der Befund bedeutet. (Der Radiologe hat ihn nur mitgegeben) . Leider konnte ich keine für mich verständlichen Antworten finden und hoffe deshalb, dass es hier jemanden gibt, der mir sagen kann, was das (besonders Punkt 2) bedeutet.

Befund:

  1. Gonarthrose Grad II (Chrondomalazie Grad II)

  2. Umschriebene Chondromalazie Grad III/4 in der Fovea femoris am lateralen Condylus mit Arrosionen und mäßiger Aktivierung - bei retropatellare Chondomalazie Grad II/2, leichter Reizerguß ohne Bakerzyste.

    .

VIelen Dank für Ihre Bemühungen.

Viele Grüße

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von StephanZehnt, 137

Hallo Rotkehlchen,

Also wenn man dies übersetzen soll - die Gonathrose betrifft das ganze Knie Hier etwas zum Thema Gonathrose (Knieathrose). http://www.sportklinik-ravensburg.de/de/operative-therapie/knorpelschaden.html

Die Chrondomalazie ist eine Gelenkknorpelerweichung. die zumeist retropatellar also hinter der Kniescheibe vorkommen. Die dadurch bedingten Schmerzen können deutlich ausstrahlen.

Bei Punkt 2. Chondromalazie (Knorpelerweichung) Grad III/4

  • Grad III Defekt > 13 mm Durchmesser, Knorpelrisse
  • Grad IV Erosion des Knorpels bis auf den subchondralen Knochen

  • Fovea femoris Delle im Oberschenkelknochen (?)

  • Condylus ist der Gelenkfortsatz bzw. Gelenkkopf eines Knochen hier Oberschenkelknochen. (hier lateral also seitlichen Oberschenkelknochen).
  • Arrosionen sind Zerstörungen angrenzender Bereiche die durch den weichen Knorpel nicht mehr genug geschützt sind.
  • retropatellare Chondomalazie Knorpelerweichung hinter der Kniescheibe

Wenn Du das anhängte Bild etwas vergrößerst siehst Du am unteren Ende des Oberschenkelknochens rechts wo eine Problemzone liegt. ( Fovea femoris am lateralen Condylus)

Dies einmal grob zu dem Thema - sollte es noch Fragen geben halt Kommentar dazu schreiben.

VG Stephan

Kommentar von StephanZehnt ,

Hier ist es evtl. etwas besser zu erkennen http://medicine.academic.ru/113325/condylus_lateralis_femoris

Kommentar von Rotkehlchen ,

Hallo Stephan,

vielen Dank!

Wenn dieses am Oberschenkelknochen ist, dann könnte es erklären, dass mir oft eher das Bein als das Knie weh tut, oder?

Woher kommt diese Erweichung? Ich habe jetzt beim Rumsurfen gesehen, dass dies auch eine Autoimmunreaktion sein kann. Stimmt das? Oder ist es doch nur "Verschleiß"? Würde mehr Sport helfen? (Im Moment schone ich das Bein öfter mal, statt Walken zu gehen o.ä., weil es halt oft weh tut)

VG

Kommentar von Nic129 ,

Sie verwechseln da etwas.... Die besagte Erweichung führt zu einem Verschleiß. Hauptgrund ist immer eine vorangegangene sportliche oder berufliche Belastung über einen längeren Zeitraum oder etwaige traumatische Ereignisse - z.B. Gelenkschäden oder Prellungen des Knorpels.

Autoimmun eher seltener.

Kommentar von StephanZehnt ,

Bei so einem Problem ist oft das richtige Verhältnis zwischen Belastung und Entlastung wichtig. Wie schon Nic geschrieben hat. Dies gilt z.B. auch wenn Du raus gehst zum laufen das die Schuhe auch ein Stück dämpfen. Mehr zum Thema hier

http://www.med-library.com/chondromalazie-knie-definition-therapie-gefahren-chon...

Antwort
von walesca, 103

Hallo Rotkehlchen!

Bei mir hat es sehr gut geholfen gegen massive Schmerzen im Knie, der Hüfte und dem Oberschenkel, dass ich gute Einlagen bekommen habe. Zusätzlich nehme ich noch 2 x tgl. "Glucosamin PLUS 800 + Chondroitin von Doppelherz" ein. Das hilft, die Gelenke zu ernähren. Seit ich das alles gemacht habe, kann ich wieder schmerzfrei laufen! Vielleicht wäre das ja auch für Dich eine mögliche Option??? Vor einer OP, würde ich z.B. erst einmal in ein gutes, spezialisiertes Fuß-Zentrum gehen. Dazu schau bitte mal in diesen Tipp.

http://www.gesundheitsfrage.net/tipp/staendig-schmerzen-in-den-fuessen-das-muss-...

Alles Gute wünscht walesca

Kommentar von walesca ,
Antwort
von bobbys, 87

Hallo,

hier mal eine grobe Kurzversion. Du hast eine Kniegelenksarthrose 2.Grades und Knorpelerweichungen 2.Grades.Desweiterem wird eine Knorpelerweichung am Oberschenkel vorne umschrieben eines 3.Grades sowie defektes Gewebe und ein leichter Erguss.

LG bobbys

Kommentar von Rotkehlchen ,

wow, vielen Dank für die schnelle Antwort! Kann der Orthopäde da voraussichtlich was machen?

LG

Kommentar von pferdezahn ,

Ich kann dir dazu nur raten, mehrere Meinungen einzuholen, auch bei einen Sportarzt, bevor man dir ein kuenstliches Gelenk aufschwetzen will. So war es bei mir, und ein Sportarzt bekam es durch eine Arthroskopie ganz gut hin.

Kommentar von bobbys ,

@Rotkehlchen,

Der Orthopäde wird natürlich versuchen über konservative Therapie (Medikamente,Physiotherapie uam.)dir zu helfen .Auch eine Arthroskopie wäre eine Möglichkeit den Schaden noch mal etwas genauer zu betrachten und über diese Untersuchung in Frage kommende Schäden zu reparieren . Über ein künstliches Gelenk brauchst Du dir noch keine Gedanken machen denn ich habe eine Kniegelenksarthrose 4 .Grades und versuche auch eine OP noch soweit wie möglich herauszuschieben und jeder Verantwortungsvolle Arzt wird nur zu einer Prothese raten wenn keine andere Möglichkeit mehr besteht. Bei mir wurde bereits eine Prothese angeraten aber solange es noch schmerzfreie Intervalle gibt werde ich darauf verzichten. Du allein bestimmst :)

LG bobbys

Antwort
von Nic129, 73

Hallo,

um es einfach kurz zu halten, ohne alle unnötigen Einzelheiten aufzulisten, da alles auf das Gleiche hinausläuft:

Sie haben einen deutlichen Verschleiß im Kniegelenk.

Nichts anderes sagt dieser Befund.

Viele Grüße

Kommentar von Rotkehlchen ,

auch hier: Vielen Dank für die schnelle Antwort! Ich frage mich neugierig schon jetzt, was das heißt, welche Behandlung da wohl erfolgen wird?

VG und Dankeschön.

Kommentar von StephanZehnt ,

Das muss man dann vor Ort klären wo man mehr Einblick hat. (ein Befund wie z.B. Chondromalazie Grad III/4 ist nicht unbedingt das Wahre!).

Kommentar von Nic129 ,

Ich sage mal so... alleine die Diagnostik mit MRT ist nicht immer ausreichend. Wenn man einen wirklich aussagekräftigen Status haben möchte, ist Mittel der Wahl immer eine diagnostische Arthroskopie (Kniespiegelung). Die wird auch in vielen Fällen in Erwägung gezogen, wenn die Befundlage unklar ist.

III oder IV. gradige Angelegenheiten sind nicht das Wahre. Dabei sind die Bereiche meistens so aufgebraucht, dass nahezu kein Puffer mehr vorhanden ist bzw. die Pufferfunktion so eingeschränkt ist das es keinen sinnvollen Effekt mehr hat.

Kommentar von Rotkehlchen ,

Dankeschön. Ich werde also mal abwarten, was der Orthopäde zu den Bildern sagt, vielleicht beurteilt er sie ja anders als der Radiologe und sieht es weniger gravierend. Andererseits scheint es ja schon so zu sein, als gäbe es jetzt einen "guten Grund" , dass ich diese Schmerzen habe, der Hausarzt hat das lange eher abgetan mit "das Knie tut jedem mal weh".

LG

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