Frage von jaqui25, 28

Morbus Chron

Hallo zusammen, habe mich gerade hier angemeldet und weiß garnicht soecht wie man so anfangen soll. vielleicht fange ich erst mal mit meiner Person an. Mein Name ist Jaqui und bin 25 jahre alt, wiege zur zeit ca.44kg bei einer Körpergröße von 1,64cm. Vor ca. 7 Jahre wurde bei mir Morbus Chron festgestellt. Damals wollteich das ganze einfach nicht wahr haben und habe auch nie irgendwas dagegen getan. Habe nie meine Tabletten genommen,nicht auf meine Erährung geachtet,einfach Garnichts. In diesen 7 Jahre habe ich auch nicht wirklich irgendwas gehabt, natürlich ab und zu Durchfälle oder auch mal Magenkrämpfe aber die waren nicht von Bedeutung. Vor ca. 4 Wochen fing mein akuter Schub dann an. Ich hatte Montag abend ein Mettbrötchen gegessen (mett war frisch am abend gekauft) und direkt am nächsten morgen um punkt 9 Uhr hing ich über der Kloschüßel. Es wurde nicht besser und bin dann schließlich zu meinem Hausarzt,der mir eine Infussion gegen Übelkeit gab und meinte das ist eine Magen-Darm-Grippe.(er weiss von meinem Chron) als ich wieder daheim war, wurde das ganze noch schlimmer. Ich habe geschrien vor schmerzen und war mich nur noch am übergeben. Später hat meine beste Freundin den Krankenwagen gerufen der mich natürlich in das schlechteste Krankenhaus gefahren hat das es wohl gibt. Dort bekam ich die üblichen Untersuchungen aber auch die meinten es wäre eine Magen-Darm-Grippe, also wieder ab nach Hause,die hatten ja auch keine Betten frei -.- Es wurde und wurde nicht besser, ich habe vor lauter Schmerzen wie am Spieß geschrien, das meine Nachbarn nicht dachten ich werde abgeschlachtet war alles. Gegen 21 Uhr abends wollte meine Mutter mich dann zu sich nach Hause holen aber soweit kam es nicht, der nächste Krankenwagen musste her. Schließlich lag ich fast drei Wochen im Krankenhaus, habe eine Magen und Darm Spiegelung bekommen etliche Ultraschall Untersuchungen und ein CT. Ich durfte 3 Wochen lang nichts essen habe Flüssignahrung über den Tropf bekommen. Ich stand kurz vor einem Darmverschluss. Das war die reinste Höllenzeit. Nun kommen wir mal zu meinem eigentlichen Anliegen. Ich würde einfach gerne wissen wollen ob einer von Euch auch schonmal so einen schlimmen Schub hatte und wie ihr damit umgeht. Ich habe auch jetzt noch ziemliche Schmerzen,bekomme zur Zeit Kortison,Salofalk und ein Magenschutzmittel alles in Tablettenform. Ich kann mir nicht vorstellen damit zu Leben,ich möchte nicht meine Ernährung umstellen und evtl auf so viele leckere Sachen verzichten. Von meiner geliebten Cola und Süßkram habe ich mich schon verabschiedet,trinke nur noch wasser und Süß kommt auch nicht mehr ins Haus. (Ich habe vor diesem Schub nur Cola getrunken)

So jetzt halte ich mal meine Babbel und hoffe auf ganz viele Antworten,Fragen und Tipps von Euch ;)

Vielen Dank

Jaqui

Antwort
von Nelly1433, 21

Ich kann mir nicht vorstellen damit zu Leben, ich möchte nicht meine Ernährung umstellen und evtl auf so viele leckere Sachen verzichten

Niemand wünscht sich krank zu sein und niemand kann sich seine Krankheit aussuchen. Man kann nur versuchen, das Beste daraus zu machen. D.h. in diesem Fall, Sie müssen Ihre Ernährung und Ihr Leben entsprechend umstellen:

Morbus Crohn: Krankheitsverlauf und Prognose

Morbus Crohn ist nicht heilbar. Mit einer konsequenten Morbus-Crohn-Therapie können aber die Beschwerden soweit gelindert werden, dass ein normales Leben möglich ist. Außerdem kann ein erneuter Morbus-Crohn-Schub auch, nachdem die Krankheit diagnostiziert wurde, oft viele Jahre auf sich warten lassen. In diesen Zwischenzeiten ist den Betroffenen nichts von ihrer Krankheit anzumerken.

Nach der Morbus- Crohn-Diagnose ist es wichtig, dass sich der betroffene gewissenhaft selbst beobachtet und regelmäßig seinem Arzt vorstellt. Dadurch kann ein erneuter Morbus-Crohn-Schub meist frühzeitig erkannt und der Verschlechterung entsprechend vorgebeugt werden. Es gilt als sicher, dass bestimmte Umweltfaktoren das Risiko einer Erkrankung an Morbus Crohn erhöhen. Deshalb kann eine gesunde Lebensweise mit ausreichend Schlaf und einigen Entspannungspausen pro Tag, ausgewogener Ernährung und viel Bewegung die beschwerdefreien Intervalle deutlich verlängern. Experten empfehlen beispielsweise Autogenes Training oder die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, um Stress zu reduzieren. Außerdem haben Betroffene ein erhöhtes Risiko an Darmkrebs zu erkranken. Daher sind regelmäßige endoskopische Kontorolluntersuchungen wichtig.

Wenn die Morbus-Crohn-Therapie dauerhaft und konsequent erfolgt, haben Betroffene eine normale Lebenserwartung. http://www.netdoktor.de/krankheiten/morbus-crohn/

Einen Zauberstab, der Krankheiten wegzaubert, gibt es leider nicht. Es gibt Kinder, die bereits mit 2-3 Jahren Diabetes haben. Auch die müssen ihr Leben entsprechend darauf einstellen. Ich kenne selbst ein fröhliches kleines Mädchen, das sehr diszipliniert mit Diabetes lebt. Obwohl es die Einzelheiten der Krankheit noch gar nicht begreifen kann.

Da sind Sie mit 25 Jahren klar im Vorteil. Kurz gesagt: Entweder Sie richten Ihr Leben danach oder Sie müssen mit den Konsequenzen leben, die Sie ja recht plastisch geschildert haben und die schlimmstenfalls zu Darmkrebs führen können.

Machen Sie sich hier mal schlau: w w w.dccv.de/crohn-colitis/morbus-crohn/ Es gibt auch Selbsthilfegruppen, die entsprechende Unterstützung bieten. Und man erfährt, wie andere damit umgehen und ihr Leben meistern.

Alles Gute !

Kommentar von bobbys ,

Extra DH von mir:)LG

Antwort
von StephanZehnt, 16

Hallo Jaqui,

nun hat schon Nelly 99,9 % zum Thema geschrieben. Also nur eine kleine Ergänzung!

Aber wie auch immer es wird Dir nichts anderes übrig bleiben als Dein Leben der Krankheit anzupassen. So schwer Dir das auch fällt. Die Ursache des (Fast)Darmverschlusses war Deine unangepasste Ernährung.

Wenn Du so weiter machst, ist der nächste Darmverschluss bald fällig. Es ist nicht nur das Du etwas darauf aufpassen musst wie Du Dich ernährst. Dazu kommt das man bei solch einer Darmentzündung z.B. Probleme hat mit der Eisenaufnahme. Das heißt man sollte in bestimmten Abständen ein Blutbild machen Dabei sollten zusätzlich Entzündungsstatus, Eisenhaushalt, Vitamin B12-Wert, Nierenfunktion, Leberfunktion (Transaminasen) und Gallenparameter (Cholestaseindikatoren) überprüft werden. Eine Untersuchung des Stuhls auf Blut und infektiöse Erreger (inklusive Campylobacter spp., Cytomegalie-Virus und Clostridium-difficile) wäre auch u.U. notwendig.

Es gibt ein Forum für Betroffene http://www.croehnchen-klub.de/crohn-forum/ (Deutsch) man kann auch hier einmal rein schauen .crohnfreun.de Es gibt auch in der Schweiz und Österreich kleine Foren.

VG Stephan

Kommentar von StephanZehnt ,

Hier kann man auch noch einiges nachlesen http://www.dccv.de/beratung-information/literatur/

Kommentar von jaqui25 ,

Hallo, Erstmal danke für eure schnellen Antworten. Das ich nichts ändern möchte, ist nicht richtig. Nach den letzten Wochen, weiß ich das ich etwas ändern muss und ganz besonders weiß ich das ich die Krankheit akzeptieren muss, deswegen habe ich mich hier angemeldet. Ich will etwas ändern,weiß aber nicht genau wie. Die Ärzte sagten mir zum Thema Ernährung, dass ich selbst ausprobieren muss was ich vertrage und was nicht und diese Sachen,die ich nicht vertrage dann weg lassen soll. Ich hoffe hier auf Tipps und Beratung wie andere damit umgehen oder dafür machen dass es einem gut geht. Das ganze ist ,,Neuland" für mich. Gerne wüsste ich auch wie ihr auf Kortison reagiert,falls ihr das nimmt oder nehmen musstet, ich reagiere momentan nur mit ein bisschen Wasser in Beinen ansonsten garnicht. Würde so gerne zu nehmen.

Lg

Antwort
von Lexi77, 14
Ich kann mir nicht vorstellen damit zu Leben,ich möchte nicht meine Ernährung umstellen und evtl auf so viele leckere Sachen verzichten

Also ganz ehrlich - wenn ich sowas lese, werde ich schon etwas sauer... Nachdem, was du hier von den letzten 4 Wochen geschrieben hast, kann ich das überhaupt nicht nachvollziehen und verstehen. Willst du sowas öfter erleben? Es ist doch total unvernünftig (auch in der Vergangenheit gewesen), wenn man von so einer Krankheit weiß, dass man sich da nicht entsprechend drauf einstellt (einstellen will). Vor allem dann, wenn man weiß, was das für Folgen haben kann...

Glaube mir, man gewöhnt sich sehr schnell daran, wenn man bestimmte Dinge nicht mehr machen kann/darf oder essen kann/darf. Nach einiger Zeit ist es eine Selbstverständlichkeit.

Ich selber war schon 2x in einer Situation, wo mir eine Krankheit einen Strich durch meine Gewohnheiten und meine Lebensplanung gemacht hat. Aber mir blieb gar nichts anderes übrig. Ich musste das so hinnehmen und mein Leben danach ausrichten und ändern. Eine andere Möglichkeit hatte ich gar nicht. Man muss eben aus der Situation das beste machen. Und wenn es "nur" ist, auf leckere Sachen zu verzichten, ist es weitaus harmloser, als z.B. die Ausbildung aufzugeben, nicht mehr richtig arbeiten zu können, das Hobby aufzugeben etc. Alles das musste ich nämlich wegen meiner Erkrankungen.

Ich würde dir raten, dringend deine Krankheit zu akzeptieren. Du kannst ja nichts dran ändern. Aber du solltest dich schon danach richten, damit es dir nicht nochmal so schlecht geht.

Vielleicht findest du ja eine Selbsthilfegruppe, wo du dich mit anderen Betroffenen austauschen kannst (z.B. www.croehnchen-klub.de oder crohnportal.de/ andere über Google).

Ich denke, auch eine gute Ernährungsberatung wäre in deinem Fall angebracht. Frage deinen Arzt mal nach einer entsprechenden Adresse. Ein Ernährungsberater kann dir genau sagen, auf was du bei einer Ernährung achten solltest, was du essen darfst und was du lieber meiden solltest. Er kann dir da sicher gute Tipps geben.

Also, fang an deine Krankheit zu akzeptieren, dann wirst du es auch schaffen, damit zu leben!

Alles Gute! Lexi

Antwort
von jessicaalina, 11

Liebe Jaqui,

Ich kann mir nicht vorstellen damit zu Leben,ich möchte nicht meine Ernährung umstellen und evtl auf so viele leckere Sachen verzichten.

Ja, ich kann mir vorstellen, dass es schwer für Dich ist, aber um halbwegs gesund und beschwerdefrei leben zu können wird Dir nichts anderes übrig bleiben!

Es liegt also in Deiner Hand, wie Deine Erkrankung weiterhin verläuft.

Der "Fast-Darmverschluss" kam höchstwahrscheinlich von Deiner falschen Ernährung.

44kg bei 1.64 m Größe ist außerdem etwas wenig.

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