Frage von Cookie123, 7

meiner tutorin davon erzählen?

Ich bin jetzt in der 11.klasse und habe jetzt eine Tutorin statt Klassenlehrerin. Seit 4 Monaten leide ich an Bulimie und bekomme von meiner Familie keine Unterstützung. Letztens war ich auch bei einer Beratungsstelle und mache da jetzt eine Art Therapie. In der Schule denke ich eigentlich nur noch ans essen und kann mich deswegen kaum noch konzentrieren. Soll ich es deswegen meiner Tutorin erzählen? Gehört das lösen bzw. einfach nur ein offenes Ohr für Probleme zu haben zu ihren Aufgaben?

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Cookie123,

Schau mal bitte hier:
Schule Bulimie

Antwort
von dinska, 4

Eigentlich ist das eher die Aufgabe einer Vertrauenslehrerin, sich der Probleme der Schüler anzunehmen. Ich würde es ihr nur erzählen, wenn sie dich direkt auf deine Konzentrationsstörung anspricht. Es ist schon gut, dass du dich an eine Beratungsstelle gewandt hast. Ich würde dir sehr wünschen, dass du dein Problem in den Griff bekommst. Denn du merkst ja, dass es dich auch vom Lernen abhält und es wäre schade, wenn deine Leistungen darunter leiden würden. Denke auch an die Zukunft!

Antwort
von gerdavh, 3

Hallo cookie, das ist sehr gut, dass Du jetzt in der Beratungsstelle warst und eine Therapie machst. Das ist der erste große Schritt zur Heilung Deiner Essstörung. Was Deine Frage angeht: Wenn Du Vertrauen zu dieser Frau hast, sehe ich keinen Grund, warum Du ihr das nicht erzählen solltest. Man muss sich für Krankheiten nicht schämen und es wäre durchaus sinnvoll, wenn sie weiß, warum Du zuweilen Konzentrationsstörungen hast. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich Deine Offenheit für Dich nachteilig auswirken könnte. Du darfst allerdings nicht unbedingt erwarten, dass sie Dir helfen kann. Das gehört nicht zu ihren Aufgaben. Ich drücke Dir die Daumen, dass die Therapie hilft. Alles Gute Gerda

Antwort
von xVannix, 1

Hallo Cookie,

auch von mir ein Lob, dass du bei einer Beratungsstelle bist, ich kenn das selbst von mir, dass dieser Weg dorthin alles andere als leicht ist. Den Weg selbst dorthin habe ich auch über die Schule gemacht, über eine Lehrerin meines Vertrauens.

Es ist jedoch wichtig, dass du nicht allzuviel erwartest. Sie kann dir zuhören, und was natürlich auch praktisch ist, Verständnis zeigen, wenn du dich nicht mehr konzentrieren kannst. Bei mir war es aber so, dass nach 3 Gesprächen nicht mehr wirklich was passiert ist, weil ich das Gefühl hatte ich nerve sie mit meinem Problem (mitlerweile diagnostizierte Depressionen).

Später kam es soweit, dass der Schulleiter zuhause anrufen musste, da die Vertrauenslehrerin nicht anderes handeln konnte (ich hatte ihr mehr als klar angedeutet, dass ich nicht mehr weiter kann und möchte). Nun wissen es meine Eltern, aber es ist nichts weiter passiert als dass mich meine Mutter mal schräg anguckt - vorallem die Arme nach SVV Narben absucht.

Nun wusste es auch die Tutorin - bin jetzt in die 12. gekommen. Sie hat mich immer unkonzentriert im Unterricht erlebt, es ist ihr aufgefallen. Ich hab es ihr dann gebeichtet als sie mich auf die geistige Abwesenheit angesprochen hat und war auch ganz froh drum. Dank ihr bin ich nun bei der Beratungsstelle, weil sie nicht locker gelassen hat. Jetzt ist sie in Mutterschutz gegangen und wir schreiben weiter E-Mails und sie erkundigt sich, wie es mir geht - obwohl ich nie wieder bei ihr Unterricht haben werde.

Du musst je nach deiner Situation abschätzen können, wie sinnvoll das bei dir ist. Ich bin froh es gemacht zu haben. Auf der anderen Seite tut es weh, wieder eine Vertrauensperson aus dem greifbaren Kreis verloren zu haben. Sie sollte dir als Pädagogin zuhören - egal warum. Aber gerade in deiner schwierigen Situation ist das sehr wichtig. So hat man im Notfall immer eine Absicherung parat. Ich kenne auch Fälle, wo Lehrerinnen ihre Handynummern weitergereicht haben mit den Worten, man könne zu jeder Uhrzeit anrufen wenn etwas sei. Aber das finde ich persönlich schon etwas krass.

Also, lange Rede, kurzer Sinn: Wenn du ein gutes Gefühl hast, sag es ihr.! Bedenke aber, dass du das nie wieder zurück nehmen kannst. Was mir grad noch einfällt, es wäre sogar ganz gut, wenn sie es weiß. Man hat für sich selbst dann immer noch im Hinterkopf, es gibt da jemanden, der nimmt das (hoffentlich) ernst und hat mich im Auge. Sollte sich dein Zustand verschlechtern unterliegt sie allerdings nicht der Schweigepflicht und muss im Notfall auch deine Eltern benachrichtigen - auch wenn die nichts unternehmen. Dann tut es nämlich das Jugendamt..

Ich wünsch dir alles gute für die Zukunft.! :)

LG, Vanni.

Kommentar von Cookie123 ,

hey, ich habe echt angst, dass sie mich dann seltsam behandelt oder es jemandem erzählt :-/ und dass ist es niemals zurück nehmen kann ist auch beängstigend :(

Kommentar von xVannix ,

Naja, was heißt seltsam behandelt. Bulimie ist wie bei mir die Depression eine Krankheit wie eine Lungenentzündung auch. Das hat mir meine Psychologin immer versucht deutlich zu machen. Und man kann wieder gesund werden.! Deine Lehrerin sollte dich dadurch nicht als einen anderen, verrückten Menschen sehen.

Du bist einfach krank und hast das Bedürfnis in deinem Tun unterstützt zu werden. Und das ist auch gut so, du zeigst den Willen etwas ändern zu wollen. Das ganze Leben besteht nur aus Entscheidungen. Letzten Endes kann man die Vergangenheit eh nicht mehr ändern. Ich hab zunächst auch bereut es erzählt zu haben - aber hätte ich es nicht getan würde ich dir hier heute nicht antworten..

Hab keine Angst davor was sein könnte. Es kommt wie es kommen muss. Ganz positiv wäre vielleicht zu sehen, dass du in, wenn alles gut läuft, 2 Jahren nach dem Abi deine Tutorin vermutlich eh nicht wieder sehen wirst. Versuch dich in die Lage deiner Lehrerin hineinzuversetzen. Du kannst sie am besten einschätzen, wie sie das aufnehmen wird. Aber sie wird, wenn sie eine gute Pädagogin ist, dich nicht dafür verurteilen. Bedenke aber, dass sie nicht viel machen kann als dir als Stütze zu dienen.

Meine eine Vertrauenslehrerin hat sich noch zuhause den Kopf zermattert und nach meiner Offenkundigung mit folgendem Anruf der Schulleitung sogar noch nach mir gesucht um schlimmeres zu verhindern. Das tut mir persönlich leid, dass ich anderen soviele Sorgen bereite. Aber daran sollte es nicht scheitern. Deine Lehrerin hat sogar die Pflicht dir soweit es geht zu helfen.

Das wird schon. :)

Antwort
von bobbys, 2

Hallo,

du solltest ihr unbedingt davon erzählen ,es kann eigentlich nicht zum Nachteil für dich sein .ganz im Gegenteil. Eventuell kann sie dir vielleicht auch helfen und dich in deiner Therapie unterstützen. Habt ihr einen Schulpsychologen?Du kannst stolz auf dich sein, das du denn richtigen Weg gewählt hast.Was deine Eltern anbelangt ,kann ich es überhaupt nicht verstehen, das sie kein Gehör haben bei solch einem hochaktuellen Thema.Zieh es durch und lass dir helfen ,deine Krankheit -Sucht zu beenden.

Alles Gute wünscht dir Bobbys :)

Antwort
von Piranja, 1

Wie gut stehst du denn zu ihr? Ist sie eine warmherzige Frau, die sich Probleme ihrer Schüler anhört ohne Kritik zu üben? Du musst das vorher ein bischen abschätzen können, denn ich denke, du brauchst seelische Unterstützung. Alles was dich runterzieht, solltest du meiden. Überleg dir einfach, ob du so viel Vertrauen zu ihr hast, wenn ja, dann sprich dich aus. Es wird dir gut tun. Ich wünsche dir alles Gute.

Antwort
von harosisa, 1

Hallo,

Auch wenn das nicht direkt Deine Frage beantwortet: Mich beschäftigt Deine Aussage, dass Du von Deinen Eltern keine Unterstützung bekommst. Warum nicht? Denn in erster Linie ist es doch die Aufgabe Deiner Eltern, Dich bei Deiner Krankheit zu unterstützen, so, wie sie es auch bei Krebs machen würden. Hast Du denn schon einmal mit ihnen über Dein Problem gesprochen?

  • Wenn ja, wie haben sie darauf reagiert?

  • Wenn nicht, warum möchtest Du Dich ihnen nicht anvertrauen?

Und - falls Du das beantworten möchtest - in was für eine Beratungsstelle gehst Du und was für eine Therapie machst Du dort? Haben die Deine Eltern schon einmal zu einem Gespräch eingeladen?

Liebe Grüsse von harosisa

Kommentar von Cookie123 ,

Hey, danke für deine Antwort!

Meine Eltern wisse (leider) das meiste, nur nicht, wie oft ich mich übergebe oder Abführmittel nehme, nur, dass ich es getan habe und ein Problem damit habe. Sie haben sehr negativ reagiert: meine Mutter hat mich angeschrieen und mir Vorwürfe gemacht (z.B. "Wenn ich an einem Schlaganfall sterben sollte, bist nur du Schuld", sie findet aber auch, dass ich keine Bulimie habe und übertreibe..auf der anderen Seite will sie mich aber 2014 in eine Klinik schicken, falls ich damit nicht aufhöre. Ziemlich verwirrend. Mein Vater glaubt, das alles geht von alleine weg und wäre in meinem Alter normal. Deswegen will ich auch nicht so gerne mit denen zu der Beratungsstelle gehen.

Das ist so eine psychologische Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern. Was genau ich da für eine Therapie mache, weiß ich gar nicht .

Die Beraterin hat vorgeschlagen, dass meine Mutter einmal mitkommen könnte oder sie mit ihr auch telefonieren könnte. Da bin ich mir nur noch nicht so sicher, ob das echt so gut wäre

Kommentar von harosisa ,

Hallo Cookie123,

Von wem geht die Beratungsstelle aus:

  • Beratungsstelle vom Landratsamt
  • städtische Beratungsstelle
  • kirchliche Beratungsstelle

Mich interessiert nur, wie seriös diese Beratungsstelle ist. Wie bist du dort hingekommen?

Kommentar von Cookie123 ,

das erste :) hab ich im internet gefunden

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