Frage von Sucht, 488

meine Tochter raucht mit 12 Jahren kann sie mit einer e-shischa davon los kommen?

Sie schafft es nicht alleine

Antwort
von walesca, 421

Hallo Sucht!

Auch ich habe - leider - erst sehr spät mit dem Rauchen aufgehört. Heute bin ich Asthmatikerin!! Hier ist der Weg, mit dem ich es geschafft habe. Wichtig wäre es auch, dass Deine Tochter sich ein schönes Hobby zulegt an dem sie Spaß hat und das ggf. auch ein wenig ihr Selbstbewusstsein stärken kann. Selbstbewusste Menschen unterliegen seltener dem Gruppenzwang und können auch mal "Nein" sagen. Meine beiden Enkelinnen (etwa im gleichen Alter) sind beide im Turnverein (Leistungsgruppe) und beim Reiten sehr engagiert und kommen gar nicht auf die Idee, mit dem Rauchen anzufangen!! Ich hoffe, Ihr findet für Deine Tochter eine ebenso motivierende Beschäftigung. Viellleicht ist es ja auch sinnvoll, wenn Du dich mal mit einer Familien-Beratungsstelle in Verbindung setzt. Die haben doch mit solchen Problemen viel mehr Erfahrungen und können Dir sicher gute Tipps geben. Ruf einfach mal dort an!!!

https://www.gesundheitsfrage.net/tipp/wie-werde-ich-zum-nichtraucher

Alles Gute wünscht walesca

Antwort
von StephanZehnt, 354

Hallo S..,

ich fürchte Deiner Tochter fehlt so ein Stück Selbstbewusstsein! Nicht Wenige versuchen es auf diese Weise auszugleichen. Ja und es nützt gar nichts wenn sie zu Hause ein e-shischa hat und bei ihren Freunden dann wieder zur Zigarette greift weil sie da Jemand imponieren will.

Ich würde einmal mit ihr sprechen und ihr zeigen was die Folgen von dem ist was sie da tut.. Nun ich schätze das ist wohl eine Ausrede das sie es nicht allein schafft ... Denn soviel wird sie noch nicht rauchen ..... Ich würde u.U. auch einmal mit dem Kinderarzt sprechen.

Denn ich schätze wenn man so früh anfängt werden die Folgen später heftig sein. Dann lesen wir hier irgendwann wieder von COPD (http://www.onmeda.de/krankheiten/copd.html). Ja und wie schlecht es da einem geht usw.. Von der Ursache sprechen darf man aber nicht.

Also versuche das zusammen mit dem Kinderarzt der glaubt nicht unbedingt das sie das nicht allein schafft!

Ob sie wenn sie mit 12J. schon raucht auch zu anderen Dingen dann greift die etwas heftiger sind ..? Schwierige Sache wenn man Heute als Frau froh sein muss überhaupt eine Arbeit zu haben (um finanziell klar zu kommen) und dadurch immer öfter die Kinder früh selbstständig werden müssen. .....

VG Stephan

Antwort
von cyracus, 189

Wie hier schon mehrfach geschrieben: Dein Kind auf E-Zigaretten "umzuschulen", ist der absolut falsche Weg.

Vielleicht ist Dir nicht bekannt, dass die Hauptsucht beim Rauchen nicht das Nikotin ist, sondern die Handlung des Rauchens. Und die wird ja mit dem E-Ding fortgeführt.

Das sehr giftige Nikotin baut der Körper ziemlich ab. Dem Kind dann Nikotin mittels E-Ding zuführen zu lassen, kann also nicht der richtige Weg sein: Dein Kind kriegt weiter das Nervengift Nikotin in sich rein, und die Handlung des Rauchens wird fortgeführt mit der Gefahr des Rückfalls.

Die Hersteller und Vertreiber loben natürlich die E-Dinger hoch und verharmlosen allzu gern auch die nikotinfreien E-Dinger. Kein Wunder, schließlich wollen die ihre Produkte verkaufen und damit viel Geld machen. Ganz besonders anfällig für die Werbungen sind die Kinder, was Du damit unterstützen würdest.

Dass die E-Dinger absolut nicht harmlos für die Gesundheit sind, zeigt Dir dieses Forschungsprojekt:

E-Zigaretten: Giftige Metalle im Qualm

http://www.netdoktor.de/news/e-zigaretten-giftige-metalle-im-qualm/

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Kinder und Jugendliche werden von der Tabakindustrie heiß umworben. Denn weil immer mehr Raucher mit dem Qualmen aufhören und immer weniger Erwachsene mit dem Qualmen anfangen, sind die Tabakindustrien ganz heiß drauf, neue "Kunden" (richtig: Opfer) heranzuzüchten. Den Bossen der Tabakindustrie ist bekannt, dass Kinder und Jugendlich besonders schnell süchtig nach Nikotin werden.

Bitte google mit

nichtrauchen ist cool de (mit dem de)

und nimm dort Kontakt auf. Falls Ihr in Hamburg wohnt, bekommt Dein Kind dort bestenfalls direkt Hilfe beim Qualmer-Entzug. - Wohnt Ihr nicht in Hamburg, frage dort an, welche Hilfen an Deinem Wohnort bekannt sind, also wohin Du Dich wenden kannst, damit Deinem Kind geholfen wird, mit der Qualmerei aufzuhören.

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Ganz wichtig: Verbiete Deinem Kind zu rauchen!

Auf Gutefrage und auch hier auf Gesundheitsfrage helfe ich Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die um Unterstützung bitten, mit dem Qualmen aufzuhören. - Auch Kinder haben sich schon bedankt, dass sie es so geschafft haben.

Einige Ex-Raucher (inzwischen also wieder fröhliche Nichtraucher) und Leider-noch-Raucher (die das zutiefst bedauern) haben schon geschrieben: Sie hätte es sich gewünscht, dass ihre Eltern ihnen das Rauchen verboten hätten. Auch wenn sie sich nicht an das Verbot gehalten hätten, wäre dieses Signal für sie wichtig gewesen.

Der Unterschied zwischen diesen Kindern und Deinem Kind ist ja, dass die anderen selbst mit der Qualmerei aufhören wollten, Dein Kind will es aber nicht.

Einige Eltern schrieben, dass sie ihrem Kind etwas versprochen hatten, wenn sie aufhören mit der Qualmerei. Dabei hatten sie mit ihrem Kind vereinbart, dass sie gelegentlich einen Urin-Test nach Cotinin machen (Cotinin ist das Abbauprodukt von Nikotin). das natürlich in unregelmäßigen Abständen, damit die Kinder nicht vorher mit nichtrauchenden Freunden verabreden konnten, ihnen von ihrem Urin etwas mitzugeben. - Es ist ja bekannt, dass Süchtige sehr erfindungsreich sind, und schlaue Kinder können naturgemäß sehr listig sein ;-))

Dein Kind braucht von Dir also Klarheit und Konsequenz ... wobei es sehr hilfreich sein kann, wenn es ein lohnendes Ziel vor Augen hat. Zum Beispiel: "Wenn Du ein Jahr nicht geraucht hast, kriegst Du ... Rauchst Du doch wieder, fängt das Jahr von vorne an." Nach dem Jahr überlegst Du Dir ein neues lohnendes Ziel, z.B.: "Wenn Du nun zwei Jahre nicht geraucht hast ..."

Finde in einem freundlichen Gespräch heraus, wie die Qualmerei anfing. Allgemein berichten die Kinder und Jugendlichen, dass sie bei Freunden einmal gezogen hatten ... und etwas später nochmal ... und dass sie dann sehr schnell nicht mehr davon lassen konnten.

Frage Dein Kind, ob es bei den Freunden Anerkennung bekommt, weil es raucht / mit ihnen gemeinsam raucht. Frage auch, was es befürchtet, wenn es aufhört mit dem Rauchen, es den Freunden sagt und sich von ihnen auch nicht mehr zurauchen lassen will. - Das sogenannte Passivrauchen (= Einatmen anderer Leute Tabakrauch, der in der Luft ist) ist ja auch sehr gefährlich - google dazu mit

passivrauchen wikipedia

Das ist eine hervorragende Dokumentation.

Kommentar von cyracus ,

Hier auf Gutefrage berichtet ein 15-Jähriger, wie die Qualmerei bei ihm anfing:

https://www.gutefrage.net/frage/ich-bin-15-und-kann-nicht-mit-dem-rauchen-aufhoe...

So ist es bei den meisten Kindern und Jugendlichen gewesen.

Ich wünsche Deinem Kind, dass es bereit ist, mit dem Rauchen aufzuhören. - Wichtig ist, dass es selbst das will (deshalb ja auch die Empfehlung für Aussicht auf einen lohnenden Anreiz).

Wenn Dein Kind aufhören will (und dies nicht nur sagt, um Dich zufriedenzustellen), und es schafft das nicht, wünsche ich Euch beste Hilfe durch Coaches, die Erfahrung haben mit rauchenden Kindern.

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Zu Deinem Nicknamen: Ich vermute, Du hattest den gewählt, um quasi schon so ein Betreff zu Eurem Problem zu zeigen. - Dein Nickname ist ein schlechtest Mantra (bestärkendes Wort / Worte). Ich empfehle Dir: Wähle für Dich einen freudvollen Nicknamen, prüfe, ob es den hier schon gibt (setze oben statt "Sucht" den Wunschnamen ein).

Danach schreibe an das Gesundheitsfrage-Team, bitte Deinen Namen entsprechend zu ändern und erkläre, warum es Dir wichtig ist. - Klick unten auf Impressum, dort siehst Du die Email-Adresse. - Du kannst das Team duzen. - In begründeten Ausnahmefällen ist man dort bereit, Nicknamen zu ändern.

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Dies noch zu Deiner Information - am besten gibst Du dies Deinem Kind zu lesen::

Glaub mir, den Bossen der Tabakindustrie ist Deine Gesundheit und Dein Leben egal - Du bist ihnen egal, auf solche Kinder wie Dich warten die nur und reiben sich zufrieden die Hände. Einzig wichtig ist denen, dass Geld in die Kasse kommt.

So wie der Ozean aus vielen Tropfen Wasser besteht, wird auch sehr viel Geld mit Zigarettenverkauf in die Kassen der Tabakindustrie gespült.

Wenn Du rauchst, tust Du Deinem Körper keinen Gefallen, aber den Bossen der Tabakindustrie - und denen zeige besser den Stinkefinger, denn:

Kinder und Jugendliche müssen wissen, wie die Tabakindustrie gezielt Kinder und Jugendliche umwirbt.

Weil so viele Tabak"kunden" (richtig: Opfer) qualvoll am Rauchen sterben, braucht die Tabakindustrie immer neue "Kunden". In unserem Land sterben um 140.000 jedes Jahr = 300 bis 350 täglich an den Folgen der Qualmerei. Das sind mehr Tote durch Tabak im Jahr in Deutschland als durch Morde, Selbstmorde, Verkehrsunfälle, Aids und illegale Drogen zusammen. - Wer bis zum 18. Lebensjahr nicht mit dem Rauchen begonnen hat, wird kaum noch damit anfangen. Süchtig gemacht werden müssen die "lieben Kleinen".

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Die Methoden der Tabakindustrie, Kinder und Jugendliche / Heranwachsende zum Rauchen zu verführen, sind nur wenigen bekannt. Folgendes Beweismaterial wurde wegen des großen Gerichtsverfahrens in den USA gegen die Tabakmultis veröffentlicht:

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STRATEGIEN ZUR VERFÜHRUNG VON MINDERJÄHRIGEN ZUM RAUCHEN - BEWEISMATERIAL

Die US Federal Trade Commission stellte Beweismaterial sicher, aus dem hervorgeht, welche Art von Forschung die Tabakindustrie in Auftrag gibt, nämlich: wie verführe ich Kinder und Jugendliche zum Rauchen.

Zitate:

"Wenn wir junge Raucher ansprechen wollen, die gerade mit dem Rauchen beginnen, müssen wir folgende Punkte beachten:

  • Die Zigarette muss als eines der wenigen Mittel dargestellt werden, durch die man Zugang zur Welt der Erwachsenen gewinnt.

  • Die Zigarette muss als "verbotene Frucht" dargestellt werden.

  • Die Werbung sollte Situationen aus dem täglichen Leben des jungen Rauchers darstellen, allerdings in einem eleganten Rahmen und mit den wichtigsten Symbolen für das Erwachsenwerden und den Reifungsprozess.

  • Versuchen Sie alles (im Rahmen des Erlaubten), um die Zigarette mit Haschisch, Wein, Bier, Sex usw. in Verbindung zu bringen.

  • Lassen Sie die Gesundheit aus dem Spiel."

Quelle: Federal Trade Commission Staff Report on the Cigarette, Advertising Investigation, chapter 2, footnote 40, document A901268.

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Die Aussage des früheren Reemtsma-Vorstandsvorsitzenden Wiethüchter vor der Hauptversammlung im Jahre 1981 spricht Bände.

Die FR 10.12.1988, S. 13, unter dem Titel "Im Sinne des Lebensmittelrechts müsste die Zigarette längst verboten sein" zitiert Wiethüchter:

  • “Kein Zigarettenmanager könnte ruhig schlafen, der nicht sicher ist, dass seine Werbung bei der künftigen Rauchergeneration [= Kinder, Jugendliche] ankommt.“

In einer Dokumentation im TV sagte ein Tabakfirmenboss auf die Frage, ob er selbst rauche:

  • "Nein, ich bin doch nicht verrückt!!!"
Kommentar von cyracus ,

Der Satz "Das sehr giftige Nikotin baut der Körper ziemlich ab." heißt natürlich richtig:

Das sehr giftige Nikotin baut der Körper ziemlich schnell ab.

Für Cotinin-Tests google mit

cotinin teststreifen

Hilfreich sind diese Tests nur, wenn Dein Kind bereit ist mitzumachen.

Antwort
von Mahut, 175

E - Zigaretten sind genauso schädlich wie normale Zigaretten, wie gerdavh schon geschrieben hat, sie sollte damit sofort aufhören, ich bin eine von denen die nach 30 Jahren Rauchen, von einem Tag auf den Anderen damit aufgehört hat und das sind schon 22 Jahre her.

Antwort
von gerdavh, 159

Hallo, Zigaretten sind Zigaretten, egal ob E-zigarette oder normale. Sie wird mit 12 Jahren ja hoffentlich noch nicht allzu lange und viel rauchen. Andere schaffen das ja auch, zuweilen sogar sehr starke Raucher, die über Jahrzehnte hinweg geraucht haben. Gruß Gerda

Kommentar von gerdavh ,

Noch ein Kommentar zu dem Satz "Sie schafft es nicht allein". Die meisten Menschen lenken sich beim Raucherentzug ab: zuckerfreien Kaugummi kauen, die Hände beschäftigen mit Strickarbeit oder von mir aus Erdnüsse schälen. In den letzten Jahren habe ich leider den Eindruck gewonnen, dass unsere liebe Jugend nicht mehr bereit ist, auch mal was auszuhalten. Bei den kleinsten Beschwerden sofort wehleidig - mir fehlt da das rechte Verständnis. Du musst ihr klarmachen, dass folgendes passieren wird, wenn sie nicht aufhört zu rauchen: Sie wird sich körperlich nicht entwickeln können (keine Menstruation, keine Kinder), ihr Wachstum wird stark beeinträchtigt, von ihrer Lunge will ich mal gar nicht reden, sie wird mit 30 Jahren aussehen wie 50 - vielleicht ziehen solche Argumente?? Falls das alles nichts fruchtet, melde sie bei einem Kinderpsychologen an!!!! lg Gerda

Kommentar von gerdavh ,

Hier eine Internetseite, die extra für Jugendlich in diesem Alter geschrieben wurde.

https://www.rauch-frei.info/leichte-sprache.html

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