Frage von klimi71, 112

Meine Tochter (12 Jahre) hat einen Schädelbruch mit verschobenen Knochenteilen. Wer hat Erfahrungen damit?

Wir waren im Urlaub und meine Tochter (12 Jahre) wollte nur vom Frühstückstisch zum Zimmer laufen, leider ist sie bei einem kleinen Minigolfplatz (der auf den Weg dorthin war) stehen geblieben. Ein Mädchen hat ihr dann aus Versehen beim Abschlag den Schläger gegen die Stirn geschlagen. Wir dachten erst es ist eine Platzwunde, die genäht worden ist. Sie hatte keinerlei Ausfälle..ihr ging es gut (bis auf die Platzwunde). Im Krankenhaus ist dann festgestellt worden, dass sie einen Schädelbruch mit verschobenen Knochenteile hat, die Dura aber nicht verletzt ist.

Hat jemand sein Kind wegen Schädelbruch schon operieren lassen und Erfahrungen damit? Der Arzt möchte den Knochen wieder in die richtige Stellung bringen (ansonsten entsteht eine sichtbare Delle an der Stirn) und ihn mit einem Titanplättchen fixieren. Auch sagt er, dass die Gefahr von epileptischen Anfällen in der Zukunft bestehen würde.

Ich mache mir sehr große Sorgen!

Vielen Dank!

Antwort
von StephanZehnt, 70

Hallo Klimi,

das ist sicher ein ziemlich heftiger Schock wenn
so etwas passiert.  Nun ist jeder Unfall einzigartig. So da man nicht
unbedingt hier Jemand findet der eine ähnliche Verletzung hat.

Dann eher schon hier http://www.rehakids.de/phpBB2/portal.html

Das Problem ist weniger die OP  (auch wenn die natürlich wie alle OPs  ..). Eine ganz andere Frage ist was ist im Bereich des Frontallappen (Stirnlappens) also dem Gehirnbereich passiert. Als Folge des Schlages.

In dem Zusammenhang stehen dann die Folgen wie die bereits genannte
Gefahr
von epileptischen Anfällen!  Denn wenn es eine Verschiebung des
Schädelknochens gegeben hat war der Schlag schon  ..... Wir wissen nicht
ob die Hirnhäute verletzt waren udgl.

Danach richtet sich die Frage wie "rehabedürftig" ist das Kind.
Ich weis nicht ob es einen MRT -Befund gibt.

http://www.medeco.de/typo3temp/pics/img5_vorder_899c0dff99.jpg

Das
heisst eine OP ist schon unbedingt  nötig! Um spätere Probleme zu
vermeiden. Die OP hat allerdings nichts mit den Epileptischen Anfällen
zu tun.  Bei der OP geht es ausschliesslich darum die verschobenen
Knochenanteile  wieder an die rechte Stelle zu bringen.

Also
ich würde einmal in dem oben genannten Forum nachfragen wie es
allgemein aussieht. Wo man evtl. Hilfe bekommt für gewisse Therapien
usw..

Ich konnte ja nur ganz allgemein antworten!

Also alles erdenklich Gute für Euch

Stephan

https://www.dr-gumpert.de/html/schaedelbasisbruch.html

Kommentar von klimi71 ,

DANKE Stephan!

Es wurde ein CT (belastet mich auch wegen der Strahlung) und ein MRT gemacht, die Dura ist nicht verletzt..es ist ein reiner Knochenbruch, aber leider mit einer mehrfragmentärer Impression von ca. 1,3x 1 cm Durchmesser.

Kommentar von StephanZehnt ,

Nun dies ist schon einmal sehr wichtig das die Dura Mater nicht verletzt worden ist.

Das mit dem CT / MRT  ist schon wichtig weil man erst so erkennen kann wie umfangreich die Fraktur ist und ob es Probleme gibt die man sofort abklären muss.

Das muss nicht gleich eine Blutung und eine damit verbundene Raumforderung sein.

Nun so eine OP gerade in solch einem Fall stellt man sich etwas heftig vor. Als Mutter möchte man allerdings schon das sein Kind nicht für die Zeit seines Lebens seines Lebens gezeichnet ist. Nun es wird zwar etwas dauern bis sie wieder fast perfekt aussieht

Wie auch immer ich kann Euch nur alle Daumen drücken das es bald wieder bergauf geht bzw. das ihr bald das Schlimmste hinter Euch habt.

Ich schätze um Minigolfplätze wird sie wohl demnächst einen Bogen machen!

Also alles Gute  Stephan

http://www.chirurgie-portal.de/orthopaedie/orthopaedische-erkrankungen/schaedelb...

Antwort
von shiva66, 44

mach dir aber auch nicht noch Gedanken wegen dem CT und der Strahlenbelastung. Das ist heute alles nicht mehr so heftig, abgesehen vom Nutzen usw. Selbst nochmalige Kontrollen und /oder Röntgenkontrollen sollten dir keine Sorgen machen. Wünsche euch alles Gute, vor allem für deine Kleine

Wenn du sehr unsicher bist, was als Mama total verständlich ist, hast du einen Arzt, dem du vertraust? Das kann dir auch helfen. In so einem Fall ist es wirklich schwerer, hier passende Tipps zu bekommen. Sind doch irgendwie immer wieder Einzelfälle. 👍

Antwort
von bethmannchen, 18

Wenn die Knochenverschiebung (ein "ausgestanztes" Stück wurde nach innen gedrückt) keine weiteren Schädigungn verursacht, könnte man das auch so lassen. Dann wächst der Bereich wieder so zusammen, wie der Knochen gerade liegt.

Mit 12 Jahren wird der Schädel nicht mehr so sehr wachsen. DIe Delle wird also keine wesentlich größeren Ausmaße beommen. Das OP-Risiko steht hier also nur gegen das spätere Aussehen. Es gibt unter Ärzten auich "Opertions-Treiber", weil sie damit ihr Geld verdienen.

Eine Gefahr von auftretenden epileptischen Anfällen besteht praktisch bei jedem Menschen in jedem Alter. Wenn sich bis jetzt keine neurologischen Ausfälle zeigten, dann hat deine Tochter auch kein signifikant erhöhtes Risiko für irgend etwas.

Ich würde mir da bei einem anderen Arzt noch eine Zweitmeinung einholen.

Antwort
von Hooks, 50

Oh, das ist ja furchtbar, so etwas entscheiden zu müssen... besteht die Gefahr der Anfälle auf jeden Fall, oder nur dann wenn Ihr nicht operiert?

Mein Bruder hatte einen Schädelbruch, aber er war sehr klein (konnte gerae laufen), so daß die Platten noch gut verschiebbar waren. Bei ihm wurde nicht operiert.

Alles Gute für Euch!

Kommentar von Hooks ,

Ich habe gerade gegoogelt, es war bei ihm ein Schädelbasisbruch, und der wird idR nicht operiert.

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