Frage von linddebergh, 543

Mein Körper spielt verrückt und ich vielleicht auch... (Gastritis oder Depressionen, oder beides?)

Moin zusammen,

meine Geschichte:

Von April bis Juni letzten Jahres war ich aufgrund von Depressionen (Erschöpfung & Müdigkeit) in einer Psychiatrie. Bis kurz vor Weihnachten habe ich Antidepressiva genommen, seither komme ich mehr oder weniger ohne zurecht.

Leider habe ich nun seit einigen Wochen (6-7) körperliche Beschwerden [Schmerzen am ganzen Körper - Muskelzucken, Schmerzen in den Schultern, im O-Schenkel, in der Leistengegend, im unteren/mittleren (auch seitlich) Rücken, Bauch: Völlegefühl, Druck im Oberbauch (keine Schmerzen), Luft im Bauch, Blähungen, ständiges Aufstoßen (kein Sodbrennen), ständig erkältet], die mich psychisch so stark belasten, dass ich mittlerweile von einem Arzt zum nächsten renne... Wirklich helfen kann mir allerdings niemand. Seit ich diese Beschwerden habe, nehme ich immer weiter ab. Momentan ist es noch überschaubar (ca. 3-4 Kg), aber noch mehr Pfunde dürfen nicht purzeln...

Folgende Untersuchungen wurden bei mir bereits durchgeführt:

Magenspiegelung (leichte Gastritis - Magenschleimhautentzündung), Röntgen vom Thorax bzw. der Lunge (ohne Befund), Ultraschall vom Bauch, von der Schilddrüse und von den Hoden (ohne Befund), MRT vom Bauch mit Kontrastmittel (ohne Befund), MRT mit Kontrastmittel vom Kopf (ohne Befund)

Meine Blutwerte (6 x in 8 Monaten waren - bis auf die letzte Untersuchung (Leukozyten [10.8] etwas erhöht durch Erkältung, und zwei unwichtige Werte [u. a. wegen Muskelkater] - immer in Ordnung.

Ihr seht, ich habe einiges untersuchen lassen... Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Gastritis von den Depressionen bzw. von der dieser ganzen Grübelei kommt.

Was sagt ihr dazu? Warum spielt mein Körper so verrückt? Warum nehme ich weiter ab? Wurde irgendwas bei den Untersuchungen übersehen?

Über Antworten freue ich mich.

Lieben Gruß

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Antwort
von Hooks, 528

Ich sag Dir jetzt was, das Du vermutlich nicht beim Arzt hören wirst. Ich habe viel darüber gelesen, manches ausprobiert und etliches weiterempfohlen (mit Erfolg). Bist Du mutig?

Lies doch bitte mal etliches über Vitamin-D-Mangel. Es spricht sehr dafür, daß damals im April sämtliche Reserven aufgebraucht waren. Vitamindelta, Dr. von Helden, Jeff T. Bowles... Du findest sicher noch mehr Stichworte oder Videos bei youtube.

Du kannst als Soforthilfe Lebertran nehmen, das ist ungefährlich und hat ganze Generationen fit gehalten. Im Norden ist das absolut üblich.

Deine Schmerzen kenne ich, sowas kommt bei mir, wenn ich unterwegs bin und tagelang keinen Lebertran hatte.

D-Mangel macht Depressionen, aber auch B1-Mangel. Lies mal hier:

http://www.vitalstoff-lexikon.de/index.php?PHPSESSID=296dfa1558d08575e8f2470af014aef7&activeMenuNr=3&menuSet=1&maincatid=169&subcatid=440&mode=showarticle&artid=444&arttitle=Mangelsymptome&

Werden über die Nahrung weniger als 0,2 mg Thiamin pro 1000 kcal (4,2 MJ) aufgenommen, können bereits nach 4 bis 10 Tagen die ersten Vitamin B1-Mangelerscheinungen auftreten [11]. Ein marginaler Thiaminmangel äußert sich zunächst durch unspezifische Symptome, wie Müdigkeit, Gewichtsverlust und Verwirrungszustände [5, 14, 15, 17, 19, 20].

Zu den klinischen Symptomen eines Thiaminmangels zählen

Psychische Labilität in Form von Konzentrationsschwäche, Reizbarkeit, Depressionen und Angstzuständen [17]

  • medizinfuchs.de/preisvergleich/vitamin-b-komplex-ratiopharm-kapseln-60-st-ratiopharm-gmbh-pzn-4132750.html

Muskelzucken kann vom Magnesiummangel kommen. gibts bei ALDI (keine Brause!) oder als Bittersalz in der Apotheke, 1 Prise aufs Glas Wasser, mehrmals täglcih.

  • zentrum-der-gesundheit.de/magnesiummangel.html

Druck im Oberbauch verschwindet durch Essen von Löwenzahn, 2-3 Blättchen reichen schon.

Luft im Bauch, Blähungen, ständiges Aufstoßen kannst du mit Natron angehen, (Natriumbicarbonat)

  • wundermittel-natron.info/

So, das wars erst mal. Hast Du Fragen, dann frag. Liebe Grüße und gute Besserung! Probier das alles mal aus, dann wirst Du Dich besser fühlen.

Antwort
von RenaRafa, 543

Hallo, das tut mir erst mal leid, dass du durch deine Depressionen sogar in der Klinik gelandet bist! Da ist ja eventl. etwas schlimmes im Vorfeld passiert oder? Wie alt bist Du denn und welches Medikament hat man dir empfohlen? Für mich hört sich das nach einer Erschöpfungsdepression an. Mir kommt das sehr bekannt vor! Hattest du denn schon früher mal solche Beschwerden?

LG und freu mich auf Antwort, Rena

Kommentar von linddebergh ,

Hey,

ich bin 26 Jahre alt.

Die Antidepressiva (Elontril 300-150-0 mg) habe ich zusammen mit meinem Arzt abgesetzt.

Für mich ist gerade mein Gewichtsverlust - trotz leichter Magenschleimhautentzündung - nicht wirklich nachvollziehbar, da ich zwar kleinere Portionen zu mir nehme, dafür aber über den Tag verteilt genauso viel esse wie sonst. Da achte ich schon sehr drauf.

Was kann das bloß sein? Es wurde ja wirklich so ziemlich alles untersucht.

Und ne Depression habe ich nicht mehr - ich weiß ja, wie sich das bei mir geäußert hat.

Hm... (???) :-/

Kommentar von bobbys ,

über welchen Zeitraum wurde denn das Medikament ausgeschlichen? Es wäre schön wenn Du mal schreiben würdest wie viel mg es herunter gestuft wurde. Das würde mich mal interessieren denn deine Beschwerden sind ja auch schon seit dem .

Kommentar von linddebergh ,

Das Medikament wurde binnen zwei Wochen ausgeschlichen. Elontril ist dafür bekannt, dass es meist keine Absetzungssymptome entwickelt. Und das war bei mir auch so. Schrittweise ausgeschlichen wurde es in dem o. g. Zeitraum wie folgt: 300-150-0 mg

Ich glaube, man sollte die Aufmerksamkeit nicht zu sehr auf das Medikament legen. Meiner Meinung nach spielt der Gewichtsverlust hierbei keine Rolle. Das muss an etwas anderem liegen... Mittlerweile habe ich mir mal einen Essplan erstellt bzw. eine Übersicht aus der hervorgeht, wie viel ich tagsüber esse. Und das ist ganz klar normal:

morgens: 3x Vollkorntoast mit Honig, 1 Glas Hohes C, 1 Joghurt mild 150mg, 1 Banane

mittags: 1 mittlere Schüssel Kartoffelbrei, 2 Donuts

abends: 1 Teller Salat, 1 Teller mit Hähnchenbrust (350 mg) + Zucchini + Wurzeln + Champignons (gebraten) bei Heißhunger auch mal was süßes zwischendurch.

ich muss momentan ein bisschen darauf achten, was ich esse wegen der Gastritis (Magenschleimhautentzündung)

Antwort
von Fuchur, 464

Die Dosis des Antidepressivums war nicht gerade niedrig. Manchmal setzen Ärzte einfach zu schnell ab. Das mit dem Absetzungssyndrom würde ich auch so sehen. Ich spreche da aus Erfahrung. Auch mir wurden schon Medikamente zu schnell abgesetzt. Die Auswirkungen können schlimm sein. Schau doch mal im Beipackungzettel, ob da dazu etwas drinsteht. Vitamin B-Komplex-Präparat ist nach psychischer erkrankung nicht falsch, es ist gut für das gesamte Nervensystem. In Zeiten psychischer Belastung nehme ich es meistens ein. Billig ist das Ratiopharm-Präparat. Bei Vitamin D.Mangel nichts wie raus, einmal täglich und bewegen.

wünsche dir gute Besserung!

Antwort
von bobbys, 406

Hallo,

Bis kurz vor Weihnachten habe ich Antidepressiva genommen, seither komme ich mehr oder weniger ohne zurecht

  1. Was hast Du eingenommen?
  2. Wurde es ausgeschlichen unter Ärztlicher Anordnung?
  3. Wer hat es abgesetzt ?

Es könnte sein das Du unter einem Absetzungssyndrom leidest.

LG bobbys

Antwort
von linddebergh, 357

Hallo zusammen,

ich habe vorletzte Woche eine Magenspiegelung gehabt und alles, was dort festgestellt wurde, ist eine leichte Gastritis mit Helicobacterbefall (Pylori). Zurzeit mache ich die s. g. Triple-Therapie und warte sehnsüchtig auf eine Besserung meiner Beschwerden. Denn nach den zahlreichen Untersuchungen (Röntgen Thorax, MRT Bauch, Magenspiegelung, Ultraschall vom Bauch, Hoden und der Schilddrüse) wüsste ich sonst wirklich nicht mehr, was ich noch untersuchen soll.

Einzig und allein eine Darmspiegelung steht mir nächste noch bevor. Aber da ich diesbezüglich noch nie Probleme hatte, gehe ich davon aus, dass auch da nichts Schlimmes herauskommt.

Naja, zumindest scheine ich nicht ernsthaft krank zu sein. :-)

Vielen Dank für Eure Anteilnahme.

Lieben Gruß

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