Frage von givemore, 10

Medikamentenanzahl evtl. zu hoch , was tun?

Mein an M.Parkinson und Aortenklappenstenose erkrankter Vater ((84) war in einem neurologischen Krankenhaus , wurde dort behandelt und medikamentös neu eingestellt.Jetzt nimmt er bis zu 13 Medikamente täglich zu 5 verschiedenen Zeiten ein. Eine heftige Verstopfung trat anschliessend ein, die in einem anderen Krankenhaus durch Darmspiegelung erstmal beseitigt wurde.Sein Hausarzt meinte, die Medikamente seien wahrscheinlich zuviel, er kenne sich aber zuwenig damit aus. Er verweist auf den dafür zuständigen Neurologen, bei dem es aber erst in 2 Monaten einen Termin gibt.Was ist zu tun, wie kann man helfen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von StephanZehnt, 7

Hallo Givemore,

es gibt eine Liste von Medikamenten die sich Priscus-Liste, nennt. Man findet diese Liste auch im Internet soviel ich weis. Es ist wichtig da einmal genau hinzu sehen weil hier Wechselwirkungen vorkommen können die u.U. tödlich sein können.

Es gibt inzwischen einige Fachärzte für Geriatrie dort würde ich eine Liste ALLER Medikamente mitnehmen. Dieser soll künftig über jedes Medikament Bescheid wissen! Ob Ihr das abklärt (Mitteilung) als Kinder oder der Arzt ...

VG Stephan

http://priscus.net/download/PRISCUS-Liste_PRISCUS-TP3_2011.pdf

Kommentar von StephanZehnt ,

Die Liste gilt für ALLE Erkrankungen auch für Parkinson!

Kommentar von givemore ,

Vielen Dank für den Hinweis, kannte die Existenz dieser Liste, habe mich aber bisher noch nicht näher damit befasst. Die Liste ist wohl für den Arzt-Gebrauch bestimmt. Die Einteilung wurde nach Gruppen vorgenommen.Besser wäre es m.E. für einen Patienten, wenn eine alphabetische Reihenfolge gewählt worden wäre. Eine Verträglichkeit der Medikamente miteinander sagt die Liste wohl nicht aus? Existiert eine für Patienten besser erklärende Liste?

Kommentar von StephanZehnt ,

Nun es stimmt die Liste ist für Ärzte gedacht. Nun ich glaube die Liste ist nach Medikamentengruppen eingeteilt. Man kann u.U. sich einmal selbst schlau machen wenn man weiss um was es geht! (Medikamente).

Analgetika (Schmerzmittel), Antiphlogistika (Entzündungshemmer) Acemetacin (n = 18) 1.78 [1.22 - 2.33] 1.00 Ältere Patienten haben bei Acemetacin-Gebrauch ein höheres Risiko für GI-Blutungen, Ulzerationen oder Perforationen, auch mit letalem Ausgang (Fachinformation)

Paracetamol (schwach wirksame) Opioide (Tramadol, Codein) ggf. schwächere NSAID (z.B. Ibuprofen) Metamizol (nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung) nicht-medikamentöse Maßnahmen wie Kühlung, Entlastung und weitere physikalische Therapie, außerdem psychologische/ psychotherapeutische Unterstützung, Schmerzbewältigungsstrategien und Entspannungsverfahren Kombinationstherapie mit protektiven Arzneimitteln, z.B. PPI Kontrolle von Magen-Darm-Ulzera, GI-Blutungen (Anamnese, Labor [Blutbild - z.B. alle 3 Monate]) Kontrolle der Nierenfunktion

Kontrolle der Herzinsuffizienz (Kontrolle des Körpergewichtes [z.B. wöchentlich], auf Beinödeme, Luftnot und der Kreislauf-Parameter) Dosisanpassung (max. Hälfte der üblichen Tagesdosis) Anwendungsdauer max. 2 Wochen, wenn nicht zwingende Gründe für eine Langzeittherapie vorliegen, dann mit entsprechenden Kontrollen usw. usw..

Ich hatte Dir aber nicht zufällig etwas von einem Facharzt für Geriatrie geschrieben!! Halt einmal im Internet sehen ob es so etwas bei Dir in der Nähe gibt!

Antwort
von Mahut, 6

Ich nehme mal an das 13 Medikamente eindeutig zu viel sind, @StephanZent at ja schon von der Priscus Liste geschrieben, da stehen alle Wirkstoffe drauf die für ältere Menschen gefährlich sein können, Außerdem sollte jede Arzt von allen Medikamenten die dein Vater nimmt wissen, damit man auf die Wechselwirkungen achten kann.

Bei einer Freundin (83 Jahre) die immer viel umfiel und ihr war ständig schwindelig, da wurden die Medikamente kontrolliert und sie hat danach statt 12 nur noch 7 bekommen.

Ihr könnt fürs erste mal in der Apotheke die Medikamente überprüfen lassen, wenn der Arzt sich nicht auskennt, was er eigentlich müsste, denn er verschreibt doch welche.

Antwort
von SabineNanitov, 5

Alos bevor man hier selber recherchiert geht man zu dem Apotheker, eine gute Apotheke weiß Genua was da wie passiert und kann die Medikation besser managen. Diese Frage kann und darf man nicht selber beantworten, hier muss ein guter Pharamzeut ran!

Kommentar von givemore ,

Machen und Können die Apotheken das wirklich immer und gerne? Da wird man in der Apotheke wohl einen Apotheker und nicht einen A-Helfer fragen müssen. Denke auch, dass es da große Unterschiede bei den Apotheken gibt, was die Aufklärungsbereitschaft - und Fähigkeit betrifft.

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