Frage von Awern, 242

Medikamente absetzen von der Steuer?

Hallo,

kann man Medikamente von der Steuer absetzen? Wenn ja unter welchen Bedingungen?

Danke schon mal.

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Awern,

Schau mal bitte hier:
Medikamente Steuern

Antwort
von Nelly1433, 234

Es ist möglich, vorausgesetzt, dass der zumutbare Eigenanteil überschritten wird. Wie hoch der Prozentsatz im jeweiligen Fall ist, müßte man beim Finanzamt/Steuerberater erfragen. Er hängt vom Gesamtbetrag der Einkünfte ab. Ebenso lassen sich Brillen, Zahnersatz etc. absetzen. Es handelt sich um 'außergewöhnliche Belastungen'. Als es noch die quartalsmäßigen 10-€-Zuzahlungen gab, konnten diese ebenfalls abgesetzt werden.

U.a. brachte auch die Rheinische Post vor längerer Zeit einen Bericht dazu:
So lassen sich von der Krankenkasse nicht bezahlte Medikamente steuerlich absetzen. Voraussetzung sei allerdings, dass das Arzneimittel vom Arzt verordnet werde, sagt Marlies Spargen vom Neuen Verband der Lohnsteuerhilfevereine (NVL) in Berlin. "Nasenspray und Stärkungsmittel zählen in der Regel nicht dazu." Bei der Steuererklärung könne der Patient diese Ausgaben als "außergewöhnliche Belastung" geltend machen. Als Belege seien die Apothekenquittung und die ärztliche Verordnung oder das Privatrezept beizufügen. Auch die Zuzahlungen zu Medikamenten, die von der Kasse bezahlt werden, sind steuerlich absetzbar.

Neben Arzneimitteln sind laut Spargen auch andere, von der Kasse nicht übernommene Gesundheitsausgaben abzugsfähig. "Die Brille ist ein klassischer Fall, der als steuerliche Belastung gilt." Kosten für Zahnersatz, Physiotherapien, Hilfsmittel wie Prothesen oder eine Kur könnten ebenfalls abgesetzt werden. Die Kur sollte allerdings vor Antritt vom Amtsarzt bescheinigt werden.

Grundsätzlich muss der Patient einen Eigenanteil an den außergewöhnlichen Belastungen selbst tragen.

Antwort
von bobbys, 178

Ja ,das kannst Du in dem du alle Zuzahlungsquittungen sammelst, oder du hast eine Stammapotheke die dir am Jahresende extra für das Finanzamt einen Ausdruck erstellt ,von allem was du bezahlt hast in der Apotheke, dazu kannst du noch alle Zuzahlungen bei Physiotherapeutischen Maßnahmen, Sanitätshäusern ,Rehakosten und auch Brillenkosten und Zahnkosten uam. unter außergewöhnliche Belastungen absetzen.

LG bobbys

Kommentar von rulamann ,

Genau so ist es!!!

Antwort
von Danilein, 107

Hole dir Beratung beim Steuerberater! Würde mich nicht darauf verlassen was man durch Eigenrecherche herausbekommt. Du siehst ja, dass es hier auch unterschiedliche Meinungen gibt. Also informier dich vor Ort bei einem Fachmann. Hier kann man anrufen und sich beraten lassen http://www.zahn-steuerberater.de/leistungen/steuerberater-seligenstadt.html

Je mehr Informationen du hast desto besser kannst du später beim Finanzamt tricksen ;) Glaub mir, ich weiß wovon ich rede.

Antwort
von StephanZehnt, 124

Hallo Awen,

man kann an Deiner Frage nicht nachvollziehen um was es Dir speziell geht! So das die Antwort ein wenig länger werden. Also man kann unter bestimmten Voraussetzungen auch Arznei-, Heil- und Hilfsmittel absetzen.

In dem Fall sind es außergewöhnliche Belastungen allerdings nur im streng abgesteckten Rahmen. Dies beträfe Zu § 33 des Gesetzes § 64

in Kraft ab 05.11.2011

http://www.kurs-magazin.de/content/rechtsquellen/rechtsquelle-uebersicht/verordn...,588,177445

Da kann man nach lesen

(1) Den Nachweis der Zwangsläufigkeit von Aufwendungen im Krankheitsfall hat der Steuerpflichtige zu erbringen:

durch eine Verordnung eines Arztes oder Heilpraktikers für Arznei-, Heil- und Hilfsmittel (§§ 2, 23, 31 bis 33 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch).

Also die Frage ist was der Arzt verschreibt und als wichtig ansieht was die nicht Krankenkasse übernimmt aber den / die Patientin braucht. Es muss auch der Standpunkt der Wirtschaftlichkeit bedacht sein.

Das Sinnvollste wäre in dem Fall Du wendest Dich einmal direkt an das Finanzamt wie das in Deinem Fall aussieht.

VG Stephan

Kommentar von StephanZehnt ,

Da der Link nicht richtig ......

RQ vom 24.06.2013, Heft Ein­kom­men­steu­er-Durchführungs­vero­drnung - § 64

Einkommensteuer-Durchführungsverodrnung (EStDV) Zu § 33 des Gesetzes § 64 Nachweis von Krankheitskosten

http://www.kurs-magazin.de/content/dft,588,177402

Alles andere hat schon Nelly und Bobbys geschrieben!

Antwort
von Pixies, 101

Man kann solche Ausgaben in der Steuererklärung unter außergewöhnliche Belastungen eintragen. Quittungen und Belege deshalb aufbewahren!

Antwort
von Sachsenmadel, 77

Mit dem 1 Prozent bei chronisch Kranken stimmt genau. Wir machen das auch so. Man benötigt nur einmal von der Hausärztin eine Bescheinigung. Allerdings rechnen wir immer Januar des Nachfolgejahres gegenüber der Krankenkasse ab und erhalten dann den zu viel bezahlten Betrag. Man kann es so oder so machen.

Antwort
von Mahut, 68

Nein kannst du nicht. Habe ich auch mal versucht hat nicht geklappt

Antwort
von waldmensch, 66

Leider nein, Du hast aber die Möglichkeit als chronisch Kranker 1% von Deinen Jahres Einkomment als Vorausleistung an Deine Krankenkasse zu bezahlen und bist dann von der Zuzahlung auf sämtliche Medis, Krankenhaustagegeld , Heil und Hilfsmittel sowie Fahrten zur stationären Behandlung befreit. Für chronisch Kranke mit geringen Einkommen ist das auf jedenfall eine Gute Sache. Nicht cronisch Kranke bezahlen glaube ich 2 % vom Jahreseinkommen

Alles Gute Waldmensch .

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