Frage von Biosys, 20

Master als Zahnarzt

Hallo, ich wurde von gutefrage.net hierhergeschickt, da dort niemandem etwas einfiel. Weiß jemand, welche fachfremden Master man als Zahnarzt machen kann? Solche Dinge wie Implantologie, Parodontologie oder ähnliches interessieren mich einfach nicht. Ich würde gerne irgendwo anders hin, da ich das Patientenbehandeln schon während des Studiums immer weniger mochte. Aber scheinbar hat man da nicht viele Möglichkeiten.

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Biosys,

Schau mal bitte hier:
Medizin Zahnarzt

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von StephanZehnt, 18

Hallo Biosys,

ich würde mich direkt an eine der Hochschulen wenden die solch ein Masterstudium anbieten! In dem folgenden Link sind die für Deutschland und die EU per Link aufgelistet. Auf einer Zeile ist dann der Link zu dem Masterstudium und rechts ist der Kontakt zur Hochschule, Uni odgl. http://www.master-and-more.de/master-zahnmedizin.html

Ein Bsp. - Dentaltechnologie und -management - Steinbeis-Hochschule Berlin

Sollte das nicht dabei sein was Du suchst kann man per Kontakt ganz sicher erfahren wo dies evtl. angeboten wird. für Berlin wäre dies als Bsp.

Adresse: Gürtelstraße 29A/30 10247 Berlin Deutschland Telefon: +49 30 293309-0

Es gibt auch so genannte Mastermessen wo man sich schlau machen kann

Hotline: 02562 9938260 E-Mail: messe@master-and-more.de

Ästhetische Gesichtschirurgie
Fachrichtung: Zahnmedizin Universität Witten / Herdecke

Endodontologie
Fachrichtung: Zahnmedizin Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Implantology
Fachrichtung: Zahnmedizin Universität Witten / Herdecke

Lingual Orthodontics
Fachrichtung: Zahnmedizin Medizinische Hochschule Hannover

Oral Implantology
Fachrichtung: Zahnmedizin Goethe-Universität Frankfurt am Main

Wissensentwicklung und Qualitätsförderung - Integrated Practice in Dentistry
Fachrichtung: Zahnmedizin Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Lasers in Dentistry
Fachrichtungen: Optische Technologien | Zahnmedizin RWTH Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen

Da ich nicht weis in welchen Bundesland Sie wohnen mal einige zum Thema.

VG Stephan

Kommentar von StephanZehnt ,

Oder dies

*http://www2.medizin.uni-greifswald.de/dental/master/index.php?id=19 *

das bringt allerdings alles wenig wenn wir nicht wissen in welchen Bundesland Du wohnst. Denn eine entsprechende Adresse in Greifswald bringt nicht ganz soviel wenn Du in Oberbayern wohnst!

Kommentar von Biosys ,

Vielen Dank für die Mühe, aber von diesen weiß ich leider schon. Ich würde mit dem Master gerne das Fach wechseln, weil mich die Zahnmedizin zu sehr abgeschreckt hat. Bei den Unis frage ich mich zur Zeit schon durch, habe aber nur negativbescheide bekommen. Darum frage ich, ob vielleicht jemand direkt etwas weiß.

Kommentar von StephanZehnt ,

Wenn Du schon alle Unis und Hochschulen durch hast bleibt Dir nur die Möglichkeit einmal direkt bei solch einer Mastermesse wo die Hochschulen und Unis mit Vertretern da sind nachzufragen. Die Telefonnummer und E.- Adresse hatte ich Dir ja genannt.

Hotline: 02562 9938260 E-Mail: messe@master-and-more.de

Das sind halt ganz spezielle Fragen ich hatte gehofft das man Dir hier weiterhelfen könnte aber das sind Zahnärzte / Studenten aus AT was Dir auch nicht viel nützt da nachzufragen http://www.zahnforum.org/ftopic5.html (bei dem Betreiber der Seite).

Kommentar von Biosys ,

Vielen Dank, ich werde es mal probieren. So eine Messe scheint leider demächst noch nicht zu sein, aber vielleicht kommen da ja noch ein paar Termine. Die Österreicher könnten es vielleicht etwas einfacher haben, da ist die Ausbildung näher an der der Mediziner.

Antwort
von Alois, 20

Hallo Biosys,

da habe ich jetzt aber ein Verständnisproblem: Prinzipiell kannst du doch jeden MSC machen, nur verrechnen kannst du derartige Spezialkenntnisse nicht - soweit zum Begriff "fachfremd".

Mein Rat: Wenn ich mir deine Ausführungen so durchlese, wäre es vermutlich für beide Seiten besser, wenn du dich der Forschung widmen würdest - und je früher du damit anfängst, umso mehr kannst du auf diesem Gebiet erreichen.

Liebe Grüße, Alois

Kommentar von Biosys ,

In die Forschung komme ich erstens nicht mehr hinein, zweitens geht das eigentlich nicht um nebenher Patienten zu behandeln. Da habe ich mich schon informiert. Was meinst du mit "verrechnen"?

Kommentar von Alois ,

In die Forschung kommt man jederzeit "hinein", insofern man die entsprechenden Kenntnisse und Fähigkeiten hat (mit "Fähigkeiten" meine ich aber eher, dass es einem auch liegen bzw. Freude machen sollte). Und mit "verrechnen" meinte ich, dass du deinen Patienten keine Sonderleistungen (Stichwort IGeL) aufgrund von fachfremden Kenntnissen anbieten kannst.

Übrigens ist das Angebot von einzelnen Fachhochschulen wesentlich größer auf diesem Gebiet als das klassischer Unis - aber zum Teil auch recht kostenintensiv.....dennoch, da müsste doch auch für dich etwas passendes dabei sein.

Liebe Grüße, Alois

Kommentar von Biosys ,

Ich möchte ja gar nicht am Patienten arbeiten, also ist das verrechnen egal. Ich würde mit einem Master gerne in ein anderes Feld hineinkommen. Außerdem gibt es bei Zahnärzten doch keine IGeL-Leistungen, ist ja ein anderes System. Bei uns sind ja viele Regelversorgungen auch zuzahlungspflichtig.

Leider hat man mit einen Zahnmedizinstudium keinerlei Kenntnisse für irgendetwas in der Forschung. Man lernt ja nur Zähne zu behandeln, der theoretische Unterbau ist sehr begrenzt. Diejenigen Zahnärzte, die in der Forschung sind, die ich kenne, sind über ihre Doktorarbeit hineingerutscht. Ich habe keinerlei Laborerfahrung, also auch nichts, was ich bei einer Bewerbung anbieten könnte. Dazu kommt, dass ich nicht mit dem Betrieb an der Uni zurecht komme. Die Hierarchie ist extrem und ich möchte mich nicht an dem schreklichen Umgang mit den Studenten in den Kursen beteiligen. Bei Firmen findet man höchstens eine Stelle als Vertreter.

Es würde mich halt interessieren, in welchem Fachbereich ich auch die Chance hätte, für einen Master zugelassen zu werden. Die meisten haben ja Fachbeschränkungen - nur Zahnmedizin wird halt nie erwähnt.

Kommentar von Alois ,

Nun, da guckst du dir am besten einmal die Programme der Fachhochschulen an, die in deiner Nähe sind; gleichzeitig solltest du damit beginnen, deine ersten 20 Publikationen zu tätigen (meist ist die 1. Frage: "Wie viele Publikationen haben sie"?). Zu diesem Zwecke meldet man sich bei diversen Zeitschriften an und schreibt etwas zu einem Thema, welches von allgemeinem Interesse ist; der Inhalt ist dabei eher sekundär - Hauptsache englisch..... Ein Beispiel wäre hier der "Medical Tribune".

An Fachhochschulen gibt es für Zahnmedizin kaum Beschränkungen - und die meisten Chancen hast du auf den Gebieten, die dich am meisten interessieren - Begeisterung wirkt nämlich ansteckend und kommt gut rüber.

Leider weisen deine Fragen aber eine starke regionale Abhängigkeit auf, was Möglichkeiten und Chancen betrifft - oder willst du in ganz Europa unterwegs sein ? (Außerhalb Europas wird es noch schwieriger, da deine Ausbildung in vielen Staaten erst gar nicht anerkannt wird).

Liebe Grüße, Alois

Kommentar von Alois ,

Auffällig ist auch, wie du über die Hierarchie und das schreckliche Klima in Kursen schreibst: Da stellt sich doch irgendwie die Frage, ob du die Arbeitswelt überhaupt kennst, oder wie lange und wo du schon gearbeitet hast:

Hierarchien, Konkurrenz, Neid unter Kollegen etc. sind "auf Arbeit" nämlich generell an der Tagesordnung und nicht selten kommt es noch viel dicker.....

LG, Alois

Kommentar von Biosys ,

Sagen wir mal so, viel Dicker als an meiner alten Uni kann es nicht kommen.

Kommentar von Biosys ,

Ich könne das natürlich weiter ausführen, aber da müsste ich mit Dreck werfen und das lasse ich lieber. Wäre auch rechtlich nicht in Ordnung.

Kommentar von Biosys ,

Na, das ist doch ein Teufelskreis: Wie soll ich publizieren um in die Forschung zu kommen, wenn ich nicht forschen kann um zu publizieren? Ich weiß nicht, was du da schreibst ist nicht meine Erfahrung von einem Publikationsprozess. Ich könnte ja so wie du es sagst nur populärwissenschaftliche Artikel schreiben - und die zählen für einen Arbeitgeber nicht als Publikation. Wenn ich eine Zahnpfelgetipps in der Zeitung gebe ist das ja auch keine Publikation.

Die Master an den FHs haben schon Beschränkungen: Die meisten verlangen ein Technisches Studium, auch solche Dinge wie Medizintechnik. Das ist auch verständlich, schließlich hat man als Zahnmediziner von so etwas keine Ahnung. Die meisten FHs sind sogar so strikt, dass man genau den Studiengang als Bachelor haben muss, den man als Master machen will. Das hat mich etwas gewundert. Auch an den Unis ist es meistens ähnlich. Alle Dinge, die mich so grundsätzlich interessiert hätten bin ich schon durch, darum stelle ich diese Frage.

Wo ich hingehe ist mir im Grunde egal. Hauptsache ich finde irgendetwas. Das Ausland wird aber hauptsächlich an der Kostenfrage scheitern.

Kommentar von Alois ,

Für deine ersten Publikationen brauchst du überhaupt nicht zu "forschen" - schreibe einfach etwas aus deinem Erfahrungsschatz, notfalls auch teilweise ab, es muss englisch sein, ein bisschen Fachchinesisch enthalten - aber in der Praxis liest das kein Personalchef wirklich - für den Anfang reicht die Zahl..... Dass man mit einer zahnmedizinischen Ausbildung nicht unbedingt einen Master in Maschinenbau oder im IT-Bereich machen kann, ist prinzipiell klar, aber da hätte ich einen Tipp:

In der Praxis wird das so gehandhabt wie überall: "Idealerweise haben sie eine Ausbildung in......." - und genauso ist es in diesem Bereich: Die Rektoren gewähren viele Ausnahmen - allerdings nur auf Anfrage.

Liebe Grüße, Alois

Kommentar von Biosys ,

Also wenn die Medical Tribune solche Artikel akzeptiert, dann ist sie nichts Wert und das glaube ich eher nicht. Im übrigen kommt man bei uns erst in die Wirtschaft, wenn man schon an der Uni erfolgreich geforscht hat, am Besten mit habil. Die Uni stellt einen aber nicht über irgendeinen unwissenden Personaler ein, da kümmern sich die Oberärzte drum. Und die sehen, wenn man Mist geschrieben hat. Im Übrigen: Aus welchem Erfahrungsschatz sollte ich schöpfen? Aus meinem ehemaligen Uni-Alltag? Wohl kaum.

Naja, die Unis wo ich bisher nachgefragt habe machen keine Ausnahmen. Und das waren ein paar. Für Humanmedizin schon, aber nicht für Zahnmedizin, da ist das Fach einfach zu begrenzt.

Kommentar von Alois ,

Ich habe das nicht einfach so dahingeschrieben, sondern dieser Rattenschwanz stammt aus meinem Erfahrungsschatz; und irgendwo musst du ja schließlich anfangen, also tu es auch - und gib bitte nicht so schnell auf - manchmal muss man sich nämlich sehr oft bewerben, bis man Erfolg hat - auch das ist auf praktisch jedem Gebiet so.....

LG, Alois

Kommentar von Biosys ,

Ich denke, dass das bei den Humanmedizinern anders läuft, da man doch eine fundiertere Ausbildung hat. Bei uns werden so ziemlich alle nicht praktischen Fächer auch von nicht-Zahnmedizinern unterrichtet, also Chemikern, Physikern oder Humanmedizinern. Um in die Forschung zu gelangen geht man normalerweise den Weg an der eigenen Uni über Beziehungen. Ich habe mir das von einem wissenschaftlich arbeitenden Zahnmediziner auch so erklären lassen und der hat mir klar gemacht, dass ich schon anfangen hätte müssen, wenn ich in die Forschung gewollt hätte. Ich kann mir schon vorstellen, dass das im Einzelfall irgendwie so funktionieren kann wie du geschrieben hast - aber von nichts kommt halt nichts: Ich kann keine brauchbaren Artikel schreiben, da ich nichts vorzuweisen habe, außer dem Studium und meiner miesen Doktorarbeit. Mit nichts als einem Abschluss brauche ich mich auf wissenschaftliche Stellen nicht zu bewerben. Ich könnte so höchstens versuchen in den Medizinjournalismus zu kommen, wovon mir unser Studienberater aber dringend abgeraten hat.

Kommentar von Alois ,

Wo ein Wille ist - da ist auch ein Gebüsch:

https://www.acad-write.com/ghostwriting/zahnmediziner/

Kommentar von Biosys ,

Klar, da kann ich ja gleich in den Drogenhandel gehen, nicht wahr^^?

Kommentar von Biosys ,

Also ich meine Zwecks der mangelnden Legalität dessen.

Kommentar von Alois ,

Deine Dissertation hast du ja selbst verfasst, oder? - und ein paar Artikel für Zeitschriften zu bestellen ist eigentlich mehr oder weniger üblich geworden; und hinterher musst du ja immer noch zeigen, was in dir steckt..... Niemand kann etwas dafür, wenn du das falsche Studium gewählt hast. Ich glaube, ich habe dir nun wirklich alle Möglichkeiten aufgezählt - ich persönlich bin übrigens auch der Meinung, dass du dich selbst um das alles bemühen solltest, also, worauf wartest du noch? - Setz dich endlich auf deinen Hosenboden und fang an!

Viel Glück und liebe Grüße, Alois

Kommentar von Biosys ,

Ähm nein. Du hast mir gesagt, was ich deiner Meinung nach tun soll um in die Forschung zu gehen - was deiner Meinung nach am Besten durch eine Mischung aus Betrug und vollkommen wertlosen Artikeln besteht. Und ich habe gesagt, dass das bei uns nicht so läuft - und selbst wenn würde ich nicht Teil von so etwas sein wollen. Auch wenn so etwas üblich sein sollte, ist es nicht legal und wird einem früher oder später die Karriere versauen. Hast du die letzten zehn Jahre keine Nachrichten gelesen oder verdrängst du es, wie problematisch Forschungsfälschungen im Moment sind?

Mein Frage war aber welche fachfremden Master ich studieren kann. StephanZehnt wusste das zwar auch nicht, aber er hat mir doch ein paar Ansätze gegeben, wo ich mich informieren kann.

Kommentar von Biosys ,

Ich erkläre dir mal was in der Zahnmedizin der übliche Weg in die Forschung ist. Entweder, man schafft es sich während seiner Doktorarbeit lieb Kind zu machen, so dass einem eine Forschungsstelle angeboten wird - sich sonst darauf zu bewerben hat ohne Vorerfahrung keinen Zweck. Da arbeitet man dann an mehreren Projekten mit und wenn man genug buckelt, darf man vielleicht einen Teil davon selbst publizieren. Oder man nimmt eine Standard-Assistentenstelle an der Uni an. Diese sind gut verfügbar und gut bezahlt - aber man arbeitet nur einen kleinen Teil der Zeit an der Forschung und muss wirklich Glück haben, wenn man seinen Namen mit auf einen Artikel setzen darf. Den Rest der Zeit behandelt man eigene Patienten und betreut die Studentenkurse. Letzteres ist, warum diese Stellen trotz der guten Bezahlung gut verfügbar sind. Den ersten Weg kann ich nicht nehmen, den zweiten will ich nicht machen. Damit ist die Forschung für mich gestorben. An Zahnärzten herrscht kein Mangel, auch für die Forschung sind mehr als genug da - zumal man sie in der Entwicklung deutlich seltener braucht als es bei Humanmedizinern der Fall ist. Große klinische Studien sind selten, den riesigen Aufwand der Medikamentenentwicklung und Testung braucht man auch fast nie und die erfolgreichsten Innovationen sind ohnehin die rein technischen Maschinen, die nie Patientenkontakt haben, wie Chairside-Fräsen oder so etwas. Das heißt, dass die Firmen größtenteils mit den erfahrenen Leuten auskommen, die für gutes Geld einen Berufswechsel anstreben.

Antwort
von Mahut, 17

Warum fragst du nicht an einer Hochschule oder Uni an, die können dir bestimmt auskunft geben.

Kommentar von Biosys ,

Leider empfiehlt man mir dort nur die gewöhnlichen Auswahlmöglichkeiten, also solche Dinge wie Implantologie - beim Rest soll ich mich selbst informieren. Das hat zur Folge, dass ich bei allen Unis und Studiengängen einzeln nachfragen muss. Ist sehr mühsam, darum wollte ich sehen, ob jemand was weiß.

Kommentar von Biosys ,

doppelpost

Kommentar von StephanZehnt ,

Dann würde ich an Deiner Stelle einmal auf solch eine Mastermesse gehen und mich schlau machen. Ansonsten gibt es nicht so extrem viele Unis bzw. Hochschulen die das anbieten!

Ich würde mir die Kontaktadressen raus suchen und an alle gleichzeitig eine E-Mail schicken die E. Adressen getrennt durch Komma !

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