Frage von Sansa, 29

Mangelerscheinungen trotz ausgewogener Ernährung

Hallo,

meine Geschichte ist folgende:

Vor ca 2 1/2 Jahren fing ich an, mich schwach und müde zu fühlen. Bis dahin war ich eigendlich sportlich aktiv und habe auch einen recht stressigen Job (Köchin). Das war jedoch vorher kein Problem gewesen. Diese Müdigkeit wurde irgendwann so schlimm, dass ich mit dem Sport aufhörte.

Natürlich war ich beim Arzt deswegen. Es wurden auch sämtliche Test gemacht(Blut abgenommen, Leistungstest, Blutdruck gemessen...) Man fand aber nichts, außer dass mein Blutdruck sehr niedrig war. Das Ganze wurde dann auf einen Jodmangel geschoben.

Leider wurde das Problem bis heute nicht besser. Inzwischen sind auch meine Haare sehr dünn geworden und meine Fingernägel brechen schneller(auch Probleme, die ich früher nie hatte). Ein Hautarzt sagte, das wird ein Eisenmangel sein.

Nach einem Krampf im Bein neulich Nacht habe ich mal gegoogelt und fand nur "Magnesiummangel" oder ähnliches.

Nun wundert es mich, dass ich anscheinend des öffteren Mangelerscheinungen habe, obwohl ich mich ausgewogen ernähre. Ich esse zwar auch gerne mal was ungesundes, aber auch viel Gemüse, Fleisch/Fisch, Müsli etc. Außerdem trinke ich viel Wasser (muss ich, da ich auf der Arbeit viel schwitze) und bekomme auch immer wieder gesagt "Sie müssen mehr trinken".

Ich weiß langsam einfach nicht mehr, woran das liegen kann. Kommt da wirklich nichts an in meinem Körper? Ich habe zwar hin und wieder einen gereizten Darm, aber auch nur selten Durchfall oder ähnliches. Was kann das sein?

Antwort
von gerdavh, 25

Hallo, bei Krämpfen im Bein hilft es tatsächlich, wenn man täglich Magnesium (400 mg) zu sich nimmt. Allerdings erklärt das nicht die Müdigkeit. Wäre ich an Deiner Stelle, ginge ich zu einem Endokrinologen. Wenn man schon gesagt hat, dass Du evtl. Jodmangel hast und Du sehr dünne Haare bekommen hast, könnte das an der Schilddrüse oder an Deinem Hormonhaushalt liegen. Das sind bislang ja alles nur Spekulationen: Jodmangel? Es könnte ein Eisenmangel sein? Das alles kann man doch untersuchen, z.B. durch Bestimmung des Eisenspeicherwertes. Du schreibst, es wurden alle möglichen Test gemacht. Wurde auch alle Schilddrüsenwerte bestimmt, Dein Hormonstatus, der Eisenspeichwert? Lass Dir Deine Blutergebnisse mitgeben. Der Endokrinologe ist für Dich der richtige Ansprechpartner. Mach Dir bald einen Termin, die Warteliste bei Fachärzten ist meist sehr lang! Alles Gute. Gerda

P.S: Du schreibst, Dir wird gesagt, Du sollst mehr trinken. Ich kenne nicht Deine genaue Trinkmenge, aber ein Erwachsener, der viel schwitzt, muss mindestens 3 l Wasser am Tag trinken. Viele Menschen haben nur das Gefühl, sie würden ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen, ich mache das so: Ich koche mir morgens 3 l Tee und das ist meine Ration für den Tag. Bleibt was über, war es nicht genug.

Kommentar von Sansa ,

Hi, danke für die Antwort, ich habe mir jetzt die Nummer von einem Endokrinologen geben lassen.

3 Liten Wasser am Tag schaffe ich aber. Da ich auf der Arbeit immer aus der Flasche trinke kann ich in etwa nachvollziehen, wie viel ich trinke.

Meine Schilddrüsenwerte sollen laut Hausarzt ok sein, er hatte einen Bluttest gemacht. Von einem Hormontest habe ich noch nichts gehört. So einer wurde nicht gemacht.

Kommentar von pferdezahn ,

Zwei Liter Wasser am Tag genuegen auch, es sei denn, Du bist ein Schwergewicht von 80 kg und mehr. Es ist empfehlenswert, wenigstens zweimal am Tag ein Glas Wasser mit einem EL Apfelessig, aber nur den naturtrueben (ungefilterten), zu trinken. Wenn Du ihn im Supermarkt nicht bekommst, dann aber in einem Reformhaus. - http://suite101.de/article/apfelessig---wirkung-inhaltsstoffe---anwendung-a70979

Antwort
von pferdezahn, 19

Im gelobten Land, also in AMERIKA, leiden etwa 41% der Bevoelkerung an Mangelernaehrung. Das ist kein Witz sondern Tatsache. Da Du Koechin bist, wirst Du sehr wahrscheinlich vermehrt eine gekochte (denaturierte) Mahlzeit zu dir nehmen. Du solltest auch Mal mehr frisches Obst und Gemuese vertilgen, denn dir fehlen Vitalstoffe. Deine Haare und die Fingernaegel sind der Beweis dafuer. Ein gesunder und ein kraeftiger Haarwuchs (volles Haar), zeigt an, dass der Mensch genuegend Mineralstoffe konsumiert. Ist dies nicht der Fall, so greift der Koerper zwecks Neutralisierung der anfallenden Saeuren zur Verdauung, seine Depots an, und dies sind vor allem die Haare, bzw. der Haarboden, sowie auch die Zaehne, Naegel, Haut, Knochen, Knorpel, Kapseln, Sehnen und Blut (auch Pufferloesung). Die ist auch der Grund, warum Frauen nach den Wechseljahren duennes, schuetterers Haar und gar Haarausfall bekommen. Vor den Wechseljahren konnten sie die Saeuren deponieren und mit der Periode ausscheiden. Fall Du die Moeglichkeit nicht hast, vermehrt frisches Obst und Gemuese zu verspeisen, solltest Du dir aus der Apotheke (nicht aus einem Supermarkt oder Drogerie), ein gutes Multivitamin-Praeparat besorgen, da diese durch Chelatverbindungen organisch sind.

Kommentar von Hooks ,

Zu den Wechseljahren gibt es noch eine andere Theorie, die mir sehr einleuchtet: die genannten Symptome sind bekannt als Mangelerscheinungen von Östrogen. Das gibts auch mal vor den Wechseljahren... dagegen kann man dann Brennesselsamen oder Hefe essen.

Antwort
von Hooks, 16

Ich bin der Meinung, daß Deine Symptome auf einen Mangel an B1 passen. Lies mal bitte beim vitalstofflexikon.de die Erscheinungen durch, unter B-Komplex, dann B1 und dann Mangelsymptome wie Interaktionen.

Werden über die Nahrung weniger als 0,2 mg Thiamin pro 1000 kcal (4,2 MJ) aufgenommen, können bereits nach 4 bis 10 Tagen die ersten Vitamin B1-Mangelerscheinungen auftreten [11]. Ein marginaler Thiaminmangel äußert sich zunächst durch unspezifische Symptome, wie Müdigkeit, Gewichtsverlust und Verwirrungszustände [5, 14, 15, 17, 19, 20].

Kaffee, Tee, Mehl (Müsli!) und Zucker verbrauchen viel B1.

Sonstige Merkmale: [...]

Vegetative Störungen, wie Hypotonie (niedriger Blutdruck mit unzureichender Durchblutung), Hypothermie (Unterkühlung) und Hyperhidrose (übermäßige Schweißproduktion) [7, 9]

Die B-Vitamine arbeiten untereinander zusammen und werden "gezündet" durch Magnesium. Deshalb gibt es Symptome, die bei beiden Mängeln aufteten:

Muskelatrophie – Muskelschwund, fortschreitender Verlust der Muskelmasse sowie -kraft und eingeschränkte beziehungsweise aufgehobene Muskelfunktion – einhergehend mit Muskelschwäche, Muskelschmerzen und -krämpfen* (Wadenkrämpfe), unwillkürlichen Muskelzuckungen und einer erhöhten Anfälligkeit [5, 14, 15, 17, 19, 20]*

Ich habe gerade das B-Komplex 50 mg von Biovea getestet und bin sehr zufrieden damit. Dazu brauche ich aber 800-1200 mg Magnesium täglich.

Kommentar von Sansa ,

Hallo,

danke für die Antwort, ich werde mich im Supermarkt mal nach Nachrungsergänzungsmitteln umschauen. Oder muss ich für das Biovea in die Apotheke?

Kommentar von Hooks ,

Ich wüßte nicht, daß man die dort bekommt. Ich kaufe sie immer hier:

http://biovea.net/de/product_detail.aspx?PID=2614&OS=204&AG=Pantothenic%...

Und die im Supermarkt - na, ich weiß nicht. Beim ALDI gibts jetzt Magnesium von Vitalis, das funktioniert (jedenfalls bei mir, 375 mg). Die Brausetabletten gehen bei mir nicht, außerdem enthalten sie zuviel Nebenzeugs, vor allem Aspartam. Aber die B-Vitamine?

Lies mal sorgfältig die Inhaltsstoffe durch, die müssen auch richtig dosiert sein.

In der Apotheke gibt es diese hier: medizinfuchs.de/produktinformation/vitamin-b-komplex-ratiopharm-kapseln-60-st-ratiopharm-gmbh-pzn-4132750.html, die bekommst Du aber übers Netz für die Hälfte. Die sind mir aber auch schon zu schwach, davon nehme ich lieber 2 oder 3 am Tag.

Vielleicht mußt Du es einfach mal ausprobieren.

Die von ratiopharm haben 15 mg an B1, die von Biovea 50 mg. Wenn Du unbedingt in den Supermarkt gehen willst (oder besser noch Drogerie) schau DIr die Mengen an, und daß mindestens 8-9 Vitamine drin sind. Biotin und Folsäure werden auch immer dazugerechnet.

Hier noch die Inhaltsstoffe von dem 50mg-B-Komplex von Biovea:

Menge pro Dosierung:

• Thiamin (Vitamin B1) 50mg

• Riboflavin (Vitamin B2) 50mg

• Niacinamid 50mg

• Vitamin B6 (als Pyridoxin HCI) 50mg

• Folat (als Folsäure) 800 µg

• Vitamin B12 (als Cyanocobalamin) 50 µg

• Biotin 50 µg

• Pantothensäure (als Calcium-D-Pantothenat) 100mg

• Cholin (als Cholinbitartrat) 50mg

• Inositol 50mg

• PABS (als Para-Amino-Benzoesäure) 30mg

Kommentar von pferdezahn ,

B-Vitamine alleine machen es nicht, und beseitigen keine Mangelernaehrung. Was Du benoetigst sind Vitalstoffe und nicht nur Vitamine, also auch Mineralstoffe und Spurenelemente (Zink, Magnesium, Eisen, Mangan). Besorge dir lieber ein gutes Multivitamin-Supplement (aber nur aus der Apotheke), davon provitierst Du mehr.

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