Frage von linddebergh, 167

Magenkrebs? Hilfe! :-(

Hallo zusammen,

zunächst einmal wünsche ich euch ein frohes neues Jahr.

Ich (m, 26) weiß gar nicht so recht, wie ich anfangen soll... Meine Geschichte ist äußerst kompliziert und langwierig.

Alles fing Ende März des vergangenen Jahres an. Zu dem Zeitpunkt war ich schon seit Monaten müde und erschöpft. Ende März/Anfang April ließ ich mich dann in eine Klinik mit psychosomatischen Schwerpunkt einweisen - ich war körperlich und geistig am Ende. Nach ca. 2-3 Wochen besserte sich meine Symptomatik mithilfe von Antidepressiva spürbar. Mein Aufenthalt insgesamt betrug dort 8 Wochen. Diagnostiziert wurde neben einer schweren Depression auch ADHS im Erwachsenenalter. 4 Wochen nach Verlassen der Klinik setzte ich meine Medis ab und versuchte es fortan ohne... Leider ging das nicht allzu lange gut, sodass ich bis vor Weihnachten wieder welches einnehmen musste. Die Müdigkeit war dabei stets mein ständiger Wegbegleiter - bis heute. Seitdem ich psychisch so labil bin, entwickel' ich ständig Krankheitsängste. Das hatte ich vorher nie!!! Beispiel: Kopfschmerzen=Gehirntumor? Was folgte prompt? MRT vom Schädel (natürlich ohne Befund).

Nun ist es so:

Vor vier Wochen begann ich auf einmal unter starker Übelkeit in Kombination mit Appetitlosigkeit zu leiden. Es war so schlimm, dass ich kaum noch essen konnte und nachts aufgewacht bin. Diese Beschwerden haben nach ca. 14 Tagen aufgehört. Dann war ungefähr ne Woche Ruhe. Seit ca. 1 Woche leide ich nun unter einem ständigen (24h) Druck im Oberbauch (keine Schmerzen), Völlegefühl und zugleich Hungergefühl (unabhängig von den Mahlzeiten), manchmal Kurzatmigkeit, Luft im Bauch (ständiges Aufstoßen - nur Luft, kein Sodbrennen), Gewichtsabnahme (ca. 2 kg in zwei Wochen) trotz normalen Essverhaltens und STÄNDIGER MÜDIGKEIT. Es ist dabei egal wie viel ich esse, ich habe nach kurzer Zeit immer wieder Hunger (als ob da in meinem Bauch jmnd lebt, der sich davon ernährt - ganz komisch!!!).

Ich war bei 3 (!) Internisten, die mich allesamt nicht ernst genommen haben und lediglich meinen Bauch abtasteten und mir Blut abnahmen. Insgesamt wurde mir in 8 Monaten 6x Blut abgenommen inkl. Schilddrüsenwerte und Eisen (wegen der Müdigkeit) und jedes Mal war alles super. Werte waren top! Heute war ich dann endlich bei einem Internisten, der meinen Beschwerden endlich mal mehr Beachtung schenkte. Es wurde ein Ultraschall vom Bauch gemacht. Alles war in Ordnung.

Nun sagte er mir, dass, wenn die Beschwerden weiter anhalten, eine Magenspiegelung gemacht werden muss. Ich erhielt einen Termin für den 20.01.2015. Da ich innerlich aber völlig durchdrehe und totale (!) Angst habe, klapperte ich telefonisch alle Gastroenterologen Hamburgs ab und bekam prompt einen Nottermin für Dienstag, 06.01.2015! Ein Glück!!!!

Mittlerweile habe ich große Bedenken, dass ich je an einer Depression gelitten habe, sondern dass das viel mehr die ersten Anzeichen (Erschöpfung, Müdigkeit + jetzt Übelkeit und die anderen Beschwerden) von Magenkrebs waren/sind.

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Antwort
von Taigar, 164

Du hast eine Angststörung, dies beweist schon dein letzter Absatz:

Nun sagte er mir, dass, wenn die Beschwerden weiter anhalten, eine Magenspiegelung gemacht werden muss. Ich erhielt einen Termin für den 20.01.2015. Da ich innerlich aber völlig durchdrehe und totale (!) Angst habe, klapperte ich telefonisch alle Gastroenterologen Hamburgs ab und bekam prompt einen Nottermin für Dienstag, 06.01.2015! Ein Glück!!!!

Obwohl dir ein Arzt heute erst sagte wenn die Beschwerden weiter anhalten .. Damit meinte er sicherlich nicht 1-2 Stunden .. Ultraschall in Ordnung, Blut in Ordnung, Schilddrüse in Ordnung, MRT in Ordnung .. Keine Befunde .. Und dennoch schiebst du Panik .. Die Magenspieglung ist als bloße Absicherung gedacht und nicht weil der Arzt vermutet du hast etwas, jede Wette.

Du solltest dich wieder in psychische Behandlung begeben denn wenn man aus totaler Angst sämtliche Gastroenterologen abtelefoniert weil man keine zwei Wochen auf den regulären Termin warten kann ist es schon sehr sonderbar.

Noch zwei kleine Anmerkungen: 2kg Gewichtsverlust in zwei Wochen sind nicht besorgniserregend .. Und wie kommst du dazu Medikamenten selber abzusetzen? Wenn du dem Urteil deiner Ärzte nicht traust dann spar dir doch gleich nen Rat bei ihnen zu holen denn du verschwendest nur deren Zeit wenn du eh dann dein eigenen Kopf durch die Wand haust.

Gute Besserung ..

Kommentar von gerdavh ,

Ich kann mich taigars Ausführungen nur anschließen Ich bin aufgrund deiner eingehenden Schilderungen der Überzeugung, dass du dir einen guten Psychiater suchen solltest. Alles gute. Lg Gerda

Antwort
von elliellen, 167

Hallo!

Du bist erst 26 und noch sehr jung, in dem Alter ist Magenkrebs eher selten. Du solltest umdenken und dein Augenmerk lieber darauf legen, dass dein Körper und deine Seele im Einklang sind.

Es nützt dir nichts, in ständiger Angst zu leben, eventuell krank zu sein, denn damit erreichst du genau das Gegenteil. Innere Unruhe und Stress und von einem Arzt zum anderen zu gehen und die vielen Untersuchungen über dich ergehen zu lassen, sind nicht gerade gesundheitsfördernd.

Lebe gesund, ernähre dich zucker- und Weißmehl-arm, wenig Verarbeitetes,esse viel frisches Obst und Gemüse, treibe Sport und führe ein zufriedenes, ausgeglichenes Leben. Dann hast du gute Chancen, keinen Krebs zu bekommen. Wir haben alle Krebszellen im Körper, ob diese jedoch entarten oder nicht, darauf kommt es an und wir können einiges dafür tun, damit das nicht passiert, auch wenn wir es nicht zu 100 % verhindern können.

http://www.zentrum-der-gesundheit.de/anti-krebs-lebensmittel-ia.html

Wenn du an einer Angststörung leiden solltest, solltest du dich an einen guten Therapeuten wenden, der mit Tai Chi oder anderen Entspannungskursen arbeitet, welche dich zu innerer Ruhe finden lassen. Alles Gute

PS: Dir auch ein frohes neues Jahr!

Antwort
von Shivania, 150

Lieber linddebergh,

aufgrund der Schilderung ist leider beides möglich:

  • dass Ihr Verdacht stimmt
  • dass Sie unter einer Depression leiden und jetzt Appetitverlust dazukam, Ihr Magen aber kerngesund ist!

Sicher ist es nicht möglich, Sie zu beruhigen und zu sagen: Jetzt sind Sie mal ruhig und warten die Untersuchung ab. Aber viellicht geht es, dass Sie in dieser wackeligen Zeit Ihre Aufmerksamkeit auf das lenken, was Ihnen Sicherheit gibt:

  • Ihre Familie
  • Freunde
  • gibt es einen Arzt, dem Sie vertrauen?
  • Finden Sie Adressen von Selbsthilfegruppen, die Sie unterstützen könnten (auch jetzt schon) - die wissen auch wie es sich vor der Diagnose anfühlt
  • gibt es einen Ort, an dem Sie sich wohl fühlen?

Einen wirklichen Trost gibt es bis zum Ergebnis nicht. Lenken Sie einfach immer wieder Ihre Aufmerksamkeit darauf, dass Sie sich ja untersuchen lassen.

Falls sich Ihr Verdacht erhärtet habe ich hier einen Link, der Ihnen helfen kann: https://www.krebsinformationsdienst.de/wegweiser/adressen/krebsberatungsstellen.... Rufen Sie in der nächstgelegenen Krebsberatungsstelle and und bitten um einen Not-Termin. Oder Sie fragen den Arzt, der Ihnen den Befund mitteilt, ob es dort vor Ort einen Psychoonkologischen Dienst gibt, der Ihnen sofort ein Gespräch anbieten kann bzw. wo Sie einen Termin für ein zeitnahes Gespräch erhalten.

Ich drücke Ihnen die Daumen, dass es "nur" eine Depression ist. Bitte dann unbedingt in Behandlung gehen bei einem Psychologischen Psychotherapeuten!

Viele Grüße

Antwort
von walesca, 137
...Kopfschmerzen=Gehirntumor? ....das viel mehr die ersten Anzeichen (Erschöpfung, Müdigkeit + jetzt Übelkeit und die anderen Beschwerden) von Magenkrebs waren/sind.

Hallo Linddebergh!

Warum nur muss es immer wieder sofort eine Krebserkrankung sein????? Zur eigenen Beruhigung lass eine Magenspiegelung machen. Gegen die Angst davor besorg Dir in der Apotheke die "Bachblüten-Rescue-Lutschbonbons". Damit kannst Du ganz entspannt in diese Untersuchung gehen. Bitte den Gastrologen vor der Untersuchung, auch mal zu untersuchen ob bei Dir ggf. ein Zwerchfellbruch vorliegt. Darauf achten viele Ärzte gar nicht, aber dadurch können auch einige Deiner Beschwerden kommen, wie z.B. Druck im Bauch, Atemnot, Aufstoßen etc. (eigene Erfahrung!) Außerdem solltest Du mal Deinen Vitamin-D-Spiegel im Blut kontrollieren lassen. Auch das würde auch passen. Dazu schau mal in diesen Tipp.

https://www.gesundheitsfrage.net/tipp/vitamin-d-mehr-bedarf-als-gedacht

Alles Gute wünscht walesca

Antwort
von linddebergh, 109

Hallo zusammen,

ich habe vorletzte Woche eine Magenspiegelung gehabt und alles, was lediglich festgestellt wurde, war eine leichte Gastritis mit Helicobacterbefall (Pylori). Zurzeit mache ich die s. g. Triple-Therapie und warte sehnsüchtig auf eine Besserung meiner Beschwerden. Denn nach den zahlreichen Untersuchungen (Röntgen Thorax, MRT Bauch, Magenspiegelung, Ultraschall vom Bauch, Hoden und der Schilddrüse) wüsste ich sonst wirklich nicht mehr weiter.

Naja, zumindest scheine ich nicht ernsthaft krank zu sein. :-)

Vielen Dank für Eure Anteilnahme und die damit verbundenen Antworten.

Lieben Gruß

Antwort
von mariechen1991, 116

Alles was du beschreibst habe ich auch mitgemacht. Bei mir ist es die Panikstörung Angst vor der Angst, die Schlimmste. Der Körper spielt dir jede Krankheit vor. Ich konnte das Haus nicht mehr allein verlassen, alle paar Minuten habe ich meinen Blutdruck gemessen. Habe immer auf irgendwelche Körpersymptome geachtet, die auch da waren aber es war nichts. Du hast geschrieben Hamburg, ich war auf der psychosomatischen Station in Rissen. Ich würde dir raten dich an die Klinik zu wenden. Ich habe auch den Fehler gemacht , einfach die Medis abzusetzen und bekam auch einen Rückfall, dass darf man auch nicht ohne ärztlicher Aufsicht. Ich könnte dir hier noch mehr von meinen Symptomen schreiben, aber das würde zu viel werden.

Antwort
von linddebergh, 106

Leider wurden bei mir in der Kindheit Helicobacter festgestellt. Seitdem hatte ich aber nie wieder Probleme. Innerhalb der Familie gab es noch nie Krebs. Meine Oma leidet lediglich unter chronischen Magengeschwüren (die Helicobacter bei ihr sind immun gg. sämtliche Arzneimittel).

Habt ihr ne Idee, was das sein kann? Wie ist das bei euch bzw. euren Lebenspartnern/Freunden/Familienangehörigen angefangen?

Von euch zu hören, würde mich sehr freuen.

Lieben Gruß

P.S.: Kennt jemand das Gefühl im Bauch, wenn man einen Apfel oder Nudeln gegessen hat? So'n Hungergefühl, Gefühl der Leere... Ungefähr so fühlt sich das in meinem Bauch ständig an. Ist schwierig zu beschreiben...

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