Frage von GoldenWin, 207

Lymphknotenkrebs?

Hallo, ich bin etwas ratlos, deswegen erzähle ich euch mal meine Geschichte.

Letztes Jahr im April wurde bei mir eine vergrößerte Milz durch Zufall diagnostiziert. Ich bin wegen ganz anderen Schmerzen (links im Unterbauch Krämpfe) zum Arzt gegangen, der machte dann einen Ultraschall und zack. Nach langem hin und her wurde ich ins Krankenhaus überwiesen, weil die Spezialistenärzte einfach so lange Wartezeiten hatten. Im KH wurde dann eine Magen- und Darmspiegelung vorgenommen. Da war alles in Ordnung. Der Hämatologe sagte kurzfristig ab. Ein Blutbild wurde allerdings beim Hausarzt gemacht und das war ebenfalls unauffällig.

Danach wurde meine Milz noch einmal untersucht (2 Monate später) und sie ist ein wenig geschrumpft, allerdings immernoch etwas vergrößert.

Da es mir dann wieder soweit gut ging, habe ich dem Ganzen keine Beachtung mehr geschenkt. Seit ein paar Monaten merke ich allerdings, dass, wenn ich Alkohol trinke (ein Gläschen Wein abends) meine Lymphknoten am Hals am nächsten Tag schmerzen.

Am Samstag morgen bin ich nach einem Club-Abend aufgewacht und habe wirklich nicht viel getrunken gehabt (1 Wein und 1 Hugo) und habe wieder diese Schmerzen gehabt. Anders als bei den letzten Malen ist es nicht weggegangen. Stunden danach hat mein Brustkorb angefangen zu schmerzen, unter den Achseln ebenso und ich bin dauernd eingeschlafen. Mir tut alles weh... Sonntags kam Übelkeit hinzu, musste fast brechen - und ich machte natürlich den Fehler und googlete meine Beschwerden. Überall ist die Rede von Lymphknotenkrebs Morbus Hodgkin und ich hab wirklich Panik...

Bin gleich zu einer Hausärztin gegangen heute morgen und diese stempelte mich ganz nett als Simulatin ab. Schob alles auf HWS und hat nicht mal Blutdruck gemessen. Hab dann Druck gemacht und morgen einen Termin zur Blutabnahme und Ultraschall. Sie hatte jetzt zu viel zu tun... Sie ist der Meinung, ich wäre verspannt und damals hätte ich das Pfeiffersche Drüsenfieber gehabt - hat zwar keiner diagnostiziert, aber egal.. (Damals hatte ich auch nicht derartige Symptome wie Müdigkeit, Fieber, Gliederschmerzen, sondern ja Unterbauchschmerzen linksseitig...)

Ich bin ehrlich gesagt ratlos und frage mich ob ich mich auf den Weg zum nächsten Arzt machen soll, weil es mir einfach noch nie so bescheiden ging. Ich bin so kraftlos und schlapp... Kenne das überhaupt nicht von mir...

Ach, zu meinem Alter und Geschlecht : Bin 21 Jahre alt und weiblich.

Oder mache ich mich einfach verrückt?...

Danke für jeden Tipp...

Liebe Grüße

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Antwort
von gerdavh, 207

Hallo, in einer Sache hat Deine Ärztin - falls Du Pfeiffersches Drüsenfieber hattest - recht. Das kann Schmerzen in der Milz verursachen. Wenn Du so Probleme auf Alkohol bekommst, solltest Du momentan besser darauf verzichten. Aber ein Glas Wein dürfte eigentlich niemandem Schmerzen bereiten. Ich würde an Deiner Stelle zu einer Internistin gehen und alle bisherigen Untersuchungsergebnisse mitnehmen. Hier alles Interessante zu den Erkrankungen der Milz

http://www.onmeda.de/anatomie/milz-leben_ohne_milz-schmerzen,-vergroesserte-milz-22093-3.html

Gute Besserung. lg Gerda

Kommentar von gerdavh ,

Ich glaub, der o.g. Link ist kaputt - hier nochmal

http://www.heilpraxisnet.de/symptome/milzschmerzen.html

Antwort
von GeraldF, 188

Maligne Lymphomerkrankungen, einschließlich des Mb. Hodgkin sind zum Glück selten, insbesondere in Ihrer Altersgruppe.

Die von Ihnen genannten Symptome wie Müdigkeit und Schwäche sind eher unspezifisch, der sogenannte "Alkoholschmerz" beim Mb. Hodgkin tritt unmittelbar nach Alkoholgenuss auf und nicht am Folgetag und meist ist zu diesem Zeitpunkt bereits ein vergrößerter Lymphknoten tastbar. Die vergrößerte Milz kann bei Lymphomerkrankungen vorkommen, aber das Zeitraster passt hier nicht: Eine Lymphomerkrankung, die bereits zu einer Milzvergrößerung geführt hat, läuft dann nicht so unbemerkt über 1 Jahr weiter ohne weitere Symptome zu zeigen.

Vom Bauchgefühl würde ich sagen: es ist vermutlich nichts. Wenn Sie Sicherheit haben wollen, müssen Sie sich untersuchen lassen: Lymphknotenstatus, Sonographie, Differentialblutbild, Blutsenkung, Serumelektrophorese, Durchflusszytometrie.

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