Frage von jackie2182, 69

Lungenfibrose

Hallo, bei meinen Vater wurde Lungenfibrose diagnostiziert. Es konnte keine Gewebeentnahme aus der Lunge durchgeführt werden, da sein Lungendruck zu hoch ist. Sonst könnte die Lunge verletzt werden. Nun wurde er aus dem Krankenhaus entlassen, er bekommt Kortison und zusätzlich Sauerstoff. Wer kennt sich damit aus? Wie sind die Lebenserwartungen?

Gruß Jackie

Antwort
von StephanZehnt, 68

Hallo .,

Die Frage ist um welche Lungenfibrose es geht so z.B. ist die Idiopathisch Lungnefibrose  (ohne bekannte Ursache ziemlich aggressiv.

Wenn sie bedingt ist z.B. durch rauchen und man mit rauchen aufhört kann man den bindegewebige Umbau des Lungengewebes einigermaßen.  stoppen.

Bei Lungenfibrosen in Verbindung mit einer Sarkoidose ( granulomatöse Entzündung) werden dagegen häufiger spontane Besserungen und sogar vollständige Rückbildungen beobachtet. Ist die Erkrankung durch Schadstoffe entstanden, kann sie sich bei vollständiger Meidung der Schadstoffe in frühen Stadien wieder zurückbilden.

Also jetzt zu sagen die OK die Lebenserwartung liegt bei XYJahren wäre absolut unseriös. Wir wissen nicht nicht wie es mit seiner Vitalkapizität aussieht  (Lungenfunktion) Wie sieht es bei ihm Psychisch aus Sprich wenn er noch etwas tun möchte ist das schon einmal gut.  Da muss nicht unbedingt ein100 Meterlauf stattfinden.

Da gibt es so "Geräte" z.B. Peak Flow"  Triball  odgl.. das sind so genannte Atemtrainer. Ein Plastikteil mit drei Bällen drin um den dritten Ball zu bewegen braucht man viel Luft, dass wird er nicht mehr schaffen. 

http://www.lungensport.org/lungensport-register.html?page=3 

oder auch .lungeninformationsdienst.de/therapie/sporttherapie/index.html

Aber da hat ja schon zum Teil Walesca darüber geschrieben.

VG Stephan

Antwort
von walesca, 49

Hallo jackie2182!

Ich kenne mich nicht direkt mit der Lungenfibrose aus, aber ich weiß, dass man dabei mit der mobilen Sauerstoffversorgung ganz gut klarkommen kann. Diese sollte aber wirklich ca. 16 Stunden täglich angewendet werden, damit sie dauerhaft vorteilhaft wirken kann. Die Sauerstoff-Therapie ist lt. unserem Chefarzt der Lungenklinik nicht dafür gedacht, "mal kurz dran zu schnuppern" wenn es einem nicht so gut geht. Das reicht nicht!! Wir haben in unserer Lungensport-Gruppe aber einige Teilnehmer mit dieser Krankheit. Dank eines kleinen tragbaren Sauerstoffgerätes können sie gut an allen Übungen teilnehmen - so gut es eben gerade geht. Die KK bezahlen so ein kleineres Gerät durchaus, damit man auch weiterhin mobil bleiben kann!!! Dein Vater sollte sich mal bei seinem Arzt nach so einer Gruppe erkundigen. Von den anderen Teilnehmern weiß ich, dass es ihnen ausgesprochen gut tut, besonders mit ebenso Betroffenen zusammen zu sein und sich auszutauschen. Niemand muss sich dort verstecken oder rechtfertigen wenn es mal nicht so gut geht. Ich hoffe, Dein Vater kann und darf an so einer Reha-Gruppe teilnehmen!!! Die Lebenserwartung kann aber beim besten Willen niemand voraussagen!!

Alles Gute wünscht walesca

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