Frage von Sorgenmacher 09.10.2011

Lungenentzündung im Krankenhaus

  • Antwort von schanny 09.10.2011
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Imungeschwächte Patienten (nach einer OP sind das die meisten)sind anfällig für Lungenentzündungen. Oftmals fangen sie mit einem Virusinfekt an, sie sind dann die Vorreiter für die Bakterien. Gegen die Bakterien können Antibiotika gegeben werden, allerdings gibt es auch sogenannte Krankenhauskeime wie den MRSA, der sehr resistent gegenüber Penicillin und Antiobiotikagaben ist. Trotz aller Medikamente, muss der Patient gegen die meisten Viren selbst Antikörper bilden und dagegen ankämpfen. Das dauert wesentlich länger, als bei einem halbwegs gesunden Menschen, verständlicherweise. Hinzu kommt noch die Bettlägerigkeit, die Lungen werden in Rückenlage nicht gut belüftet, deshalb inhalieren viele Patienten und werden umgelagert. Bei einem Tracheostoma wird die Einatemluft nicht vorgewärmt, gereinigt und angefeuchtet wie bei einer normalen Nasenatmung. Allerdings kann man das Bronchialsekret absaugen, ist von Vorteil wenn der Patient selbst zu schwach zum abhusten ist. Die hohe Sterblichkeit bei Lungenentzündungen liegt tatsächlich daran, dass viele nicht früh entdeckt werden. Viele Patienten erleiden einen Schlaganfall (die Zahlen sind neben dem Herzinfarkt enorm gestiegen). Durch neuronale Schäden,bei denen die motorischen und sensiblen Nerven zum Teil geschädigt sind, wird nicht unbedingt erkannt, dass der Patient still aspiriert, d.h. bei der Nahrungsaufnahme gelangen Speisen in die Luftröhre und rutschen in die Lunge. Die Patienten bekommen Fieber und auf Röntgenaufnahmen vom Thorax kann man unklare Herde in der Lunge feststellen. Geringe Mengen an Wasser können von der Lunge eventuell verstoffwechselt werden, aber bei Nahrungsresten sieht es schon anders aus. Gegen diese Form von Lungenentzündung helfen auch nicht Antibiotika, leider, daher kommt es zu einer hohen Sterblichkeit. Hatte Dein Vater nach der OP denn einen Schlaganfall erlitten? Ist er ansprechbar? Kann er selbstständig husten? Verschluckt er sich oft bei den Mahlzeiten? Hat er mit den verschiedenen Konsistenzen von Speisen Schwierigkeiten? Wenn tatsächlich eine stille Aspiration vorliegt (durch eine transnasale Endoskopie mit Schluckdiagnostik kann man so etwas feststellen) sollte Dein Vater schleunigst eine PEG bekommen und durch eine erfahrene Logopädin, die spezialisiert ist auf Dysphagien, einen Koststufenplan und Schluckübungen langsam wieder auf Normalkost aufgebaut werden. Gute Besserung!

  • Antwort von Gast 20.01.2014

    hallo, ich brauche ihre Hilfe. Meine Mutter ist jetzt wegen Lungenentzueundung in Krankenhaus und hat auch Atemproblem, liegt jetzt in Komma und die Arzte finden ist auch auf der Suche nach Keim. Ich mache mir viel Angst, wenn die Keim nicht finden kann und wollte Ihnen fragen, wie es bei deiner Vater darmals war. Also wie es weiter lief? Super Danke. Es ist sehr lebensnotwendig!

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