Frage von chramed07, 177

Lumboischialgie - Dyshidrotisches Ekzem

Es geht heute nicht um mich, sondern um meinen Vater, der gerade mItte 50 ist und so einige Rückenprobleme und Probleme mit Ekzemen hat. Angefangen hat das ganze Spielchen vor Jahren mit den Ekzemen: Nach 2 Jahren Behandlung bei unterschiedlichen Ärzten kam man zum Schluss, dass er unter einem dyshidrotischem Ekzem leidet. Befallen sind Handinnenflächen, Fußsohlen und auch zum Teil die Waden. Unterschiedliche behandlungen, auch mit Kortison, Bestrahlung usw halfen bisher nicht wirklich. Es wird schubweise besser, dann wieder schlimmer. Es bilden sich Bläschen, die aufplatzen (oft auch, weil es einfach juckt), die Haut an den betroffenen Stellen ist immer knallrot, dünn und schuppt sich immer wieder. Pilz und andere Erkrankungen wurden auch bereits mehrfach ausgeschlossen. Letztlich erlitt mein Vater vor einigen Jahren einen Bandscheibenvorfall, da wurde es dann auch wieder ganz schlimm mit den Ekzemen. Die Ärzte (Hautärzte und Orthopäden) sind sich sicher, dass zwischen beiden Erkrankungen ein Zusammenhang besteht.

Seit dem Bandscheibenvorfall leidet mein Vater unter einer Lumboischialgie, die sich immer mal wieder meldet. Man kann eigentlich davon ausgehen, dass er ein mal im Jahr so einen richtigen Schub erleidet und dann auch wochenlang ausfällt. Im vergangenem Jahr hatte er so lange Schmerzen, konnte sich kaum bewegen, wurde aber letztlich vom Amtsarzt arbeitsfähig geschrieben und es wurde mit Rausschmiss aus der KK gedroht. Wäre sein Arbeitgeber nicht so nachsichtig, wäre er seinen Job mittlerweile los, er konnte aber eine Zeit lang sehr leichte Arbeiten machen. Heben usw. war nicht möglich. Geholfen hat ihm jetzt im vergangenem Jahr ein klasse Orthopäde, der im Schuheinlagen verpasst hat, Akupunktur, eine Reha usw. (Übrigens ist es vielleicht an dieser STelle auch interessant zu wissen, dass er kurz vor seinem BSV auch eine FRaktur des Schambeinknochens hatte- vermutlich bedingt durch die Arbeit im Akkord). Für diesen Arzt fährt er ne ziemlich weite Strecke, aber das war es nun echt wert!

So, jetzt zu meinen Fragen: Hat da jemand von euch Erfahrung in der Kombination dieser Krankheiten, oder evtl. noch Tipps, was Vorbeugung angeht, alternative Behandlung usw? Tipps vor allem aber auch für die Behandlung der Ekzeme? Wir haben schon eniges an Salben durch (über Nacht einwirken mit Handschuhen usw, eine Art Handdeo gegen das Schwitzen der Hände, USW) aber so wirklich helfen tut irgendwie nichts. Die Hautärzte in der Stadt haben wir mittlerweile alle durch, alle mit dem Resultat: Wir können Ihnen nicht helfen! Das kann es aber nicht gewesen sein... Wenn der Sommer wieder kommt, dieht er aus, als wenn er an Händen und Beinen die absolute Krätze hätte (entschuldigt bitte den Ausdruck) und trägt zumindest unten herum immer nur lange hosen, selbst bei 40 Grad... Vielleicht habt ihr ja den ein oder anderen Tipp?!

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von StephanZehnt, 162

Hallo chramed,

dieses Dyshidrotisches Ekzem ist ein Kontaktekzem. Also er reagiert auf irgend etwas allergisch. Ob das im Geschäft (Arbeit) oder zu Hause ist ? Wenn man so ein Problem hat sollte man milde Kosmetik verwenden sprich keien Seife sondern Waschgel udgl. (was er in etwa beruflich macht mit was er da in Kontakt kommt?) Ob es da überhaupt dei Möglichkeit gibt Handschuhe zu tragen....Waschmittel (Hände) danach ...usw..? Zuviel ??? Allergietest (Nickel...

Wenn man allerdings nicht weis auf was er reagiert dann wird es schwierig! http://www.dr-haake.de/index.php/krankheiten/ekzeme/dyshidrotisches-hand-und-fus... (siehe auch unten...).

Lumboischialgie (ist ein lumbosakrales Wurzelreizsyndrom, bei dem Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule und im Versorgungsbereich des Nervus ischiadicus auftreten.)

Es gibt im Moment so Moorpackungen in den Discountern usw. diese Moorpackungen kann man in Microwellen erwärmen und dann in dem Bereich. Wenn das gar nicht geht dann sollte man es genau so vorsichtig mit einer Kühlpackung versuchen ..... Es gibt in Heilbädern odgl. mitunter Wassergymnastik in wie weit er Ibuprofen odgl. kurzfristig bekommen hat?

VG Stephan

Kommentar von StephanZehnt ,

Evtl. als Ergänzung man sollte hier auch an die Kleidung denken, sprich an die Ausrüstungschemie oder an Farben von Kleidung.

So bekommen nicht selten Menschen Allergien bei schwarz gefärbter Kleidung. Ein weiteres Thema sind Wohngifte die müssen nicht so absolut extrem sein wie hier

http://www.bund-hochtaunus.de/fileadmin/bundgruppen/bcmshochtaunuskreis/PM_09102...

Kommentar von chramed07 ,

Hallo Stephan, vielen Dank schon mal für die Antworten. Was die Ekzeme angeht wurde er auf so ziemlich alles untersucht, ohne Resultat, mit dem man arbeiten könnte. Dein Zusatz war übrigens auch ein Punkt, an den wir bereits vor zwei Jahren angeknüpft haben, d.h. es gibt nur noch weiße, ungefärbte Socken aus Naturfasern. Auf Arbeitsschadstoffe wurde getestet, da ist auch nichts bei herum gekommen. Bei der Arbeit trägt er mittlerweile Spezialhandschuhe. MIt den Waschmitteln/ Seifen müsste ich mal schauen, was er da verwendet...An der Diagnose zweifel ich auch, um ehrlich zu sein, aber wer soll einem da noch helfen?! Er wird dieses Jahr noch zu einer Therapie in eine Hautklinik geschickt, da erhoffen wir uns sehr viel von. Die Hautärzte, sowie sein aktueller Orthopäde sind überzeugt, dass es irgendwie einen Zusammenhang zwischen seinen Rücken und seiner Haut gibt. (Übrigens wurden auch in der Hinsicht sogar die Zähne saniert). In der Kur im vergangenem Jahr schien es so einige Patienten gegeben zu haben, die genau die gleichen Symptome hatten, wie mein Vater!

Was die Rückenprobleme angeht, werd ich den Tipp mit den Moorpackungen mal weiter geben. Vorbeugende Gymnastik macht er regelmäßig, bei aktuen ZUständen gibt es auch KG, die meistens nach 2-3 Sitzungen leichte Besserung bringt, aber wirklich nur minimal. Der letzte akute Fall war so schlimm, dass er nicht einmal richtig laufen konnte, da er ein ausgeprägtes Taubheitsgefühl im Bein hatte. Mit Ibuprofen fängt er in der Regel an, wirklich viel bringt das Zeug aber nicht. Die lokal gespritzten Schmerzmittel/ Kortison bringen wirklich Linderung. In der Regel erhält er neben anderen Schmerzmitteln auch Tetrazepam, das Abends wenigstens Erleichterung bringt. Zusätzlich trägt er eine Manschette, die ihn allerdings auch in der Bewegung etwas einschränkt...

Antwort
von anonymous, 126

Sorry, der Link:

http://www.cyberdoktor.de/cgi-bin/wwwthreads/showflat.pl?Cat=&Board=Haut&...

Antwort
von anonymous, 85

Ich halte den Zusammenhang der Erkrankung mit anderen Erkrankungen für Unfug. Richtig ist allerdings, dass bei Stress (auch psychischem) das Ekzem extrem aufblüht, wenn noch andere Faktoren dazu kommen (wie z.B. mechanische Belastung).

Ursache meiner Dyshidrosis ist übermäßige mechanische Belastung der Hände und Hitze.

Ich habe dir hier mal meinen Beitrag bei cyberdoc kopiert (ab Seite 20). Kannst dich ja mal durchwühlen. ;-)

++Vielleicht helfen dem einen oder anderen meine 30-jährige Erfahrung im Umgang mit dieser Hauterkrankung. Deshalb schreibe ich mal auf, was mir geholfen hat bzw. womit ich gute Erfahrungen gemacht habe.

  1. Pflege der Haut:

Das Händewaschen sollte auf ein Minimum reduziert werden (wenn möglich) und nur mit milden Seifen erfolgen. Anschließend immer eincremen ist selbstverständlich.

Dabei habe ich gute Erfahrungen gemacht mit einer gelartigen Handcreme (möchte keine Marke nennen), die schnell einzieht, keinen Film auf der Haut hinterlässt und offensichtlich auch wenig oder gar kein Parfum enthält. Hier ist weniger Mehr.

Für die Fußpflege gilt das Gleiche. Ebenfalls mit gelartiger Fußcreme nach dem Duschen und - wenn nötig - zwischendurch eincremen.

Ein Zuviel an Pflege bekommt meiner Haut auch hier nicht.

  1. Schuhwerk:

Atmungsaktives Schuhwerk ist von Vorteil. Entweder echtes Leder inklusive Sohlen oder atmungsaktives High-tech-Material (Goretex o.ä.).

  1. Putzen:

Ich putze nie () ohne Handschuhe, wobei ich lange herumprobieren musste, mit welchen Handschuhen ich genug Griff habe und die Handschuhe trotzdem nicht so eng sitzen, dass die Haut wieder anfängt zu schwitzen. Das tut sie leider, wenn der Handschuh wie eine zweite Haut sitzt. Das bringt den Ausschlag erst mal richtig zum Blühen. :-(

Ich nehme Putzhandschuhe immer eine Nummer größer als ich eigentlich bräuchte.

  1. Soforthilfe:

Meine Dyshidrose kündigt sich immer durch ein starkes Hitzegefühl der Handflächen und❄oder Fußsohlen an und durch eine sehr starke Rötung der Haut.

Deshalb habe ich immer eine Kühlkompresse im Gefrierfach, die sofort einsatzbereit ist. Zeitnah angewandt kann man damit die Haut sofort wieder herunterkühlen und beruhigen, ohne dass sich die Bläschen bilden.

Wenn ich in die Sonne gehe, habe ich eine Kühlkompresse oder einen feuchten Waschlappen dabei, der für Notfälle immer griffbereit ist, um die Haut herunterzukühlen. Ein feuchter Waschlappen funktioniert super wegen der Verdunstungskälte.

Wenn ich im akuten Schub bin, tränke ich den Waschlappen in einem Gerbstoffbad, aber nur die Handflächen und die betroffenen Hautpartien damit benetzen. Die nicht betroffenen Hautpartien brauchen ja nicht gegerbt und somit ausgetrocknet werden sondern nur die Bläschen.

Immer für Notfälle griffbereich habe ich ferner eine cortison-haltige Creme, Tannolact (Gerbstoff, für Hand- und❄oder Fuß-Bäder), und Tannosynt-Lotio, oder vergleichbare Präparate, um die Haut zu beruhigen, gegen den Juckreiz. Wenn man berufstätig ist, kann ja man schlecht zwischendurch Bäder machen. Für diese Fälle ist die Tannosynt-Lotio ganz gut geeignet.

  1. Ernährung:

Hier kann ich nichts berichten, was auch nur ansatzweise irgendwie geartet einen Einfluss auf meine Dyshidrose gehabt haben könnte.

Mein Ausschlag tritt nur auf, wenn ich meine Haut motorisch zu stark beanspruche, oder wenn es einfach zu warm wird (Sommer, Sonnenbestrahlung pp.).

Von einem vorbeugenden Tragen von Baumwollhandschuhen kann ich aus meiner Erfahrung nur abraten.

  1. Ursache ?:

Die Ursache kann ich nur vermuten, wenn ich meine über 50-jährige, sehr empfindliche Haut betrachte, die immer schon sehr viel Aufmerksamkeit gefordert hat und bei jedem Zuviel an Beanspruchung oder Pflege empfindlich reagierte.++

Eine Kontaktallergie habe ich nicht. Übermäßig schwitzen meine Hände ebenfalls nicht. Im Gegenteil. Ich habe eher das Gefühl, dass meine Haut nicht schwitzen kann.

Gute Besserung für deinen Vater. :-)

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