Frage von KOBA1234, 2

Langzeitiges Problem. Hilflos. Was kann das sein?

Hallo Leute ich habe ein Problem um es euch zu schildern Liste ich mein Problem mal so chronologisch wie möglich auf:

-Vor 2 Jahren Angstzustand bei dem ich in der Nacht aufgewacht bin und hyperventiliert habe. -Vor 1 Jahr 1-2 Wochenlang mehrmalige Wiederholung der Angstzustände

-Vor 3 Monaten immer in kürzeren Abständen kommende Angstzustände (später fast täglich)

In den Angstzuständen steigere ich mich immer in Dinge hinein, die gar nicht schlimm sind. Zum Beispiel ein leichtes Stechen im Brustkorb. Einmal führte es zu einem Krankenhausbesuch mit Krankenwagen, bei dem dann eigentlich gar nichts war.

-Vor 1 Monat Besuch beim Psychologen . Mehrere Behandlunsstunden

-Vor 1 Monat mehrere Arztbesuche (Kardiologe, Bluttest und weiteres keine Aufälligkeiten alles ok!) Besuch bei Osteopathin: Krorrektur meiner Haltung

-Besserung des Psychischen Problem trotzdem weitere Beschwerden (Spüre komische Sachen steigere mich aber nicht mehr so richtig rein)

-Manchmal Schlaflosigkeit

-Schmerzen beim Popo abwischen danach Blut auf Klopapier

-Kribbeln im Körper (ohne zu Hyperventilieren)

-Einschlafen von Fuß nach dem Schlaf

-Innere Unruhe

-Oft Benommenheit oder auch ungewohnter Druck im Kopf

-Schwäche

-Komisches Schwitzen zum Beispiel am Schienbein oder auch an den Händen

-Stechen im Arm

-Unkonzentriertheit

-Komisches Gefühl beim Atmen (Als würde mein Hals zu sein ohne Schleim oder Schnupfen)

Das was ich jetzt schreibe beantwortet meine Frage wahrscheinlich selber, aber wenn ich zum Beispiel etwas von einem Tumor lese und manche Symptome darauf passen denke ich sofort, dass es wsa damit zu tun hat. Oder auch bei Muskelschwund oder sonstiges. Trotzdem: Ist das alles wirklich nur Psychisch bedingt oder könnte es vor etwas Tumorartigem oder anderem wahrnen? Im Moment kann ich mir nähmlich nicht vorstellen ,dass es nur psyschisch bedingt ist!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Laertes, 1

Für mein diagnostisches Verständnis beschreibst Du eine Symptomkombination, die auf ein psychisch verursachtes Krankheitsgeschehen hindeutet, das sich sowohl auf Dein körperliches und vegetatives Wohlbefinden als auch auf psychische (z.B. kognitive) Funktionen (wie Deine Konzentrationsfähigkeit) auswirkt. Natürlich kann ich eine körperliche Grunderkrankung nicht ausschließen, doch ich bin der Meinung, dass die von Dir konsultierten Ärtze Muskelschwund oder einen Tumor bestimmt festgestellt hätten, zumal wenn sich diese Krankheiten in einem so fortgeschritttenen Stadium befänden, dass sie bereits solch auffällige Symptomatik machten, wie Du sie beschreibst. Ich habe vielmehr den Eindruck, dass Du an einer Angststörung mit Panikattacken leidest, wobei sich Deine Ängste zumindest teilweise auf körperliche Erkrankungen beziehen (und auch Auswirkungen auf den gesamten Zustand Deines Organismus haben). Das ist eine gar nicht so seltene psychische Krankheit und sie ist gut behandelbar. Allerdings ist es unerlässlich, dass Du sofort einen Therapeuten aufsuchst oder bei dem Psychologen, den Du erwähnt hast, einmal wöchentlich weiterarbeitest, denn je länger Du abwartest, desto schwerer ist diese Störung zu behandeln. Aber bleib cool, mal abgesehen von den beiden Erlebnissen vor 2 Jahren und vor einem Jahr dauern Deine Angstanfälle "erst" 3 Monate, sodass Du wirklich beste Chancen hast, dass Du sie wieder ganz und gar los wirst! Aber wie gesagt: ohne einen Therapeuten steigt das Risiko, dass Du die Störung verschleppst. ...vielleicht noch eine Bemerkung zu Deinem letzten Satz: "Im Moment kann ich mir nämlich nicht vorstellen, dass es nur psychisch bedingt ist!". Das Wörtchen "nur" finde ich dabei interessant. Bist Du der Meinung, dass die Psyche soviel weniger Einfluss auf Dich hat als Dein Körper? Ich würde sagen, dass Psyche und Körper beide mindestens gleichstark sind. Nur ein Beispiel: die Tränendrüsen Deiner Augen können durch eine Menge körperlicher Ursachen aktiviert werden (zum Beispiel Zwiebeln schneiden, da wirkt sich ein Inhaltsstoff der Zwiebeln direkt auf Deine Augen aus). Aber kaum etwas bringt die Tränendrüsen so heftig zum Produzieren von Tränenflüssigkeit, wie Traurigkeit (also eine psychische Ursache), nämlich wenn Du weinen musst. Und so ist das mit jeder Funktion unseres Organismus. Als weiteres Beispiel sei nur mal der Placeboeffekt genannt: allein die Tatsache, dass ein Mensch eine Pille von einem Arzt oder Wissenschaftler bekommt, kann dazu führen, dass sich seine Symptome bessern, auch wenn in der Pille kein Wirkstoff drin war. Der Glaube an die Wirksamkeit der Pille wirkt sich auf den Körper heilend aus. Was ich Dir also damit sagen will ist: unterschätze die Komplexität und den Einfluss Deiner Psyche nicht. Aber hab auch keine Angst davor. Je besser Du Deine psychischen Reaktionen (und dazu gehören zuallererst Deine emotionalen Reaktionen auf all das, was Dir im Laufe eines Tages und Deines Lebens passiert und passiert ist) kennenlernst, desto besser wirst Du schon im Frühstadium erkennen, wenn in Deiner Psyche (und nicht in Deinem Körper) etwas vor sich geht, was leidvoll ist, und auf diese Weise wirst Du lernen, zu verhindern, dass sich dieses Leid bis zu so heftigen Angstzuständen auswächst, wie Du sie zur Zeit noch erlebst.

Kommentar von KOBA1234 ,

ja vielleicht auch ein bisschen Falsch ausgedrückt mit dem nur. Vielen Dank für ihre Antwort und ihre Tipps! :)

Antwort
von pinkyjenn, 1

Ich kann dich super gut verstehen!Vor 2/1,2 Jahren wäre meine Liste garantiert noch länger gewesen.Gott sei Dank habe ich gleich die richtige Psychologin gefunden.Nach fast 2 Jahren Therapie geht es mir nun besser:Ich habe auch erst alles körperliche durchchecken lassen und bin dann erst zur Therapie gegangen.Sichere dich noch mal bei deinem Hausarzt ab,dass ihr wircklich alles körperliche getestet habt und dann kannst du dir eine neue Therapeutin suchen.PS:Habe jetzt auch noch Tage an denen es mir schlecht geht-aber ca.10 Tage von 365 ist doch ein ziemlich guter Schnitt,nicht wahr?!

Kommentar von KOBA1234 ,

ich hoffe auch, dass ich schon bald so weit bin! Deine Antwort gibt mir aber ein bisschen mehr Motivation vielen Dank!

Antwort
von schanny, 1

Angstzustände sind Stress für den Körper und darauf reagiert er mit den unterschiedlichsten Symptomen. Wenn körperlich alles okay ist, kann es ja nur an der Psyche liegen. Hast Du vor zwei Jahren einen geliebten Menschen durch Krankheit verloren? Meistens erlebt man so etwas ähnliches, hat einen postraumatischen Schock und kommt nicht darüber hinweg. Dann entdeckt man ständig selbst an sich solche Symptome, die auf eine Krankheit hindeuten können. Und da man ja nicht so enden möchte (fast jeder Mensch hat Angst vor einer schlimmen Krankheit) gerät man in Panik. Dieser Stress verursacht dann tatsächlich Symptome, sie sind psychosomatisch. Versuche Entspannungstechniken wie Yoga, Progressive Muskelentspannung nach Jakobsen, geh in die Sauna, tu Dir was Gutes! Versuch Deine Ängste zu beherrschen, sonst beherrschen sie Dich und darüber hinaus vergisst Du zu leben!

Kommentar von KOBA1234 ,

ich hatte als ich klein war, eine Herz OP. Ist alles gut verlaufen aber wahrscheinlich holt mich das jetzt wieder ein. Körperlich ist alles gut.

Antwort
von Ostsee31, 1

Das können wir nicht beantworten sondern nur ein Fachmann. Es klingt für mich persönlich nach einem rein psychischen Problem. Vielleicht solltest du das nochmal mit deinem Psychologen besprechen der dich ja nun auch persönlich kennt und deine Situation einschätzen kann.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten