Frage von SpAwN95, 95

Langzeit EKG nötig?

Ich bin männlich, 21 Jahre alt und leide seit 6 Monaten an einem Stechen in der Linken Brust. Dieses Stechen ist weder bewegungs- noch atemabhängig.

Ich war bei 2 Kardiologen welche ein Ruhe EKG, Belastungs-EKG, Echokardiografie und Stressecho vornahmen ... Alles ohne jeglichen Befund. Aus kardiologischer Sicht wurde ich für Herzgesund erklärt.

Ein Orthopäde diagnostizierte bei mir eine leichte Skoliose und extreme Verspannungen in der linken Rückenmuskulatur. Des Weiteren habe ich einige Blockaden in der BWS und HWS. Nur kann ich mich nicht mit dem Gedanken abfinden, dass die Schmerzen vom Rücken kommen da is immer wieder (mehrmals täglich) Stiche direkt auf dem Herzen sind.

Seit ca. 3 Wochen habe ich immer wieder das Gefühl es "klopft" unter meiner Brust und (bilde mir ein) ich habe Extrasystolen. Ich messe mehrmals täglich meinen Puls aber konnte noch nie eine Unregelmäßigkeit feststellen. Nur wenn ich mal nicht messe spüre ich ein starkes ziehen / klopfen unter meiner linken Brust. Aufgrund dieser (vermeintlichen) Extrasystolen habe ich meinen Kardiologen überreden können am Donnerstag ein LZ EKG machen zu lassen. Nun bin ich aber am Zweifeln ob mir dieses EKG wirklich hilft oder ich danach dann zum nächsten Renne (Bspw. Katheter Untersuchung). Gerne würde ich den Ärzten glauben schenken das mit meinem Herzen alles in Ordnung ist aber ich kann es einfach nicht. diese Angst / Ungewissheit evtl. jetzt doch eine Rhythmusstörung zu haben (10 Min. Belastungs-EKG war völlig unauffällig).

Daher meine Frage:

Haltet ihr es für eine gute Idee das LZ-EKG am Donnerstag zu machen oder soll ich den Termin für jemand anderes freigeben und mich mit diesem "klopfen" unter der Brust abfinden bzw. es auf die Psyche / Stress / Muskel Ebene schieben

Ich befinde mich seit letzter Woche in psychischer Behandlung bzgl. der Angststörung.

Viele Grüße

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Antwort
von Taigar, 51

Hi Spawn,

Eigentlich hast du dir da ja die Antwort selbst schon gegeben .. Du wurdest Kardiologisch schon gecheckt, hast die Grundparlette der Untersuchungen bekommen und alles war ohne Befund und zwei Kardiologen beurteilten dich für Herzgesund.

Ich weiß auch nicht woher die Patienten immer ihre Gedanken hernehmen wie z.b "danach dann einfach zum nächsten Renne (bspw. Katheter Untersuchung) ..

Du bist 21 Jahre alt, es wurde noch keine Herzaktivität aufgezeichnet soweit ich mitbekommen habe die Hinweise geben dass mit deinem Herz etwas nicht stimmt.

Welcher Arzt soll denn da bitte eine Herzkatheteruntersuchung anordnen? Das ist ein invasiver Eingriff mit Risiken der dazu noch ne Menge Geld kostet, das wird keiner einfach mal so machen wenn absolut keine Hinweise darauf bestehen dass mit deinem Herz etwas nicht stimmen könnte.

Ich denke ein erneutes LZ-EKG wird dir nicht viel helfen da du hinterher immernoch zweifeln wirst. Da kommst du nur mit einer Therapie wieder raus.

Selbst deine Fragen hier zeigen ja dass du trotz beschwichtigungen das wohl alles in Ordnung sei es anders siehst und zweifelst. Genauso wird es auch nach dem LZ EKG sein.

Ob du nun das LZ-EKG machen läßt oder nicht musst du wissen, die Entscheidung können wir dir nicht abnehmen..

Alles Gute!

Antwort
von Akka2323, 30

Extrasystolen hat jeder. Mancher merkt sie, mancher nicht. Erst bei 25.000 in 24 Stunden sind sie behandlungsbedürftig. Mein Mann, er hat zwei Herzoperationen an der Herzklappe, zwei Schlaganfälle und einen Herzinfarkt als Folge einer Herzmuskelentzündung hinter sich, hatte auch Extrasystolen und hatte dadurch Ängste. Der Kardiologe hat zu ihm gesagt, nicht beachten, jeden Tag eine Banane essen wegen des Kaliums und siehe da, es geht ihm gut, er geht regelmäßig ins Fitnessstudio, war noch nie so gut trainiert wie heute. Je mehr Du auf dein Herz achtest, desto mehr steigerst Du Dich rein. Wenn Du wirklich etwas hast, wird es auch gefunden. Gehe alle paar Jahre zum Kardiologen und lass Dich durchchecken, dann ist es gut.

Antwort
von GeraldF, 50

Es wird empfohlen, bei Patienten mit einer Angsterkrankung und funktionellen Herzbeschwerden, dem Patientenwunsch nach immer mehr oder wiederholter Diagnostik nicht mehr zu entsprechen, da das die Erkrankung eher verschlechtert als verbessert.

So die Theorie. In der Praxis ist es dann meist so, dass die Patienten einfach den Arzt wechseln und sich das x-te EKG eben woanders schreiben lassen.

Also Antwort: Für Ihre Angststörung ist es eher hinderlich, zusätzliche kardiologische Untersuchungen durchführen zu lassen. Sie machen es Ihrem Psychologen/Psychiater eher schwerer.

Antwort
von kreuzkampus, 34

""Nur kann ich mich nicht mit dem Gedanken abfinden, dass die Schmerzen
vom Rücken kommen da is immer wieder (mehrmals täglich) Stiche direkt
auf dem Herzen sind."" 

Wenn Du wüsstest, welche Auswirkungen die Brustwirbelwirbelsäule auf das Herz hat http://www.hoerzu.de/wissen-service/gesundheit/alternative-medizin/der-geheime-r...

Was Du bezüglich des EKG machst, ist Deine Entscheidung.

Antwort
von bethmannchen, 22

Nach den ganzen Untersuchungen von Herz und Kreislauf ohne Befund ist wohl eher anzunehmen, dass die Beschwerden von der Rückgradverkrümmung kommen. Wenn ein Herzecho keine Auffälligkeiten am Herzen zeigt, dann braucht man such kein Langzeig-EKG mehr zu machen. 

Ist die Wirbelsäule nicht gerade, ziehen die Muskeln alle falsch daran, und das führt zu Verspannungen. Die können sich auch wie Herzschmerzen oder sonst noch alles mögliche anfühlen. 

Geh besser deine Skoliose an, denn das wird der wahre Grund für deine Beschwerden sein. Bei Zahnschmerzen gehst du ja auch nicht zum Hals-Nasen-Ohren-Arzt. 

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