Frage von LittleOwl165, 42

Laktoseintoleranz / Stillen?

Ich bin aktuell schwanger und beschäftige mich gerade mit der Frage 'Fläschen oder Stillen'. Ich muss sagen, dass ich mir das Stillen noch nie Vorstellen konnte. Lange vor der Schwangerschaft schon nicht und jetzt auch nach wie vor nicht. Lieber bin ich eine Flasche-gebende liebende Mama als eine Stillende, die sich da durch quält.

Allerdings ist mein Mann laktoseintolerant. Heißt das denn, dass unser Kind auch LI 'vererbt' bekommen kann? Könnte das Stillen das Kind davor 'schützen'? Ich selbst habe keine mir bekannten Allergien.

Danke euch für eure Meinungen!

Antwort
von evistie, 26

Falls Dein Mann keine sekundäre Laktoseintoleranz hat, ist es durchaus möglich, dass er diese an Euer Kind vererbt. Daran kann dann auch das Stillen nichts ändern, da Laktoseintoleranz ja keine Allergie ist.

Ich nehme an, Du und Dein Mann freuen sich sehr auf Euer Baby? Und Du tust alles, damit es ihm in der Schwangerschaft gut geht? Trinkst keinen Alkohol, hast vielleicht (hoffentlich) sogar das Rauchen eingestellt? Das ist gut und richtig so, denn Euer Kind soll ja den bestmöglichen Start in sein Leben haben.

Aber wieso "kannst Du Dir nicht vorstellen", Dein Baby bestmöglich zu versorgen, wenn es um das Stillen geht? Es gibt Mütter, die nicht stillen können, aber Du weißt ja bereits vorher, dass Du nicht stillen willst. Was empfindest Du denn daran als so "quälend", dass Du es nicht mal vier Monate (empfohlene Stillzeit) ertragen willst, obwohl es für Dein Kind nichts Besseres gibt?

Wenn Du Dir nicht schon längst die Ohren (oder besser Augen) zuhältst, weil Du das Thema nicht mehr hören bzw. lesen magst, dann ist dieser Artikel für Dich lesenswert: http://www.zeit.de/2012/18/Mutter-Baby-Stillen

Keine Sorge, darin wird nicht Moral gepredigt, sondern sich sehr kritisch mit dem angeblichen "Muss" des Stillens auseinandergesetzt. Einen Satz daraus möchte ich Dir, falls Du bei Deinem Entschluss bleibst, schon vorab an die Hand geben:

Wer das Kind nicht stillt, sollte in den ersten vier Monaten eine hypoallergene Säuglingsnahrung füttern.

Alles Gute für Dich und das Baby!

Antwort
von Mahut, 19

Du solltest dein Kind stillen, den es gibt nichts Besseres für das Kind und die Milch steht immer und überall in der richtigen Temperatur zur Verfügung, und du musst die Flasche bei Flaschennahrung nicht zubereiten.

Ich selber habe 2 Kinder, da habe ich die erste Tochter mit der Flasche groß gezogen und meine 2 Tochter habe ich länger als 18 Monate gestillt.

ich muss sagen, dass das Stillen viel besser war.

Wir in der Familie haben alle eine Laktoseintoleranz, da ist es sowieso besser das Kind zu stillen, obwohl die Intoleranz erst im 2. Lebensjahr beginnt.

Antwort
von StephanZehnt, 13


Hallo ..,

nun das Stillen ist allgemein aus der Mode gekommen.

Beim stillen bekommt das Baby auch wichtige Stoffe für ihr Immunsystem mit.
Es kommt auch zu einer ganz anderen Mutter Kind Bindung.

Wie auch immer wir wundern uns das bei Kinder immer öfter  irgendwelche Allergien  um sich greifen und kennen die Ursachen genau. Da aber fünf Experten  darüber diskutieren gibt es fünf Meinungen und somit keine Lösung.

So in etwa wie hier in dem Film   http://www.hoerzu.de/tv-programm/letzte-spur-berlin/verfolgt/

Der  Film zeigte wie KK - M DK - sowie Gutachter zusammen arbeiten.zu
Ungunsten der Patienten  ja und das täglich.Nun  und dabei ist egal ob das eine Allergie ist oder eine andere Erkrankung.

Gruss Stephan



Kommentar von Mahut ,

Stephan, stillen ist sehr wohl noch sehr aktuell, wie kommst du darauf das es aus der Mode gekommen ist.

Antwort
von Hooks, 22

Stillen schützt das Kind vor allem möglichen und gibt ihm gute Abwehrkräfte mit. Auch wenn Du Dir jetzt noch nicht vorstellen kannst zu stillen, würde ich mich an Deiner Stelle trotzdem einmal darauf einlassen, denn die allererste Milch ist ganz besonders wichtig. Kolostrum oder Biestmilch, wie der Landwirt sagt ;-)

Du wirst dann schon merken, daß es etwas ganz besonderes ist, wenn Dein Kind in Deinem Arm liegt und seine lebensnotwendige Nahrung von Dir bekommt. Vielleicht schaut es Dich dabei an, mit jenem ganz besonderen wissenden Blick, den nur die Neugeborenen haben. Ein unvergeßliches Erlebnis!

Zunächst fühlt sich das merkwürdig an, wenn etwas aus der Brust herausfließt, ungewohnt, wie es ja überhaupt mit der ganzen Kinderkriegerei lauter neue ungewohnte Sachen zu erleben gibt. Aber man gewöhnt sich daran, und es ist eine richtige Erleichterung, wenn das Kind wegtrinkt, was vielleicht vorher gedrückt hat.

So, das wars vom Gefühl her, und jetzt kommt was fürs Hirn.

Wenn das Kind in seinem Rhythmus trinkt (innerhalb von 2-4 Std.), dann bildet sich bei Dir die Gebärmutter schneller zurück. Jedes Trinken zieht ein bißchen an den Muskeln, und die ganze Rückbildung läuft ordnungsgemäß ab. Unterstützt von der richtigen Hormonausschüttung, die leider oft entgleist bei Müttern, die nicht stillen. Oder die einen Kaiserschnitt hatten. Auch die Gefahr von Babyblues und Depressionen geht gegen Null.

Das Baby bekommt Deine Abwehrstoffe mit, auch etliches an Antikörpern, so daß es beim Stillen sehr viel besser geschützt ist gegen Krankheiten. Du mußt Dir nie Gedanken machen über die Hygiene, die richtige Temperatur, es ist immer was da, vergessen geht nicht, Du kannst mit einem Stillkind überall hingehen, wenn es schreit, kommt es an die Brust....Es bekommt Rohkost und hat keine Verdauungsprobleme, Du mußt Dich nicht fragen, ob es Durst hat im Sommer, und Du selbst kannst tüchtig essen (und natürlich trinken)...

Kommentar von Hooks ,

Jetzt habe ich das nochmal gelesen. Wieso meinst Du, daß man sich durch die Stillzeit quält? Wie kommst Du darauf? Ich empfinde es viel quälender, wenn ich junge Mütter sehe, die da mit Fläschchen und Pülverchen hantieren, was für ein Aufstand! Diese oder jene Milch, ständig Fragen und einkaufen und was vorbereiten.

Ich habe einfach den Pullover hochgezogen, Kind angedockt, fertig.

Die Milch wächst übrigens mit, man muß sich ein halbes Jahr keinerlei Gedanken machen, weder über Menge noch über Zusammensetzung. (Zu meiner Zeit gab es als Empfehlung 6 Monate, und zwei Kinder habe ich 7 Monate gestillt, eines 8. )

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