Frage von Lesencja, 677

L- Thyroxin Nebenwirkungen ?

Seit der Schilddrüsen Op ist nichts mehr wie es war. Schiebe ich meine Stimmungsschwankungen, dumme Entscheidungen und Nervosität darauf oder kommt das wirklich davon ? L-Thyroxin 150mg nehme ich zur Zeit. Jeden dritten Abend denke ich darüber nach am nächsten Morgen die ganze Packung zu essen weil ich es selbst mit mir nicht aushalte. Ich war noch nie mit meinem Leben so unzufrieden wie jetzt. Hätte mir damals jemand gesagt das ich mal über einen Suizitversuch nachdenken würde, hätte ich ihn Lauthals ausgelacht. Der Hausarzt sagt die Dosis ist zu niedrig für eine Verhaltensänderung allerdings war ich vor der Op das Gegenteil von heute . Meinem Partner würde ich gern alles was in mir vorgeht erzählen jedoch weiß ich das er es nicht verstehen würde und gewiss anders reagiert als ich es brauche. Was soll ich nur tun ?

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Antwort
von sarah1987, 677

Hi! Wenn du eine Schilddrüsen-OP hattest, warst du doch sicher auch bei einem Spezialisten, oder? Ich würde auch noch einmal zu einem Endokrinologen gehen, nach so einer OP kann das denke ich schon sein und der kennt sich damit dann aus! Und erzähle es doch deinem Partner auch mit dem Verdacht, den du hegst! Ihm ist sicher aufgefallen, dass etwas anders ist und er wird dir bestimmt unterstützend zur Seite stehen!

Kommentar von Lesencja ,

Hallo :) , ich muss sagen ... Diese Op wollte ich nicht da ich schon einiges darüber gelesen habe von Menschen deren Leben sich ebenfalls danach verändert hat. Mein Partner hat mich dazu überredet nachdem der Hausarzt der Meinung war sie muss ganz raus. Mein Schilddrüse war so befallen das nach Jahren sich etwas Bösartiges draus entwickeln könnte. Die Ärzte im Krankenhaus teilten diese Sorge ebenfalls . Vor einem halben Jahr könnte ich mich so beschreiben : höfflich, freundlich, zuverlässig, liebevoll , aktiv , hilfsbereit und und und .. Wie mein Partner sagte .. Die Perfekte Frau.. Und nun ? Ich habe noch nie rumgeschrien und bin auch nicht bei Kleinigkeiten an die Decke gesprungen.. Meist bin ich zickig und die Menschen um mich herum Nerven mich .. Die Eigenschaft die alle an mir schätzten war das ich für jeden immer da war egal wann ... Und jetzt kann ich es einfCh nicht mehr hören wie sich alle über ihr ah so Scheiss Leben ausweinen .. Ich lasse es zwar über mich ergehen aber es nervt ! Und früher nervte es mich nicht ich war glücklich wenn ich helfen konnte.. Naja meistens Schauspieler ich ein Lächeln auch wenns in mir brodelt.. Mein Partner ja.. Natürlich hat er Veränderungen bemerkt er geht mit mir aber gut um wenn ich eine Weinattacke bekomme nimmt er mich in den Arm.. Wenn ich anfange zu meckern verlässt er den Raum und lässt mich in Ruhe .. Aber wie Land geht das noch gut? Er ist das was ich mal war . Es gibt kein Problem welches nicht gelöst werden kann.. Wenn ich mich ihm anvertraue was meine Gedanken angeht wird er das nicht verstehen das weiß ich .. Auch bin ich nicht gerade jemand der gern seine Mitmenschen mit Problemen belastet.. Ich höre mir andere an aber aus mir kommt nichts.. Ich mag es einfach nicht .. Es tut schon gut mit euch hier zu sprechen .. Ich habe auch meine Dosis runtergesetzt und nehme seit gestern 125 ..ich hoffe es geht bald besser wenn nicht werde ich wohl zum Arzt gehen müssen.. Wenn ich ehrlich bin mag ich Ärzte nicht und gehe nur hin wenns nötig ist sogar dann am liebsten garnicht .. Mein Partner achtet da mehr auf neuen Gesundheit als ich selbst.. Und er ist der Grund weshalb ich immer in letzten Momenten meiner dummen Gedanken wach werde und mich doch dagegen entscheide etwas zu tun..

Kommentar von rosaglueck ,

Ich kann dich gut verstehen, mir geht es seit der Zeit auch so seit mir durch Hashimoto nun die SD komplett weggefressen ist. Ich schrei meinen Partner an - oder Menschen, die mich überfordern - manchma - meist in der 2. Zyklushälfte. Mein Thyroxinbedarf hat sich seitdem die SD nun GANZ weg ist nochmal stark erhöht...auch das herz wurde empfindlicher. Brennesseltee beruhgt meine Herzrhythmusstörungen, Herzrasen...Misteltropfen auch.


WENN die SD ganz wegisst werden in der Fachinformation für Ärzte für Thyroxin auch höhere Dosierungen empfohlen. Regeldosisbereich MIT Restschilddrüse wird mit 100-200µg angegeben. Gewichtsabhändig und geschlechtsabhängig werden die Frauen wohl eher mit dem unteren Bereich auskommen, Männer den oberen Bereich eher benötigen. Wenn dein  SD jetzt GANZ wegisst...sollte dein Bedarf sich erhöhen. Ich sehr deine Dosisreduktion jetzt nicht so günstig an. Haben sich deine Probleme langsam verschlimmert seiddem?  Ich hätte eher in Richtung steigerung gedacht? Nimmst du die Pille? Bist du Prä-oder postmenopausal? Um die Wechseljahre rum  steigt der Bedarf auch nochmal östrigendominanzbedingt gerne mal an..nach den Wechseljahren kann der Bedarf auch wieder sinken. Die Frauen nehmen deshalb auch gerne mal in den Wechseljahren zu, dann aber später wieder ab...da spielen viele Hormone mitein.

Deine SD-problematik kann einen starken Vitamin D-Mangel bewirkt haben..zusammen mit dem Winter, kann das pathologisch geworden sein..lass das unbedingt auch testen. Die 175µg Thyroxin kannst du besser ausnutzen wenn du die Tablette mit Calziumarmen..oder brittagefiltertem Wasser udn zerkaut einnimmst, besser eine ganze Stunde vor dem Frühstück. Wenn du jetzt Nachts immer wieder um 3  oder 4h aufwachst...dann kann das eine gute zeit sein, um dein thyroxin einzunehmen. Selene hilft bei der Umwandlung von T4 in stoffwechselaktives T3. Progesteron ist dazu auch wichtig...dein Frauenarzt kann dier Progestogel verschreiben, wenn deine Probleme eher in der 2. Zyklushöälfte auftreten..dann massierst du das Gel ab Tag 10 deines Zyklusses  auf Brustoder Bauch.  Setze die Pille ab, sie erhöht deinen thyroxinbedarf.. Vielleicht brauchst du aber schon die 200µg Thyroxintabletten..oder 100er Novothyral  + 100(oder 75) Thyroxin  täglich.


Antwort
von gerdavh, 653

Hallo, lt. meiner Hausärztin und meinem Nukleramediziner sollte man Thyroxin einschleichend einnehmen, also in kleinen Schritten langsam höher dosieren. Wurde das bei Dir gemacht? Solltest Du von jetzt auf gleich 150 µg eingenommen haben, ist es kein Wunder, dass Du nervös bist und unter Stimmungsschwankungen leidest. An Deiner Stelle würde ich mich wegen der Einstellung mit L-Thyroxin an einen Endokrinologen wenden. lg Gerda

Kommentar von Lesencja ,

Hallo, zu erst bekam ich 75 da man aber keine Wirkung im Blut gesehen hat änderte der Arzt es auf 150.

Kommentar von rosaglueck ,

Wenn deine SD vollständig entfernt worden ist gilt NICHT mehr der normalübliche TagesZIELDosisbereich (100-200µg) für Dich. Du hast höchstwahrscheinlich höheren Thyroxinbedarf als andere SD-Kranke MIT Restschilddürse. Deshalb sind grössere Steigerungsschritte hier vernünftig. Aber du bist offensichtlich noch nicht am Ende der Dosisfindung angelangt. Je nach Körpergewicht, Anforderungen im Leben, Grüsse der Schilddürse braucht man mehr oder weniger Thyroxin.

Ich vermute dass bei Dir die nächste Steigerung ansteht. Die TSH-Kontrolle ist meist genügend. Wenn der TSH über 1,2 liegt dann muss die Dosis weiter gesteigert werden. Wenn der TSH dauerhaft unter 1,2 bleibt dann scheint die Dosierung zu stimmen. wenn dann deien Unterfunktionssymptome auch immer weniger werden ist das dann der Beweis. Wenn du UF-Symptome hast trotz TSH unter 1,2 oder dauersupprimiertem TSH, dann könnte eien Umwandlungsstörung evt aufgrund Selen- oder Progesteronmangels vorliegen. Dann muss man versuchen die Mängel auszugleichen und die Thyroxin-Dosis nach den freien Werten kontrollieren.

Antwort
von Lesencja, 621

Hallo :) also , nun kenne ich selbst die Antwort auf meine Frage. Vor einigen Wochen landete ich mit einem Nervenzusammenbruch im Krankenhaus. Ich war überarbeitet und gestresst. Ich bekam Anzeichen eines Schlaganfalls .. Weshalb mein Arbeitgeber mich ins Krankenhaus schickte. Meine rechte Gesichtshälfte und die Rechte Hand wurden taub + kribbelig. Dazu kamen Wortfindungsstörungen und meine Arme fühlten sich an als würden sie nicht zu meinem Körper gehören. es war ein Hilferuf meines Gehirns welches wohl am dampfen war. Die Tabletten haben dies noch ünterstützt da sie überdosiert waren. Nachdem der Arzt im Krankenhaus eine niedrigere Dosis verordnete wurde es mit der Zeit immer besser. Zwar ist nicht alles wie vorher aber ich sehe den weiteren weg positiv. Danke euch für die tollen Antworten

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