Frage von elvislebt, 88

Kur oder Reha oder Teilhabe?

Hallo, nachdem ich schon viele Jahre bei einem Orthopäden in ambulanter Behandlung bin, wurde mir nun empfohlen, einen Kur(Reha)-Antrag zu stellen. Meine Fragen: 1) Seit mehr als 10 Jahren bin freiberuflich im IT-Bereich tätig. Vorher habe ich viele Jahr als Angestellter gearbeitet. Kann ich nun einen Kur(Reha)-Antrag wie ein Nichtselbständiger stellen oder gibt es Sonderregelungen? Bin ich überhaupt berechtigt? 2) An welche Stelle muss ich den Antrag richten: DRV Bund oder an die Krankenkasse (bin freiwillig in der gesetzlichen Kranken-Versicherung, zahle aber keine Beiträge in der gesetztlichen Rentenversicherung)? 3) Früher hieß es Kur, dann wude es umbenannt in "Reha". Nun taucht auf den Webseiten der DRV-Bund öfters der seltsame Begriff "Teilhabe" auf. Was käme für mich in Frage: "medizinische Rehabilitatition" oder "Präventionsleistungen der Deutschen Rentenversicherung" oder Leistungen zur "Teilhabe am Arbeitsleben"? 4) Welche Formulare benötige ich?

für Antworten: danke im Voraus!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Winherby, 64

Die Berechtigung über die DRV eine Reha zu bekommen scheint ziemlich gegen NULL zu sein.

"Weiterhin müssen bei der Antragstellung bestimmte versicherungsrechtliche Bedingungen vorliegen. "6 Kalendermonate mit Pflichtbeiträgen in den letzten 2 Jahren" ist die am häufigsten erfüllte Voraussetzung."
 Der Rest steht hier: 

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Navigation/2\_Rente\_Reha...



Wer übernimmt die Kosten?

Fast Jeder hat einen Anspruch darauf, dass die Kosten für eine solche Reha-Maßnahme übernommen oder zumindest bezuschusst werden - vorausgesetzt, sie ist medizinisch notwendig. Je nach Art und Ursache der Krankheit bzw. Zweck der Reha kommen verschiedene Kostenträger in Betracht:

Soll mit der Reha die Arbeitsfähigkeit des Patienten wiederhergestellt werden oder dient die Reha der Wiedereingliederung ins Berufsleben, so ist die Rentenversicherung zuständig.Reha-Kosten, die aufgrund eines Arbeitsunfalles anfallen, übernimmt die gesetzliche Unfallversicherung.

Rehabilitationsleistungen werden von der gesetzlichen Krankenversicherung finanziert, wenn sie erforderlich sind, um:

eine Krankheit zu erkennen,eine Krankheit zu heilen,die Verschlimmerung einer Krankheit zu verhüten,Beschwerden zu lindern odereiner drohenden Behinderung oder Pflegebedürftigkeit vorzubeugen.

Seit dem 1. April 2007 liegt es nicht mehr im Ermessen der Krankenkasse, ob sie eine Rehabilitationsmaßnahme bewilligt. Ist die Maßnahme aus medizinischer Sicht erforderlich, so muss die Krankenkasse die Reha genehmigen.


Ich kann nur empfehlen dem SoVD beizutreten, kostet nicht viel, aber hilft viel.

https://www.sovd.de/1295.0.html

Die beraten Dich in jeder soz. Lebensfrage, eine sehr nützliche Einrichtung, habe dort selbst Hilfestellung erhalten bei einigen Fragen, obwohl ich nicht Mitglied bin. LG

Antwort
von elvislebt, 43

@winherby: vielen Dank für die ausführliche Antwort und die Tipps!

Kommentar von Winherby ,

Gerne immer wieder, danke für den Stern

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