Frage von Lexi77, 91

Kreislaufbeschwerden trotz relativ normaler Blutdruck-Werte?

Hallo zusammen!

Als ich letzte Woche wegen einer OP (Bauchspiegelung) im Krankenhaus war, bin ich eine Woche nach der OP eines Abends ohnmächtig geworden. Ich war im Bad, als mir plötzlich schwarz vor Augen wurde. Ich konnte aber gerade noch klingeln. Das nächste, was ich wieder weiß, ist, dass mich zwei Schwestern vom Boden aufgehoben haben. Als ich wieder im Bett war, wurde gleich mein Blutdruck gemessen. Der war zwar etwas niedrig (105/65), aber das ist bei mir eigentlich relativ normal.

Kann das denn sein, dass man Kreislaufprobleme hat, obwohl der Blutdruck zwar auf niedrigem Niveau aber noch im Rahmen ist? Der hinzugerufene Arzt hat sich dazu nicht geäußert (er war vielmehr darum besorgt, dass ich ein Schädel-CT bekam, da ich starke Kopfschmerzen bekam).

Am nächsten Morgen meinte dann aber der Chefarzt plötzlich, dass das alles neurologisch abgeklärt werden müsste (zur Erklärung: ich war in den Tagen vorher auch schon mehrfach bewusstlos geworden, da war das aber immer anders, mit "Ankündigung" und (meiner Meinung nach) immer in Verbindung mit einer speziellen Medikamenten-Infusion. Die Überwachungsmonitore (war auf der IMC-Station) zeigten dann aber immer Normwerte). Ein Neurologe, der mich auf der IMC untersucht hatte, konnte aber keine neurologische Ursache erkennen.

Also doch nur Kreislauf, trotz relativ normaler Werte?

Viele Grüße

Lexi

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Antwort
von Erzengel2, 91

hast du vielleicht mal Hyperventiliert bei einen deiner ohnmachtsanfälle? wenn ja währe es normal dass du da umkippst. Das hatte ich vor kurzen auch mal.

Kommentar von Lexi77 ,

Nein, Hyperventiliert habe ich nicht. Ich habe immer ganz ruhig geatmet, das haben die Schwestern bzw. meine Eltern mir gesagt und das meinte auch der Arzt, als er einmal bei mir war.

Antwort
von True47, 86

Du bist in guten Händen. Nur musst du lernen den Ärzten zu vertrauen. Frag höflich, wenn du etwas nicht verstehst. Bedenke aber: Wie man in den Wald ruft.....

Kommentar von Lexi77 ,

Ich vertraue den Ärzten schon. Aber das ist halt für mich verwirrend, wenn der Neurologe (der vom Chirurgen angefordetr wurde) sagt, da ist nichts. Und zwei Tage später will der Chirurg mich in die Neurologie verlegen.

Und wie oben in dem anderen Kommentar geschrieben, waren meine Ohnmachten auch irgendwie unterschiedlich.

Ich hätte auch gerne mehr nachgefragt, aber der Arzt war bei der Visite immer so schnell wieder weg, dass man gar keine Zeit hatte, nachzufragen. Und auch die Stationsärztin oder der diensthabende Arzt haben sich nicht blicken lassen, selbst wenn man danach gefragt hat...

Kommentar von Erzengel2 ,

dann mach denen die hölle heiß und verlang einen arzt mit dem du reden kannst. Ich würd da so auf barikaden gehen. ich hab das recht mit einen arzt zu reden. also einfach mal energischer nach einen arzt fragen/rufen!!!!!!

Antwort
von Amsel1, 78

Ein EEG sollte gemacht werden ,kann ja nicht sein das du plötzlich ohnmächtig wirst.

Kommentar von Lexi77 ,

Das hatte der Neurologe zuerst auch gemeint, aber das MRT des Kopfes zeigte dann keine Aufälligkeiten. Mein Hausarzt ist der Meinung, dass die ganzen "Blackouts" eher eine Folge der ganzen Situation sind: seit Anfang des Jahres die zweite OP, aber schon die 7. Vollnarkose, mein Untergewicht, dadurch mangelhafte Abwehr und reduzierter Allgemeinzustand, dazu die ganzen Medikamente (Schmerzmittel (Opiate) u.a.). Er meint, dass ein EEG erstmal nicht notwendig wäre. Und ich wäre auch froh, wenn das so ist, denn ich kann keine Ärzte und Krankenhäuser mehr sehen...

Meine "Ohnmachten" habe ich eigentlich auf eine Infusion geschoben, die ich immer zeitnah dazu bekommen hatte. Nur zweimal bestand kein direkter zeitlicher Zusammenhang. Der Chirurg meinte, das könnte nicht, mein Hausarzt meinte sehr wohl, dass ein Zusammenhang bestehen kann.

Und das eine mal, wo ich im Bad ohnmächtig geworden bin, war das auch ganz anders. Da ist mir wirklich von jetzt auf gleich schwindelig und schwarz vor Augen geworden, die anderen Male hatte ich immer so 5-10 Minuten vorher Ankündigung durch Kribbeln in Händen und Füßen, Übelkeit, Schwindel und Hitzegefühl. Erst danach bin ich dann oihnmächtig geworden, also immer "mit Ansage".

Kommentar von gerdavh ,

Hallo, was war denn in den Infusionen? Vielleicht sind die ja auch etwas zu schnell durchgelaufen. Eine zu schnell eingestellte Infusion kann auf jeden Fall zu starken Blutdruckschwankungen kommen, allerdings erhöht sich da im allgemeinen der Blutdruck. Das erklärt allerdigs nicht Deine späteren Ohnmachten. Ich würde mich, da der Hausarzt Deine Theorie ja anscheinend bestätigt, mich an diesen wenden. Ich weiß, wie das in Krankenhäusern so geht. Die Visite rauscht durchs Zimmer, manche Fragen werden einem nur sehr unzulänglich von den Göttern in Weiß beantwortet und man wird zuweilen unter dem Motto behandelt "Alle Patienten sind erstmal unwissend". Das andere Wort will ich hier nicht hinschreiben. Ich wünsche Dir gute Besserung und hoffe für Dich, dass sich die Ursache klären lässt und Du entsprechend behandelt wirst. Grüße Gerda P.S. Es könnte doch auch durchaus sein, dass Du die Narkosemittel nicht vertragen hast. Es dauert Wochen, bis allein eine! Narkose vom Körper vollkommen resorbiert wird.

Kommentar von gerdavh ,

Mir ist eben noch was eingefallen. Es könnte doch durchaus sein, da Du ja Opiate und andere Schmerzmittel bekommen hast, Du diese einfach nicht verträgst. Oder es ist die Kombination Narkosemittel im Körper + Opiate + Schmerzmittel + Sonstiges?. Chirurgen kümmern sich um solche Sachen nicht, das könnte nur der Narkosearzt wissen, der ja wohl nicht hinzugezogen wurde. Alles Gute. Gerda

Kommentar von Lexi77 ,

Hallo! Danke für deine zusätzlichen Denkanstöße. Die Infusionen waren Perfalgan-Infusionen (also Paracetamol). Was ja eigentlich eher harmlos ist (mal abgesehen von Leber und Nieren). Und die sollte immer schnell laufen, weil sie dann angeblich stärker wirkt.

Ich habe gestern auch nochmal mit meinem Hausarzt gesprochen, weil ich diese Woche wieder zweimal so einen starken Schwindel, beginnendes Kribbeln und auch leichte Sehstörungen hatte. Ich bin allerdings nicht bewusstlos geworden (zumindest ist mir das nicht bewusst). Er meint aber nach wie vor, dass es sehr wahrscheinlich an den ganzen Medikamenten und auch an den Narkosemitteln liegt. Ich dachte ja immer, dass diese Sachen relativ schnell vom Körper abgebaut werden nach so einer Narkose (weil man dann ja auch wieder ganz wach ist). Aber er meinte - genau wie du - das das u.U. schon einige Zeit dauern könne. Gerade bei mir, da ich wenig zuzusetzen habe und mein Körper durch das Untergewicht nicht so widerstandsfähig ist.

Diese These sah er insbesondere bestätigt, da ich seit Mittwoch einen Ausschlag an den Beinen habe. Rechts ziemlich viel, links weniger, und an beiden Beinen nur zwischen Knöchel und Knie. Der juckt nicht und tut nicht weh (zumindest merke ich keine Schmerzen, aber nehme ja auch noch Schmerzmittel). Und mein Arzt meinte, das sieht nach einer Hautreaktion auf die Medikamente aus, die immer noch im Körper sein dürften.

Das was du da über die Visiten schreibst, trifft die Situation in dem KH wo ich war, sehr treffend. Da kam der Prof. wirklich reingerauscht und war ruck-zuck wieder weg. Morgens bei der Visite hat er sich zwar etwas mehr Zeit gelassen, aber man konnte trotzdem nur kaum Fragen stellen. Ich hatte mir die hinterher schon immer aufgeschrieben, weil ich bei der Hektik doch immer wieder was vergessen hatte. Aber bei der Nachmittagsvisite war er meistens nach spätestens 2 Minuten wieder aus dem Zimmer raus. Und hat dabei 2 Patienten "abgefertigt". Als Arzt / Operateur ist er zwar super, aber daran sollte er noch arbeiten ;-)

Zu deinem anderen Kommentar: außer dieser Perfalgan-Infusion habe ich sonst keine neuen Schmerzmittel bekommen. Das Targin nehme ich schon seit Januar, seit der ersten OP und Ibuprofen habe ich auch schon immer als Bedarfsmedikament gehabt.

Nochmal Danke und viele Grüße

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