Frage von KrankKrank, 73

Krankengeldanspruch nach Leistungsablauf

Der Dreijahreszeitraum (Blockfrist) für meine Erkrankung endete im Februar 2014. Der Leistungsablauf für meine Krankengeldzahlungen endete am 18.09.2013. Seither bezog ich Arbeitslosengeld, stehe dem Arbeitsmarkt aber zur Vermittlung (tgl. 6 Std. und mehr) zur Verfügung. Das wurde durch den ärztlichen Dienst der AfA auch so bewertet.

Seit Ende Mai 2014 bin ich nun wegen einer ganz anderen Erkrankung arbeitsunfähig und befinde mich seit 7 Wochen in stationärer klinischer Behandlung.

Nach 6 Wochen hat nun die Agentur für Arbeit ihre Zahlungen eingestellt und verweist auf die Krankenkasse. Die Krankenkasse verweist darauf, dass ein neuer Anspruch auf Krankengeld für die gleiche Krankheit nur besteht, wenn

  • ich zwischen Leistungsablauf und dem erneuten Eintritt der Arbeitsunfähigkeit mindestens 6 Monate nicht wegen dieser Krankheit arbeitsunfähig war
  • der Arbeitsvermittlung zur Verfügung stand.

Dabei bezieht sich die Krankenkasse auf eine ärztliche Auskunft, nach der ich seit 18.09.2013 nicht wieder arbeitsfähig war. Das ist nicht zutreffend, ich stehe seit September 2013 der Arbeitsvermittlung zur Verfügung und war nur im Februar 2014 eine Woche und im April 2014 drei Wochen wegen der gleichen und einer hinzugekommenen Krankheit krankgeschrieben.

Fragen: Sehe ich es richtig, dass sich die Arbeitsunfähigkeit ja nur auf die bisher ausgeübte Tätigkeit bezieht, denn der Arbeitsvermittlung (für andere Tätigkeiten) stehe ich ja zur Verfügung.

Was ist, wenn ich innerhalb der von der Krankenkasse genannten 6 Monate, eine Woche wegen der gleichen Krankheit arbeitsunfähig geschrieben war? Verlängert sich die Frist dann um eine Woche?

Obwohl ich jetzt wegen einer ganz anderen Krankheit krankgeschrieben und stationäre behandelt werden, verweigert die Krankenkasse das Krankengeld und verweist an die AfA, die wiederum an die Krankenkasse. Was kann man tun!?

Antwort
von StephanZehnt, 69

Hallo KK,

wenn Du während der sechs Monate Frist erneut krank warst fängt die Frist nach der erneuten Erkrankung wieder neu an

  • mindestens 6 Monate Erwerbstätigkeit oder der Arbeitsvermittlung zur Verfügung stehend

Das heißt das Du erst wieder Anspruch hast auf Krankengeld wenn Du durchgehend sechs Monate dem Arbeitsmarkt zur Verfügung gestanden hast. Oder gearbeitet hast. .

Du solltest Dich einmal an den VDK / SoVD wenden um das alles abzuklären.

http://www.betanet.de/betanet/soziales_recht/Krankengeld-233.html

Zitat - Sehe ich es richtig, dass sich die Arbeitsunfähigkeit ja nur auf die bisher ausgeübte Tätigkeit bezieht, denn der Arbeitsvermittlung (für andere Tätigkeiten) stehe ich ja zur Verfügung.

Die Frage ist nicht für welche Tätigkeit Du zur Verfügung stehst sondern ob überhaupt.

Also versuche das abzuklären bei VDK odgl. die haben einmal die Woche Beratungen (Sozialrecht) halt einmal im Internet nach Sozialrechtsberatung und VDK bzw. SoVD nachschauen.Auch Charitas / Diakonie führen solche Beratungen durch.

Wir wissen nicht an was Du erkrankt bist und andere Zusammenhänge. Dies kann man nur klären wenn man weis um was es geht. Das Ganze ist dazu noch Problematisch weil z.B. bei einer längeren psychischen Erkrankung mitunter sehr bald der MDK eingeschaltet wird. usw. usw.

VG Stephan

PS. im Normalfall schreibt man schon einmal einen Gruss darunter, weil ja wir dies in unserer Freizeit....

Kommentar von gerdavh ,

Ich bin immer wieder angenehm überrascht, wie gut @stephan sich in solchen Angelegenheit auskennt bzw. sich für andere erkundigt und Rat erteilen kann. Ein doppeltes Daumen hoch!

Kommentar von alegna796 ,

Ja Gerda, das meine ich auch und ich denke ein Kompliment wäre mal gut.

Kommentar von MsGoodSoul ,

Sehr tolle Antwort!

Kommentar von StephanZehnt ,

Herzlichen Dank für die vielen Daumen nach oben!

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