Frage von gabriele0815, 33

Kostenübernahme der KK für mich als Begleitperson zur stat. Reha meines Sohnes?

Folgendes Problem beschäftigt mich nun noch: Mein Sohn wurde im Dez. 2014 operiert, es wurde eine 3fach Beckenosteotomie links durchgeführt. Es war schon vor der Operation klar, daß er erst ab 21. 03. 2015 eine stat. AHB beginnen darf. So beantragte ich gemeinsam mit der Sozialmitarbeiterin in der Klinik die AHB mit mir gemeinsam als Begleitperson. Inzwischen ist die Zusage durch die KK eingegangen, aber nur für meinen Sohn alleine und die Rehaklinik hat bereits einen Termin zugeschickt und für mich Informationen "als private selbstzahlende Begleitung". Natürlich kann ich das nicht allein bezahlen, bin selbst EU-Rentner. Meine Bedenken für die AHB meines Sohnes sind u. a. folgende: - er kommt in eine Erwachseneneinrichtung und wäre mit seinen 15 Jahren ziemlich einsam dort - aufgrund der Op. ist er noch sehr auf Hilfe beim An- und Ausziehen und bei der pflege angewiesen - er hat einen GdB von 80 % und Merkzeichen G und B - seine Wegstrecke an UA-Stützen ist sehr stark eingeschränkt und mit seinem Rolli kommt er allein nicht weit - mit Sicherheit würde er die 3 Wochen das Haus nicht verlassen, da eben die Gehstrecke begrenzt ist und per Rollstuhl ebenso Habe Kostenübernahme bei der KK beantragt und auch das Schreiben von der Rehaklinik (selbstzahlende private Begleitung) mit beigefügt. Meine Frage: Kann die KK die Kostenübernahme ablehnen? Ich kenne die Rehaklinik, war selbst schon 5mal dort und weiß, daß die Mitarbeiter mit der Betreuung der älteren Patienten voll ausgelastet sind, um diese zu Therapien oder zu den Mahlzeiten zu bringen und ich habe es auch noch nicht dort erlebt, daß so junge Patienten dort sind.

Antwort
von walesca, 25

Hallo gabriele0815!

Ich kann Deine Sorge, Deinen Sohn allein zur Reha zu schicken, sehr gut verstehen. Aber mit seinen 15 Jahren ist er dazu wirklich alt genug. In speziellen Reha-Kliniken für Jugendliche wird er auch die notwendige Unterstützung bekommen. Die von Euch ausgesuchte Klinik - so gut sie vllt. auch sein mag - scheint mir für ihn weniger geeignet zu sein. Es gibt doch genug Einrichtungen, die sich auf junge Leute und Kinder spezialisiert haben!! Warum muss es genau diese Klinik sein?? Schau bitte noch mal ins Internet unter "orthopädische Rehakliniken für Jugendliche". Dort findet Ihr bestimmt etwas Passenderes!! Zum Wohle Deines Sohnes, und damit die Reha nicht ein Reinfall wird, sprich das doch noch einmal mit der Sozialmitarbeiterin durch und erkläre ihr Deine Bedenken!!! Dein Sohn hat einen Anspruch darauf, in eine für ihn besser geeignete Rehaklinik vermittelt zu werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Krankenkasse die Kosten für Deinen Aufenthalt übernehmen wird, denn für die notwendige Pflege und Versorgung ist die Klinik in der Pflicht!!! Über genaue Rechte kannst Du dich auch hier sehr gut informieren. Anruf genügt. Die können Dir die rechtliche Seite genau erklären. Bis zum Ende März ist noch genug Zeit, auch ggf. etwas zu ändern!!

http://www.patientenberatung.de/beratung-vor-ort/

Alles Gute wünscht walesca

Kommentar von gabriele0815 ,

Hallo Walesca, danke für deine Antwort. Du hast in vielen Punkten ja Recht, daß er mit 15 sicher selbständiger werden würde bei der Reha, ABER, ich habe diese Klinik nicht ausgesucht. Das wurde von der KK bestimmt und ich war überrascht, daß er dorthin muß und nicht in eine Einrichtung für Jugendliche. Anscheinend gibt es hier keine geeignete Einrichtung für orthopädische Erkrankungen Jugendlicher. Hier sind nur Einrichtungen für eßgestörte und atemwegserkrankte Kinder und Jugendliche. In eine auf junge Leute spezialisierte Einrichtung würde ich dann auch nicht unbedingt als Begleitperson mitfahren; denn dort wäre er nicht so ALLEIN, wie jetzt in dieser Erwachseneneinrichtung. Nun warte ich erstmal ab, wie die KK auf meinen Antrag reagiert, werde dann entsprechend weiter handeln. Gegebenenfalls fahre ich dann persönlich zur KK und erkundige mich nach einer geeigneteren Einrichtung.

Kommentar von walesca ,

Such Dir am besten schon selbst im Vorfeld des KK-Gespräches eine geeignete Rehaklinik aus - auch wenn sie ein wenig weiter weg liegt. Dann kannst du gegenüber der KK viel besser argumentieren!! Du kannst ihn ja dann selbst dort hinbringen. Ich bin z.B. vom Sauerland bis nach St.Peter-Ording gefahren, wo die beste Reha für mich war! Wenn Du mir verrätst, wo Ihr wohnt, kann ich Dir vllt. etwas passendes heraussuchen. LG

Kommentar von walesca ,

http://www.rehakliniken.de/rehakliniken/schnellsuche Über diesen Link findest Du ganz sicher schnell eine geeignete Rehaklinik für Deinen Sohn. LG

Antwort
von Nelly1433, 29

Eine Kostenübernahme erfolgt nur bei medizinischer Notwendigkeit. Vielleicht sprechen Sie nochmal mit dem Arzt, wie er die Lage einschätzt.

http://www.mediclin.de/Zielgruppen/P-A/Patienten-und-Angehoerige/Ihr-Weg-zur-Reh... sagt dazu:

Eine Begleitperson zur Reha kann aus medizinischen Gründen erforderlich sein.

Meist ist es möglich, der Reha-Begleitperson ein Bett im Zimmer des Patienten zur Verfügung zu stellen. **Bei medizinischer Notwendigkeit übernehmen die Rentenversicherung bzw. die Krankenkassen die Kosten für die Reha-Begleitperson. Andernfalls müssen Sie selbst die Kosten - vergleichbar mit einer Hotelunterkunft - bezahlen.


Leistungen auch für Reha-Begleitperson

Bei Bedarf kann die Reha-Begleitperson medizinisch-therapeutische Leistungen in Anspruch nehmen. Die MediClin Reha-Kliniken, die auch ambulante Reha-Maßnahmen anbieten, kann die Behandlung der Begleitperson zur Reha auch nach Vorlage eines Rezepts (z.B. durch den Hausarzt) erfolgen.

Antwort
von Beavis99, 20

Hallo, ich kann mich waleska nur anschliessen. Du solltest überdenken, ob Dein Sohn in einer Jugendklinik mit Pflegeschlüssel für Kinder/Jugendliche mit Behinderung nicht besser aufgehoben wäre.Du hast ansonsten noch die Möglichkeit Dir von Deinem Arzt bescheinigen zu lassen, dass Dein Sohn auf Deine Hilfe angewiesen ist.Dabei spielt auch die "psychische Begleitung" eine Rolle.Dann könntet ihr (Arzt & Du) gemeinsam einen Widerspruch formulieren.Und Du könntest einfach Deinen Sachbearbeiter der KK anrufen. Da Dein Sohn einen GdB von über 50% hat, gibt es oft Kolanzen. Aber vielleicht ist es für Deinen Sohn auch der Start i eine Selbstständigkeit- trotz Behinderung.

Kommentar von gabriele0815 ,

Hallo Beavis99, danke für deine Antwort. Wie ich bereits auf walesca's Kommentar geantwortet habe, hat die KK diese Rehaklinik bestimmt und mich wunderte es auch, daß er in eine Erwachseneneinrichtung muß. Bei einer Kinder- und Jugendeinrichtung hätte ich auch nicht soviele Bedenken. Natürlich ist mein Sohn mit seinen 15 Jahren selbständig, aber als er erfuhr, daß er in diese Erwachseneneinrichtung soll, hatte er sofort keine Lust darauf. Werde mich mal mit dem behandelnden Arzt in Verbindung setzen und dort nachfragen, wie ich mich verhalten soll und ob er evtl. dann bescheinigen kann, daß ich als Begleitperson mitfahre.

Kommentar von StephanZehnt ,

Hier kannst Du Einiges zum Thema nachlesen! Demnach ist es möglich das Ihr die Rehaklinik für die AHB aussucht (siehe Rehakliniken.de)

http://www.betanet.de/betanet/soziales_recht/Anschlussheilbehandlung-17.html Ich würde mich allgemeinen einmal beraten lassen. Ob dies der VDK , SoVD oder ein Anwalt (Sozialrecht) macht. Zur Not per Beratungsschein (Vom zuständigen Amtsgericht je nach Einkommen. Man kann ja schon vorher in etwa die Fragen aufschreiben ..

Kommentar von StephanZehnt ,
Kommentar von Beavis99 ,

Ja, mach das. Ich würde aber auch nochmal bei der KK anrufen. Wir hatten auch schon mal eine Empfehlung, die mir nicht zugesagt hat & durften wechseln. Allerdings habe ich mir dann selber eine Klinik rausgesucht, geklärt ,ob der Zeitraum frei ist & diese Klinik der KK vorgeschlagen.Wichtig dabei ist nachzufragen, ob die ausgewählte Klinik bei der KK anerkannt ist.Im Grunde ist die KK ja daran interessiert, dass man von der Reha provitiert. Kostet ja ne Menge. Viel Glück!

Antwort
von froscheee, 17

Hast Du es nicht auch ein bißchen im Kreuz durch die Pflege Deines Sohnes? Eine Kuhr mit Rückenschule in der selben Klinik...

Ich weiß natührlich nicht genau, ob das jetzt zeitlich noch zu schaffen ist.

Man könnte sich ja auch mal erkundigen, welche Angebote die Pflegekasse pflegenden Angehörigen macht. Vielleicht ein bißchen erholen und in der Nähe der Klinik sein.

Kommentar von gabriele0815 ,

Gute Idee. Ja, natürlich bin ich nach diesen jetzt 6 Wochen Pflege für meinen Sohn nach seiner Operation auch ziemlich erschöpft. Ich bin nämlich auch nicht gesund, habe 4 künstliche Gelenke, stehe vor meiner 25.. Gelenkoperation ...... Kurios ist, daß ich am 19. 2. zur Reha in diese Klinik fahre. Hatte 2013 und 2014 Anträge gestellt, die jeweils abgelehnt und von mir dann widersprochen wurden. Ich brauche auch einfach diese Auszeit für mich, um selbst Kraft zu tanken für meine nächste Op. Mein Sohn fährt dann ab 26. 3. und natürlich hat mich die Einrichtung gefragt, ob ich meine Reha nicht auch dann machen möchte. Aber eigentlich brauche ich erst einmal die Zeit für mich allein. Daß sich nun die Geschehnisse hier zur Zeit überhäufen, konnte ich ja 2013 und 2014 bei Antragstellung noch nicht wissen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten