Frage von Nevermind28, 68

Kopfschmerzen, Schwindel (Shunt) Psychosomatisch?

Hallo Leute, ich habe mich hier angemeldet weil ich verzweifelt bin und hoffe, hier jemanden zu finden der mir eventuell weiter helfen kann. Zu mir: Ich bin 18 Jahre alt, weiblich und trage seit 3 Jahren einen Shunt in meinem Kopf der in meine Bauchhöhle führt. Dieser leitet die Nervenflüssigkeit ab. Er wurde mir im Alter von 15 Jahren aufgrund eines Hydrozephalus eingesetzt. Soweit hatte ich damit auch keine Probleme.

Nun zu meinem Problem. . Seit kurzem habe ich ständig das Gefühl, nicht anwesend zu sein. Wenn jemand mit mir spricht werden die Stimmen leiser und ich sehe nur noch wie sich der Mund bewegt. Mir wird schwindelig und ich habe das Gefühl, in Ohnmacht zu fallen. Kopfschmerzen sind eine ständige Begleiterscheinung. Meistens münden diese "Anfälle" dann in beginnenden Panikattacken. . Die ich gortseidank meistens durch kontrolliertes Atmen verhindern kann. Wegen der Panikattacken war ich vor kurzem für 2 1/2 Wochen in Behandlung in einer Psychiatrischen Klinik. Doch schnell merkte ich das ich dort nicht gut aufgehoben bin. Dort erfolgte auch ein MRT meines Kopfes, um die Ursache des Kopfschmerzes ausfindig zu machen. Das MRT war unauffällig. Nach dem MRT begannen die Beschwerden sich zu verschlimmern. Hatte den Verdacht, dass sich mein Shunt System im MRT verstellt haben könnte, doch diese Bedenken wurden mir von der Ärztin genommen, mein Shunt Modell sei im MRT nicht verstellbar. Trotz allem leide ich seit dem MRT an starken Kopfschmerzen, Hitzegefühl auf der linken Gesichts/Kopfseite (dort wo der Shunt sitzt), Benommenheitsgefühl, Schwindel, leichte Übelkeit. Als ich dies der Ärztin mitteilte sagte sie es gäbe keine Körperlichen Ursachen, ich solle eine Psychische Ursache in Betracht ziehen. Natürlich habe ich darüber nachgedacht denn ich hatte in meiner Kindheit und vorallem in letzter Zeit sehr viel Druck und Verantwortung (Krankheitsfall in der Familie ect.) . Aber das diese wirklich realen Symptome nur Psychosomatisch seien, kann ich mir schwer vorstellen. Ich bin dankbar für jede Antwort, weil ich einfach nicht mehr weiter weiß und meine Lebensqualität sehr darunter leidet. LG

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Nevermind28,

Schau mal bitte hier:
Kopfschmerzen psychosomatisch

Antwort
von StephanZehnt, 39

Hallo Machtnichts,

wenn man Deine Zeilen so liest könnte man zuerst sagen OK Kopfschmerzen links also einseitig Migräne!

Äh Stop da haben wir ja auch noch den Stunt. Auch bei einem Stunt kann es zu Nebenwirkungen kommen. Es kann z.B. zu einer sogenannten Überdrainage kommen.

Dabei kann es zu Symptomen kommen wie Kopfschmerzen und Schwindel.sowie Übelkeit. Also Symptome die in etwa auch bei einem leichten Überdruck möglich sind.

Nun weis ich natürlich nicht was Deine Ärzte in dem Zusammenhang überprüft haben und evtl. ausgeschlossen haben. Genau so wenig weis ich ob es bei Dir eine Änderung gibt wenn Du Dich z.B. hinlegst.

Hier einmal etwas zum Thema

http://www.sporton.de/CMS/users/templates/template.asp?user\_id=229037&page\...

Ich habe auch einmal einen Bericht gelesen oder gesehen wo ein Kind im "Liquorsystem einen Engpass" hatte und es bei ihr temporär zu einem Überdruck kam.

Ich nehme allerdings bei Dir eher eine Überdrainage an. Wenn dies noch nicht abgeklärt ist wäre es evtl. sinnvoll das Du Dir einmal eine Zweitmeinung in einer Uniklinik odgl.  holst

Ich weis leider nicht in welchen Bundesland Du wohnst ansonsten könnte ich Dir sagen geeh einmal zum .....

Also dies einmal ganz allgemein zum Thema mit dem Vorbehalt - ich weis nicht was bei Dir bereits ausgeschlossen worden ist!

Alles Gute Stephan

Antwort
von Knubi68, 6

Hallo Nevermind28,

ich habe gerade deine Frage gelesen - und war wirklich erschrocken darüber, wie deine Ärztin dir gegenüber  "aufgetreten" ist. Ich habe selbst auch einen Shunt und besitze einen dazu gehörenden Ventil-Ausweis. In diesem steht ausdrücklich beschrieben, dass gerade ein MRT zum Verstellen des Shunt führen kann - und man NACH einer solchen Untersuchung die Einstellungen überprüfen lassen - oder eine Untersuchung mittels MRT erst gar nicht machen soll. ..

Sollte es aber bei dir (aus welchen Gründen auch immer) doch wirklich notwendig gewesen sein, sollten die untersuchenden Ärzte schon von selbst eine Überweisung dorthin ausstellen, wo du operiert worden bist - und dein Sthunt eingestellt wurde... Sorry, aber ich kann die "Beruhigung" deiner Ärztin nicht nachvollziehen...

Es gibt in Hamburg eine Fa., dort kannst du anrufen - und dir die nächste Klinik/Praxis mitteilen lassen, wo du Hilfe bekommst. Du musst dann allerdings wissen, welchen Shunt du hast, damit sie dir helfen können...

Die Firma J&J Medical Codman in Hamburg streht in meinem Ausweis. Sie haben folgende Telefonnummer: 040-52207-0. Da meine OP 1997 war, kann es evtl. sein, dass sich die Nr. geändert hat. Aber ich denke, dass man dir dort ggf. dann die richtige Nr. nennen kann.

Ich wünsche dir alles Gute - und hoffe, dass meine Antwort nicht zu spät kommt, denn ich habe mich leider erst heute angemeldet..

LG Petra

Antwort
von Hooks, 29

Wenn körperlich nichts zu finden ist, gibt es bei Schwindel, Übelkeit und Panikattacken noch die Möglichkeit, daß Dir die Vitamine B (Komplex) und D3 fehlen. Gerade so eineUntersuchung verursacht Stress, und Stress ist ein typischer Verbraucher der B-Vitamine (und auch Magnesium!), so daß es gut möglich ist, daß ein Zusammenhang mit der Untersuchung besteht.

Ich bekam einmal akuten Mg-Mangel nach einem Besuch beim Kiefernchirurgen, weil ich solche Anspannung dort hatte.

Den B-Komplex könntest Du auf eigene Faust nehmen, der von ratiopharm ist gut konstruiert, Magnesium gibt es bei Aldi, in Drogerien und in jeder Apotheke (nimm mindestens 10 mg tgl pro kg Körpergewicht) und D3 läßt Du beim Hausarzt mal messen, auch wenn Du das selbst zahlen mußt. Der leitet dann ggf. eine Therapie ein.


Diese Vitalstoffmängel sind recht häufig und schnell zu beheben, wenn man die ausreichende (!) Dosierung nimmt. Dann solltest Du nach einer Woche Besserung verspüren. Wenn nicht, mußt man weitersuchen.

Kommentar von Hooks ,

Magneisum und Vitamin B werden im Körper vor allem gebraucht, um die Nerven am Funktionieren zu halten, das Mg ist noch an über 300 Enzymreaktionen (!) beteiligt. Bei Stress hast Du eine höhere Nervenaktivität, deshalb wird natürlich von diesen Stoffen auch mehr verbraucht. Das hier ist ein ganz normales Problem von Angebot und Nachfrage. Steigt die Nachfrage, muß auch das Angebot erhöht werden!

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