Frage von Akizu, 68

Konzentration fehlt / Verdummung?

Hi. Ich bin neu hier. Wenn ich irgendwas falsch mache hoffe ich erst einmal auf Welpenschutz (: Also es geht darum, dass ich mich in letzter Zeit fühle als verdumme ich komplett.

Es ist für mich sehr schwer von A nach B zu denken. Nehmen wir als Beispiel Mathe. So simple Sachen wie 44+7 sind für mich fast unlösbar geworden. Mal brauche ich für solche leichten Aufgaben mehrere Minuten, mal schaffe ich es gar nicht sie zu lösen.

Weiter fällt es mir verdammt schwer Zusammenhänge zu sehen und "den nächsten Schritt" zu erkennen. Z.B. Wollte ich mir einen Raspberry Pi(Minicomputer) kaufen und ihn als Router nutzen. Dazu gibt es im Internet einige HowTos, denen ich nur schwer folgen kann, obwohl ich es eigentlich verstehen sollte. Das lasse ich mal so stehen.

Als letztes will ich auch noch erwähnen das ich sehr lustlos geworden bin. ich finde kaum noch Antrieb etwas zu erledigen. Schon bei so kleinen Dingen wie Post rein holen muss ich fast schon mit mir kämpfen.

Ich weiß wirklich nicht was da lost ist und habe sehr angst das es noch schlimmer wird. Ich meine ich war nie der sonderlich hellste, nur so schlimm war es nie. :(

Ich habe auch so ein Gefühl das es eventuell an meiner Lebenssituation liegen könnte. Also zu mir - Ich bin 26, männlich, langzeit Arbeitslos, ohne Freundin oder Leute mit denen ich "öfter" mal was machen könnte. Bevor ihr sagt ich sei Faul - Naja teilweise. Ich habe bis zum Jahresanfang über die letzten Jahre viele Bewerbungen geschrieben und fast jede Chance genutzt (könnte die Dame der Arbeitsagentur bestätigen), Leider hat es sich aber nur in Absagen aufgelöst. Das soll hier nur gar nicht das Problem sein.

Weiter bin ich ein ganz schöner Weirdo. Soll heißen ich lebe seit jeher in meiner ganz eigenen Welt, habe schon sehr früh eher anders gedacht und bin so gar nicht "typisch männlich". War auch immer gerne so und hatte nie größere Probleme damit. (:

Wie gesagt ist es nur diese Sache mit der gefühlten Verdummung... Was das sein könnte, wie ich da raus komme. Ob das eventuell eine Krankheit ist mit der ich zu einem Arzt (welcher Art auch immer) gehen sollte? :s Ich hoffe ihr könnt mir da einen kleinen Schubs in die richtige Richtung geben, weil ich will da was ändern bevor ich so weit bin, dass es mir nicht mehr möglich ist oder was weiß ich...

Danke schon mal an alle die mit lesen ♥

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Antwort
von dinska, 63

Konzentration kann man üben und lernen. Wenn dir solche simplen Aufgaben schwer fallen, dann übe täglich mindestens 10 Minuten. Früher haben wir die Multiplikation der Zahlen 1-9 auswendig gelernt. Ich beherrsche sie heute noch. Trotzdem musst du bedenken, dass das Gehirn bestimmte Nahrung braucht, gute Fette, die vor allem in Seefisch und Nüssen vorhanden sind, Sauerstoff, viel Aufentlhalt im Freien und Atemübungen. Bewegung und Lockerung der Muskeln, besonders der Rücken- und Nackenmuskeln.

Antwort
von gerdavh, 54

Hallo Akizu, Du solltest unbedingt raus und mit anderen Leuten Kontakt halten. Ich habe den Eindruck, dass Du völlig isolierst in Deiner Wohnung sitzt. Du musst Dir einfach selbst geistige Herausforderungen stellen - und wenn es nur z.B. Kreuzworträtsel sind. Wenn Du keine Arbeit findest, gibt es auch genug andere Möglichkeiten, sich einzubringen. Es gibt ausreichend Stellen, wo man ehrenamtlich tätig werden kann. Zum Beispiel in Krankenhäusern (einsame Menschen besuchen und sich mit ihnen unterhalten), Tierheime, die dringend Leute suchen, die mal die Hunde ausführen, sowas in der Art. Es ist kein Wunder, dass Du noch nicht mal Lust hast, Deine Post zu holen - Du hast ja keinerlei Antrieb. Davon abgesehen, könntest Du natürlich auch Konzentrationsstörungen wegen einer Erkrankung haben. Hast Du in der letzten Zeit mal ein großes Blutbild machen lassen? Es ist jetzt sehr spekulativ, auf eine bestimmte Krankheit hinzuweisen, aber man sollte sich schon mindestens einmal jährlich gründlich untersuchen lassen. Du drehst Dich anscheinend nur um Dich selbst - Du bist erst 26 Jahre alt und lebst wie ein einsamer Rentner. Das kann nicht gesund sein. Du solltest Dich wirklich mal fragen,wo Deine Interessen liegen und Dir dahingehend überlegen, wo Du Dich einbringen kannst. Jeder Mensch hat auf irgendeinem Gebiet Fähigkeiten, die er nützlich einsetzen kann. Du solltest Dir einfach einen Grund schaffen, morgens aufstehen zu müssen. Und verzage nicht mir den Bewerbungen! Das ist heutzutage nicht immer so leicht, einen Arbeitsplatz zu bekommen. Denk an Alternativen für Dich nach - also nicht zu festgefahren, auf eine bestimmte Stellung antworten. Alles Gute Gerda

Antwort
von bobbys, 42

Hallo,du bist einsam ohne soziale Kontakte und das ist sehr Gesundheitsschädlich, da die Seele dadurch krank wird.Es gibt nichts schlimmeres ,wie keine Aufgaben mehr zu haben.Es könnte durchaus sein ,das du schon eine Depression hast,die Symptome jedenfalls würden passen.Du solltest versuchen ein Hobby nach zu gehen,vlt Sport machen z.B.Schwimmen gehen.In der Gemeinschaft lernt man immer Menschen kennen. Vor allem weg vom Rechner,raus an die Frische Luft. Solltest du überhaupt keinen Antrieb mehr dazu verspüren,empfehle ich dir einen Neurologen/Psychiater aufzusuchen und diesem von deinem Problem zu erzählen Auch Medikamentös z.B durch Antidepressiva kann dir geholfen werden, den Alltag wieder besser in den Griff zu bekommen. Und verdummen tust du nicht ,das hängt einfach mit deiner Konzentrationsschwäche und Müdigkeit zusammen. Eine weitere Möglichkeit wäre noch ,das du an einem Schlafapnoe -Syndrom leidest. Dies muss dann durch ein Schlaflabor untersucht werden.

Gute Besserung wünscht dir Bobbys :)

Antwort
von Bronko, 29

Hey Akizu,

ein Leben ohne Aufgaben und Ziele führt nach einer Weile zu so einem negativen Lebensgefühl. Ich kenne das ein wenig aus den langen Semesterferien, da veröde ich auch ansatzweise :-).

Es gibt eigentlich nur ein wirklich wirksames Mittel dagegen: DU MUSST DA RAUS!

Und zwar ohne Wenn und Aber! Die Jobsituation ist in manchen Gegenden bescheiden. Aber mit Antriebs- und Hoffnungslosigkeit wird sie nicht besser, glaub mir ;-).

Stelle dir einen Fünf-Punkte-Plan auf:

Als erstes regelmäßig aufstehen und leichten Sport draußen treiben (täglich!). Entweder eine halbe Stunde raus und joggen oder aufs Fahrrad und ne Runde düsen ... egal was, Hauptsache raus aus der Wohnung und eine halbe Stunde (wehe, du kommst früher heim!) an die frische Luft, egal bei welchem Wetter. Danach duschen, Wohnung aufräumen, Post reinholen (:-)) und ein Häkchen für "erledigt" an deine tägliche Liste machen. Evt. mache dir sogar eine echte Liste auf einen Schreibblock und hake die Aufgaben ab, auch das gibt mit der Zeit ein gewisses Erfolgsgefühl. Danach (nach einem leichten Frühstück) setzt du dich hin und schreibst genau eine Bewerbung. Ehe du die nicht geschrieben hast (egal, für wie hoffnungslos du die hältst), darfst du nichts von alledem machen, was du derzeit sonst tust. Wenn du gerade so richtig in Schwung bist, kannst du die Bewerbung auch gleich zum Briefkasten tragen.

Sobald du die Bewerbung erledigt hast, tust du was für deinen Geist. Es gibt z.B. dutzende von Rätselheften, auch im Internet lässt sich einiges finden, löse ein Kreuzworträtsel oder suche dir online ein Sudoku, dass du ausfüllst. Du hast doch einiges auf dem Kasten, denke ich. Du schreibst flüssig und nahezu fehlerfrei und weißt dich auszudrücken - du bist also ganz bestimmt nicht "völlig verdummt". Dir fehlt nur die Hoffnung - und die kannst du dir selbst wieder beschaffen.

So, wenn das Rätsel/Sudoku oder was auch sonst noch zur Lockerung deiner Gehirnwindungen gelöst ist - DANN hast du frei für den Rest des Tages :-). Aber nicht eher!

Du schaffst das, los, raus aus den Puschen!

Antwort
von bethmannchen, 27

Das ist die Krankheit Faulfieber, und die kommt vom Hartzen.

Die Ursache ist, dass du als Langzeitarbeitsloser keinerlei Herausforderung hast. Es spielt ja keine Rolle, wie lange du für eine simple Überlegung brauchst, kannst stundenlang einem Gedanken müßig folgen. Du kannst dir diese geistige Langsamkeit ja leisten, dich hetzt ja nichts. Du denkst und tust alles so zu sagen in Zeitlupe. Dir selbst fällt dein langsames Denken erst jetzt auf, wo es extrem geworden ist.

Würdest du arbeiten, wären da Kollegen, an denen du gemessen würdest. Da würde dir viel schneller bewusst geworden sein, dass du geistig unbeweglich bist, dein Wortschatz zusammengeschrumpft ist, du simple früher gelernte Dinge nicht mehr zusammenbekommst, kurz gesagt: "verblödest".

Würdest du intensiven Kontakt mit anderen haben, und seien es auch nur simple Gespräche, dann würdest du "Input" bekommen, der dir in deiner jetzigen Situation auch fehlt. Dieses Interagieren kann auch das Fernsehprogramm oder Lesen nicht ersetzen. Das ist kein Input, sondern da beobachtet man nur "Pseudorealität"

Du leidest so zu sagen an "geistiger Verarmung". Dein Denken "dreht dich nur um den eigenen Mors". Weil du auch noch "vor dich hin spinnst", eben wie du schreibst, in deiner eigenen Welt lebst. Das kommt von deinem eintönigen Leben. Normalerweise geht das Rentnern so, nachdem sie ein paar Jahre lang nur auf dem Sofa gesessen haben. Dass dir nun auch noch der innere Antrieb verlorengeht, kann ich mir gut vorstellen. Für so ein langweiliges Leben lohnt es sich ja nicht einmal morgens aufzustehen.

Arbeitgeber werden das sogar an deinen Bewerbungen und in Vorstellungsgesprächen deutlich spüren.

Antwort
von Zoewin, 22

Also laut deiner Überschrift allein würde ich sagen, dass das Quatsch ist :)

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