Frage von waldmensch, 111

Kontrastmittel bei Schädel MRT ja oder nein

Liebe Gemeinde,

Da ich schon öfters mal ein Schädel MRT bekommen habe immer ist mir dabei aufgefallen das ich mal Kontrastmittel bekommen habe und mal nicht. Die Fragestellung von den Ärzten war immer die gleiche. Daher meine Frage an euch. Woran liegt es das einmal Kontrastmittel gespritzt wird und dann wieder nicht Ich muss dazu sagen das es nicht die gleichen MRT Geräte waren. War es aus Kostengründen ???? Oder liegt es an der Genauigkeit der Geräte ???? Glioseherde im Gehirn sind bei mir vorhanden.

Ich danke euch schon mal im Vorraus.

Waldmensch

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von gerdavh, 111

Hallo, da ich ja auch bald ein CMRT habe, habe ich mich heute mal schlau gemacht. Ich habe Berichte gefunden, wo Patienten schilderten, dass in einem 7 Tesla Gerät die Bilder gestochen scharf sind. Diese Geräte sind allerdings nur in wenigen Unikliniken bzw. sehr wenigen Praxen zu finden - wahrscheinlich unglaublich teuer. Ich gehe mal davon aus, dass Kontrastmittelgaben dann überflüssig sind. 3 Tesla Geräte werden allerdings auch schon sehr belobt. Ich werde meine Aufnahmen in einem 3 Tesla Gerät durchführen lassen, wobei mir von der Radiologie in diesem Krankenhaus mitgeteilt wurde, dass bei Schädelaufnahmen immer Kontrastmittel verwendet wird, damit sichergestellt ist, dass alle Gefäße korrekt dargestellt werden. lg Gerda

Kommentar von gerdavh ,

Hallo, ich bin durch Zufall auf einen Abschnitt in einer Wikipedia-Veröffentlichung gestoßen. Da ich weiß, dass Du auch in Magdeburg ein MRT hattest, kann ich Dir hier jetzt mitteilen, dass die über ein Gerät mit 7 Tesla verfügen. Das erklärt vielleicht, warum dort kein Kontrastmittel injiziert wurde, einfach, weil es überflüssig ist, da die Bilddarstellung umwerfend sein muss. So ein Gerät kostet übrigens 7 Millionen €.

Stärke des Magnetfeldes

Die Stärke des Magnetfelds B0 wirkt sich unmittelbar auf die Signalqualität der gemessenen Daten aus, da das Signal-Rausch-Verhältnis ungefähr proportional zur Feldstärke B0 ist. Deshalb gibt es seit den Anfängen der MRT einen Trend zu immer höheren Feldstärken, der den Einsatz tiefgekühlter supraleitender Magnete erfordert. Dadurch steigen die Kosten und der technische Aufwand bei höheren Feldstärken deutlich an. Besonders bei Magneten mit großen Öffnungen für die Untersuchung von Menschen entstehen bei höheren Feldstärken rasch inhomogenere und schwieriger herstellbare Felder.

Niederfeldgeräte mit 0,2–0,5 Tesla sind heute nur noch vereinzelt im Einsatz. Üblicherweise hat das Magnetfeld B_0 für diagnostische Zwecke heute eine Stärke von mindestens 1–1,5 Tesla. Seit ungefähr 2006 werden bei Neuanschaffungen zunehmend Hochfeldgeräte mit Feldstärken von 3 Tesla aufgestellt. Werden 3 Tesla überschritten, können die Probanden nur sehr langsam in den Magneten gefahren werden, da es infolge der entstehenden Wirbelströme im Gehirn sonst zu Schwindel und Übelkeit kommen kann.

Noch höhere Feldstärken (Ultrahochfeld-Systeme) werden in der Humanmedizin gegenwärtig nur für Forschungszwecke, aber noch nicht für Routineuntersuchungen eingesetzt. Folgende Institutionen betreiben im deutschsprachigen Raum gegenwärtig MRT-Systeme für Untersuchungen am Menschen mit Feldstärken von 7 Tesla oder mehr:

das Leibniz-Institut für Neurobiologie (IfN) in Magdeburg (7-Tesla-Gerät für Kopfuntersuchungen; seit 2005)[4]
das Erwin L. Hahn Institut für Magnetresonanz[5] der Universitäten Duisburg-Essen und Radboud (Nijmegen) (7-Tesla-Ganzkörper-MRT, seit 2006)
das Institute for Biomedical Engineering (IBT)[6] der ETH Zürich (7-Tesla-Ganzkörper-MRT, seit 2006)[7]
das Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen (9,4-Tesla-System für Kopfuntersuchungen, seit 2007)[8]
das Allgemeine Krankenhaus der Stadt Wien als Teil der Medizinischen Universität Wien (7-Tesla-Ganzkörper-MRT, seit 2008)[9]
das Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig (7-Tesla-Gerät für Kopfuntersuchungen; seit 2008)[10]
das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg (7-Tesla-Ganzkörper-MRT, seit 2008)[11][12]
das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in Berlin (7-Tesla-Ganzkörper-MRT, Nutzbarkeit von 2009 an) [13][14]
das Forschungszentrum Jülich (9,4-Tesla-MR-PET-Hybridsystem für Kopfuntersuchungen, seit April 2009)[15].

Ein Ganzkörper-MRT mit einer noch höheren Feldstärke von 11,7 Tesla wird gerade am CEA-Zentrum Neurospin in Saclay (Frankreich) entwickelt.[

Kommentar von waldmensch ,

Ne Gerda, in den Genuss dieses Gerätes kommt man als einfacher Kassenpatient nicht. Das Gerät wird überwiegend nur zu Forschungszwecken benutzt.

Liebe Grüße S

Antwort
von bobbys, 96

Hallo waldmensch,

Ein Kontrastmittel dient zur Abgrenzung von Strukturen die sich im MRT sehr ähnlich sind.Außerdem ist es wichtig in der Tumorsuche und bei Entzündungsherden,weil es sich in solchen Fällen vermehrt anreichert bzw.anders reagiert und somit eine sichere Diagnose gestellt wird.

LG bobbys

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