Komme ich jetzt in die Wechseljahre?
Bislang habe ich meine Periode sehr regelmäßig bekommen. Ich bin 42. Vor einigen Wochen ging es dann mit einer Mastitis los, die linke Brust tut immer noch weh und ist sehr angespannt. Am 26.06. bekam ich eine ganz normale Regelblutung, sie dauerte 5 Tage. Dann zwei Tage Pause, dann Schmierblutungen, dann wieder zwei Tage Pause und wieder für einen Tag Schmierblutungen, jetzt seit dem 14.07. wieder richtige Blutungen. Es nervt nur noch und ich frage mich, ob jetzt die Wechseljahre bei mir eingesetzt haben. Geht das so immer los oder sollte ich es lieber beim Frauenarzt abklären lassen? Woran kann er das erkennen, das man in den Wechseljahren ist? Meine Hormone scheinen Achterbahn zu fahren. Ich nehme keine Hormone, außer Thyroxin ein. Danke für eure Antworten!
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Nee, Schanny, meine Wechseljahre äußerten sich anfangs so, dass die Periode nicht mehr regelmäßig kam, und wenn, mal nur ganz leicht und mal "so richtig dolle" wie früher, mit Bauch-Aua und allem Pipapo. Von dem Zeitpunkt an kriegte ich dann auch meine grässlichen Hitzewallungen. Gottlob nur die und nicht noch Depri oder so.
Wenn mir damals etwas Ähnliches wie Dir passiert wäre, ich wäre lieber zur Gynäkologin gegangen, das hätte mich doch beunruhigt. Wenn es dann tatsächlich harmlos bzw. beginnende Wechseljahre gewesen wären, umso besser!
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Hallo "schanny" auch ich kann etwas zu diesem Thema beitragen: Mir hat meine Frauenärztin erklärt, dass bekannt wäre wer früh seine Periode bekam, der kommt auch früh in die Wechseljahre, ich war gerade mal 40 geworden. Und ? Es hörte einfach auf ! Keine Hitzewallungen, keine Stimmungsschwankungen einfach nichts ! Meine ganzen Freundinnen beneideten mich deswegen. Wenn ich Dir raten darf, dann zu einem Frauenarzt-Besuch, lasse es dort abklären und Du wirst beruhigt sein ! Solltest Du Angst vor dem FA haben wie so viele die hier schreiben (grins) ?
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Gehe auf alle Fälle zum Frauenarzt. Einiges deutet auch auf Myome hin. Es müssen nicht immer die Wechseljahre sein.
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Hallo schanny!
Diese Beschreibungen kommen mir doch sehr bekannt vor. Auch ich hatte in Ihrem Alter genau die gleichen Probleme und war nur noch genervt. Klarheit brachte dann eine Hormonuntersuchung beim Frauenarzt. Damit kann man nicht nur die Wechseljahre genau bestimmen, sondern auch schon eine Vorstufe davon. Gegen die aufkommenden Beschwerden der Wechseljahre, die bei jedem anders ausfallen, gibt es auch sehr wirksame pflanzliche Mittel. Da brauchen Sie nicht gleich die starken Hormon-Bomben anwenden! Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich in den ersten Jahren aus Verunsicherung so manchen Schwangerschaftstest in der Apotheke gekauft habe! Vielleicht kann man ja auch mit der Einnahme der Pille den Zyklus etwas "bändigen"?
Trotzdem alles Gute wünscht walesca
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Das mit den Wechseljahren ist von Frau zu Frau verschieden. Es ist wohl auch genetische Veranlagung dabei. Ich hatte überhaupt keine richtigen Beschwerden, über die ich klagen könnte. Ich habe aber auch nie die Pille genommen, überhaupt wenig Medikamente, hatte (fast immer) Normalgewicht usw.
Im Normalfall ist es so wie mir das mein Frauenarzt erklärt hat: Irgendwo jenseits der 40 hört der Körper auf, die Hormone herzustellen, die für die Produktion von Eizellen gebraucht werden. Dann hören die Eierstöcke mit der Arbeit auf. Die Monatsblutungen werden schwächer. Vielleicht hört auch erst nur der eine Eierstock eher als der andere auf, dann hat man die Periode ein paar Mal nur alle 8 Wochen. Das ist aber individuell.
Meine letzten Perioden waren kaum noch der Rede wert. Da reichte eine Slipeinlage und gut war für das bisschen Schmierkram. Die letzten zwei Male hatte ich nur Weißfluss, man staune. Da ging es dann wohl rückwärts.
Durch die Hormonumstellung kann es sein, dass die Amygdalae im Kleinhirn "anfangen zu spinnen". Sie sind unsere Temperaturfühler, und dann kann es sein, dass der Thermostat nicht richtig funktioniert. Dann ist einem ohne Grund heiß, man bekommt Hitzewallungen. Das dauert ein paar Minuten und danach klappert man mit den Zähnen, weil wieder "falsch gemessen" wurde. Da kann man sich dann leicht erkälten. Es ist keine Krankheit, sondern eine Umstellungserscheinung.
Meine Mutter kam mit 42 und die Wechseljahre, und ich ganz genau mit 42 Jahren und 7 Monaten. Meine Mutter sagte mir einmal, dass ihr Arzt ihr wegen der Beschwerden sagte: "Das dauert zwei Jahre, dann ist man damit durch. Je weniger man da hinfühlt, desto schneller und leichter ist man damit durch."
Bei ihr dauerte es zwei Jahre, und bei mir auch. Vielleicht waren wir Glücksfälle, vielleicht war der Rat eines alten Arztes das beste das uns passieren konnte, wer weiß. Noch ein Tipp für die Hitzewallungen. Wenn es in der Nacht ist, dann die Beine abdecken, nicht den Körper. Wie bei einem Wadenwickel geht dann die Temperatur herunter, ohne dass man sich erkältet.
Sind die Beschwerden zu ertragen, würde ich von einer Behandlung der Hormonumstellung stets abraten. Die Natur hat das so eingerichtet, damit eine alte Schachtel nicht noch ein Kind großziehen muss, aber auch nicht unbedingt gleich stirbt. Das gibt sich mit Siebzig, wie meine Oma immer sagte. ;-)
Kommentar von schannyschanny 16.07.2012Danke für Deine Antwort. Hitzwallungen habe ich gar nicht und bei mir blutet es ja eher mehr, das nervt so. Aber vom Alter her könnte es ja schon passen. Ich werde auf gar keinen Fall Hormone einnehmen, ich habe zuviele Frauen mit Brustkrebs therapiert die gegen ihre Wechseljahrsbeschwerden Hormone eingenommen haben. Ich sehe es genauso wie Du, es ist eine normale "Alterserscheinung" und man muss da einfach durch.
Kommentar von bethmannchenbethmannchen 16.07.2012Du hast ja auch noch Blutungen. Man muss sie nicht haben, kann aber Hitzewallungen bekommen. Und das ist dann auch immer so schlimm, wie man es haben möchte. Wenn man das gelassen hinnimmt, keinen Hermann davon macht, dann hat man es viel leichter. Bei mir kamen die erst ein halbes Jahr nach der letzten Blutung. Aber was ist schon normal; die Regel heißt ja auch Regel weil sie so schön unregelmäßig ist.
Ganz meine Meinung. Ich mache auch immer wieder die Feststellung, dass die Ärzte aus der guten alten Zeit viel bessere Ratschläge für die Patienten hatten, als die Ärzte dieser Generation. Hauptsache Apparate und Pillen, Therapie und noch eine Maschine anschmeißen, aus jedem Zipperlein wird ein Affenaufstand gemacht. Verdienen können sie immer nur, wenn sie ein Rezept ausstellen.
Mein alter Frauenarzt zeigte auf ein Regal von 5 Meter Länge, Schachtel bei Schachtel verschiedene Musterpackungen: hier, alles gegen Wechseljahre-Beschwerden - Und was soll ich nehmen? - Nix, trink ein Glas Wasser. Solche Ärzte liebe ich und suche sie vergeblich.
Ich habe vor keinem Arzt Angst, dafür habe ich schon mit zu vielen zusammen gearbeitet. Und mein FA kenne ich schon seit 25 Jahren, der kennt jede noch so dunkelste Ecke von mir, grins....Wahrscheinlich besser als mein Mann, lach.... Ich werde dann wohl mal einen Termin vereinbaren und es abklären lassen, ob es bei mir nun losgeht oder nicht.