Frage von kardelen 30.11.2011

Können Sonnenbänke süchtig machen?

  • Antwort von Borg13 01.12.2011
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Wer fast jede Woche in ein Sonnenstudio geht, ist möglicherweise süchtig. Dies vermuten US-Forscher, die in einer Studie Studenten nach ihrem Bräunungsverhalten befragt haben.

    Zu diesem Ergebnis kommen US-Forscher, die eine Studie mit 421 Probanden durchgeführt haben. Häufiges Sonnen dient demnach nicht nur einem gebräunten Teint, sondern soll auch für bessere Stimmung sorgen. Die Nutzer zeigten damit ähnliche Symptome wie zum Beispiel Alkoholiker, meinen die Wissenschaftler.

    ...Die Solariumssüchtigen berichteten häufiger, unter Angstzuständen oder einer Depression zu leiden.

    Obwohl nahezu 100 Prozent der Befragten glaubten, dass sie durchs Bräunen Hautkrebs bekommen können, hielt sie das nicht von weiteren Solariumsbesuchen ab.
    Die Forscher überlegen daher, wie sich die Menschen vom Bräunen abbringen lassen. Falls sich ihre Ergebnisse in weiteren Studien bestätigen, sei es sinnvoll, einen kurzen Test auf Angststörungen oder Depression bei Menschen durchzuführen, die sich häufig bräunen. So könnten die, bei denen tatsächlich ein psychisches Problem vorliege, zu einem Facharzt überwiesen werden.

    http://www.stern.de/gesundheit/exzessives-braeunen-untersucht-suechtig-nach-dem-...

  • Antwort von Tatzee 30.11.2011
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Zitat aus http://www.apotheken-umschau.de/Haut/Sucht-nach-Sonne-und-Solarium-63425.html :

    Tanorexie nennen Fachleute den krankhaften Zwang zum Hautbräunen. Ähnlich wie die Magersucht (Anorexie) ist die Bräunungssucht vor allem ein psychologisches Phänomen. Während sich Magersüchtige als zu dick empfinden, kann Sonnenbank-Süchtigen die Haut nicht braun genug sein – körperdysmorphe Störungen heißen diese Erkrankungen in der Fachsprache.

    2006 hatte eine Untersuchung der Universität von North Carolina (USA) belegt, dass es zu Entzugssymptomen wie Übelkeit und Zittern kommen kann, wenn regelmäßige Solariumgänger von ihrer Gewohnheit lassen.

    Beim Ausbruch einer Tanorexie spielen neben den psychischen aber auch soziale Faktoren eine Rolle, erläutert der Dermatologe Wolfgang Harth. „Wir haben in der westlichen Welt ein Schönheitsideal, das für unsere Haut nicht gut ist. Während Asiaten so weiß sein wollen wie ein Blatt Papier, weil sie bei Bräune an schweißtreibende Arbeit auf dem Feld denken, verbinden wir in Europa mit einem gebräunten Körper Gesundheit, Erfolg und Urlaub.“

    Bei Tanorexie-Patienten verstärke diese Sicht häufig die psychische Labilität. „Wenn der Zwang zum westlichen Schönheitsideal auf einen jungen Menschen mit schwachem Selbstbild trifft, kann der Gang ins Sonnenstudio ein Schritt sein, um sich besser zu fühlen.“

    Dabei verkennen die Betroffenen oft die Gefahren des Sonnenbadens. „Mittlerweile weiß man, dass ultraviolette Strahlung – ob künstlich oder solar – krebserregend ist“, erklärt Dr. Beate Volkmer, Leiterin des Hautkrebsforschungslabors am Elbeklinikum Buxtehude. „Hautkrebs gehört zu den am schnellsten ansteigenden Krebsarten in Deutschland. Jedes Jahr nimmt die Zahl der Patienten um fünf bis sieben Prozent zu“, ergänzt Professor Eggert Stockfleth, Leiter des Hauttumorzentrums der Charité in Berlin. Jeder Mensch habe ein persönliches „Sonnenkonto“, das je nach Hauttyp schneller voll sei. Damit erhöhe sich das Hautkrebsrisiko dramatisch, erläutert Stockfleth. Wer bereits als Kind oder Jugendlicher Sonnenstudios nutze, habe sein Konto früher voll. Hinzu kommt, dass die Intensität der UV-Strahlung auf der Sonnenbank zweimal so hoch sein kann wie am Äquator.

  • Antwort von alegna796 30.11.2011
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ja, eigentlich kann ALLES süchtig machen. Im Sommer kann sie gut auf eine Sonnenbank verzichten und auch im Winter sollte sie es nicht übertreiben. Die Haut "vergißt" nichts.

  • Antwort von Livia288 01.12.2011

    Die von vielen Dermatologen genannte "Tanorexie", wie sie bereits unten beschrieben wurde, ist in der Regel nichts ungesundes, solange die Besonnungszeit im Rahmen liegt. Einerseits ist es als Sucht zu betrachten, allerdings scheint sich dahinter etwas Positives zu verbergen. Ich versuche es mal mit Schokolade zu vergleichen. Solarium bietet dem Körper ein Wohlgefühl. Nicht nur die angenehme Wärme auch die UV Strahlen lösen im Körper ein positives Glücksgefühl aus. Der Kopf sagt, im Solarium geht es mir gut, ich fühle mich wohl und fordert dies ein. Ich denke, wenn deine Freundin einmal pro Woche ins Solarium geht, hat sie einen sehr guten und gesunden Rhytmus für sich gefunden. Ihr Vitamin D Depot ist gut versorgt und sie tut sich selbst etwas Gutes damit, so wie andere sich mit Schokolade pushen und belohnen. Wenn jemand jeden Tag oder jeden zweiten Tag geht, dann sollte man sich Gedanken machen. Aber so scheint das vollkommen im Rahmen zu sein.

    LG Livia

  • Antwort von bonitoni 30.11.2011

    Zumindest hat man heraus gefunden, dass häufige Solariennutzer im Belohnungszentrum ihres Gehirns ähnliche Veränderungen zeigen wie Drogen- und Alkoholsüchtige.

Diese Frage und Antworten teilen:

Verwandte Fragen


Verwandte Tipps

Fragen Sie die Community –

anonym und kostenlos!