Frage von seegras, 14

Können Besenreiser zu Krampfadern werden?

Ich habe einige Besenreiser, mit denen ich aber gut leben kann. Wisst ihr denn, ob solche Besenreiser eigentlich auch zu Krampfadern "mutieren" können, so etwas wie die Vorstufe dieser Venenerkrankung sind?

Antwort
von gerdavh, 14

Hallo, Krampfadern werden in der Medizin als Varizen bezeichnet. Bei Krampfadern handelt es sich um oberflächlich erweiterte und geschlängelte Venen, die sich in den Beinen befinden. Unsere Venen haben die Aufgabe das Blut wieder zurück zum Herzen zu pumpen. An den Venen befinden sich die Venen- oder Ventilklappen, diese sorgen dafür, dass das Blut nicht in die falsche Richtung gepumpt wird. Leiden Betroffene nun unter einer Venenschwäche und es kommt zu einer körperlichen Belastung, halten die Venenwände die Spannung nicht mehr und geben einfach nach. So ist nun auch die Funktion der Venenklappe einfach nicht mehr gewährleistet. Infolgedessen kommt es nun zu einer Blutstauung und auch Wasseransammlungen in dem umliegenden Gewebe. Nun sind die oberflächigen Krampfadern gut zu sehen und auch zu ertasten. Befinden sich Krampfadern im tieferen Venensystem, so lässt sich dies nur durch einen Arzt diagnostizieren.

Besenreiser hingegen sind eher harmlos und stellen für die betroffenen Frauen meist nur ein kosmetisches Problem da. Besenreiser können aber in einigen Fällen auch auf eine Neigung zu Krampfadern hindeuten. Damit aber bei Besenreisern eine Abflussstörung oder auch tief liegende Krampfadern ausgeschlossen werden können, sollte man Besenreiser trotz allem ärztlich untersuchen lassen. (Quelle: besenreißer-behandlung-berlin.de).

Ich habe selbst kleine Besenreißer und eine Krampfader (sind an unterschiedlichen Stellen). Es muss also nicht zwangsläufig zu einer Krampfader kommen. Du kannst dagegen vorbeugend Stützstrumpfhosen (Stützklasse II oder III) tragen; seitdem ich das mache, haben sich bei mir keine negativen Änderungen mehr gezeigt. Wenn die Besenreißer für Dich ein kosmetisches Problem darstellen sollten, kannst Du sie veröden lassen, die Kosten dafür musst Du allerdings selbst tragen. lg Gerda

Antwort
von florentine, 12

Nein - aber oft hängen sie mit einer ausgeprägten Schwäche der größeren Beinvenen zusammen, sagt die Expertin Iris Reiter-Höffken. Was bedeutet, dass die Venen das Blut nicht gut wieder zum Herzen zurücktransportieren. Daraufhin fühlen sich die Beine oft schwer und müde an. Außerdem steige das Risiko für Venenentzündungen und Thrombosen oder für ein so genanntes offenes Bein. Man erkenne es an nicht oder schlecht abheilenden Geschwüren im Bereich der Innenknöchel. Quelle: WAZ-Leben, 25.08.2014

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