Frage von JanFeldt, 78

Knarzen im Nacken?

Hi,

ich hatte mir ende letzten Jahres irgendein Wirbel im Hals verdreht oder verrenkt, konnte aber nicht zum Arzt weil das genau zwischen den Jahren war. Also bin ich erst anfangs Januar dahin und habe 6 Anwendungen Physiotherapie verschrieben bekommen. Als es danach immer noch nicht ganz weg war bekam ich nochmal 6 Anwendungen, die Mitte letzten Monats ausgelaufen sind. Seit Februar mache ich intensiv Sport (Schwimmen, Kung Fu, Krafttraining) um meine Muskulatur zu stärken, damit sowas nicht mehr auftritt. Zwar habe ich keine Schmerzen mehr wenn ich den Kopf drehe oder neige, dafür gibt es aber hier und da komische Geräusche. Es ist kein Knacken wie beim Einrenken oder so und auch kein Knirschen wie bei kaputten Gelenken (Sand im Getriebe). Meint ihr eine weitere Anwendung von 6x Physiotherapie würde auch das auskurieren? Ich habe gehofft, dass meine Muskulatur der Grund für diese Geräusche war und sobald diese stabil ist die Geräusche verschwinden. Dem scheint aber nicht so zu sein. Was soll ich jetzt machen? Ich habe auch nicht wirklich Lust schon wieder zum Arzt zu fahren, das geht mir langsam auf den Zeiger.

Beste Grüße, Jan

Antwort vom Arzt online erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zu Ihrer Gesundheitsfrage. Kompetent, von geprüften Ärzten.

Experten fragen

Antwort
von cyracus, 23

So wie Du die Frage gestellt hast, vermute ich mal, dass sie Dir niemand hier verantwortungsvoll beantworten kann.

Wichtig ist ja, dass herausgefunden wird, was genau die Störung in dem Bereich ausmacht, damit sie bestenfalls behoben werden kann. Denn dass eine Störung vorliegt, nimmst Du ja wahr.

Dein Orthopäde sollte ja wissen, wie nun am besten vorgegangen werden soll. In dem Gespräch ist es sicher sinnvoll, dass Du ansprichst, dass Du wissen willst, was genau in dem Bereich verschoben oder verletzt ist.

.

Beim Lesen Deiner Frage denke ich auch spontan an Osteopathie. Erfahrene und talentierte Osteopathen spüren mit ihren Händen die Disharmonien im Körper und können sie - soweit es möglich ist - auf sanfte udn doch tiefgreifende Weise beheben, indem sie den Körper unterstützen, Fehlstellungen zu beseitigen und alles wieder "ins rechte Lot" zu bringen.

Osteopathie ist das beste Schmerzmittel, oder besser: Keine-Schmerzen-mehr-Mittel, das ich kenne. Damit wird allgemein nicht das Symptom, sondern - ganz oder soweit wie es möglich ist - die Ursache beseitigt, indem die Balance im Körper wiederhergestellt wird. - Hier ein sehr guter Artikel zur Osteopathie:

Osteopathie - Blockaden erspüren und lösen
http://www.ugb.de/bewegung-port/osteopathie-blockaden-erspueren-loesen/

.

Alles an und in unserem Körper ist mit Haut umgeben, also auch jedes Organ, jeder Knochen, jedes Blutgefäß usw., die Faszien genannt werden. Sämtliche Faszien sind irgendwie miteinander verbunden. Also wenn Du zum Beispiel Dein Knie anhebst, verlagern sich ganz leicht sämtliche Faszien bis hin zum Kopf.

Osteopathen arbeiten viel mit den Faszien. Was Faszien sind und wie sie Beschwerden machen können, erfährst Du in dieser Dokumentation:

Geheimnisvolle Faszien - Neues vom Rücken




Zur Osteopathie gleich mehr. - Wenn der Körper aus der Balance geraten ist, ist an verschiedene mögliche Schwachstellen im Halteapparat zu denken.

Denke deshalb auch an das Kiefergelenk. Wenn mit dem Kiefergelenk etwas nicht stimmt, wirkt sich das auf den gesamten "Halteapparat" des Körpers aus, unter anderem mit der Folge von Schmerzen. - Hier eine sehr gute Beschreibung der Zusammenhänge von Lexi77:

https://www.gesundheitsfrage.net/frage/rueckenschmerzen-durch-falsches-kauen-bei...

Und sieh Dir dieses Video dazu an:

Funktionsstörung des Kiefers


Bei Fußschmerzen, Knieschmerzen, Rückenschmerzen, Wirbelsäulenschmerzen muss man auch immer an die gesunde Statik der Füße denken, dazu:

http://www.fussgesundheit.info/

.


Nun wieder zur Osteopathie: google mit

rückenschmerzen osteopathie erfahrungen

so werden Dir viele Berichte gezeigt. - Google auch mit

wirbelsäule bandscheiben osteopathie

und klick Dich geduldig durch die Infos. - Lies auch in den gezeigten Foren, in denen von Erfahrungen berichtet wird.

.

Hier habe ich von Erfahrungen mit osteopathischer Behandlung geschrieben:

http://www.gesundheitsfrage.net/frage/spinemed-methode
(Lass Dich nicht von der Fragestellung irritieren.)

Als die Ärzte nicht mehr weiterwussten, sollten meine Schwester an der Wirbelsäule operiert werden. Nach ein paar Behandlungen bei einer Osteopathin mit "Goldenen Händen" war von Operation keine Rede mehr.

Auch auf Begleitthemen, durch die Probleme mit der Wirbelsäule verursacht
werden können, gehe ich in meiner dreiteiligen Antwort ein.

Osteopathen sind Krankengymnasten mit entsprechender Zusatzausbildung, einige Heilpraktiker spezialisieren sich mit solch einer Zusatzausbildung und auch einige Ärzte.

Die Berufsbezeichnung "Osteopath" ist (noch) nicht geschützt. Um an einen gut ausgebildeten Osteopathen zu kommen, ruhig den Therapeuten fragen, wie lange er / sie Osteopathie gelernt hat. So um fünf Jahre sollten es sein. - Ich empfehle, mit einem Osteopathen / Osteopathin Kontakt aufzunehmen für ein informelles Erstgespräch, in dem Du Deine Fragen stellst, auch zu den Kosten. Nach dem telefonischen Erstkontakt kann das Informationsgespräch in der Praxis sinnvoll sein.

Manche Krankenkassen übernehmen Kosten für osteopathische Behandlung (so zum Beispiel die Techniker). Google mal mit
osteopathie
und füge Deine Krankenkasse hinzu, um zu erfahren, ob die Kosten übernommen werden. Auch wenn die Krankenkasse die Kosten nicht übernimmt, mach mit dem Osteopathen / Osteopathin (der zugleich Krankengymnast ist) ein Erstgespräch in der Praxis.



Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community